RE: Ob das auch Werbung für die AfD ist?

#76 von JoG , 24.04.2013 12:43

Die Frage ist natürlich nicht ganz so trivial. So stellt sich tatsächlich eine Frage, ob Personen im öffentlichen Dienst ein passives Wahlrecht haben sollten dürfen. Sie sind der Exekutiven zuzurechnen und verletzen damit die Trennung der Verfassungsgewalten. Sie können natürlich sagen, dass das GG wenig Rücksicht auf Gewaltenteilung nimmt und hätten damit recht. Das ist tatsächlich eine der größten Mängel der deutschen Verfassung und eine der Gründe für viele politische Versagen. Aber sagen Sie, glauben Sie, das macht es besser und wir sollten die Fehler nicht anpacken?

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RE: der Wahlberechtigungsschein

#77 von huhngesicht , 24.04.2013 18:08

Ob das auch Werbung für die AfD ist?
http://www.welt.de/print-welt/article159...ll-waehlen.html
Wie demokratisch ist die AfD?

Adam beruft sich auf Lichtschlag (gibbet den noch?), der wiederum auf den Ex-Adeligen Strahlemann Hayek.

http://www.welt.de/print-welt/article153...-Wahlrecht.html

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Voellig abwegig sind diese Ueberlegungen nicht. Behinderte, Minderjaehrige, Demente oder Auslaender duerfen ja auch nicht waehlen, obwohl es zB mit Sicherheit politikmuendigere Sechzehnjaehrige als manchen Erwachsenen gibt.
Man koennte erwaegen, die wahlberechtigte volle Staatsbuergerschaft an eine Pruefung bzw Ueberpruefung zu koppeln. Das haette auch den Vorteil, dass unerwuenschte Menschen nicht automatisch in Deutschland geduldet werden muessten, nur weil sie hier geboren wurden.
Man koennte mit Volljaehrigkeit eine Pruefung einfuehren, die erstens politisches Verstaendnis sicherstellt und andere Faktoren (soziale Situation usw) beruecksichtigt. Man koennte dann den Status "geduldet", "Buerger auf Zeit" oder "Vollbuerger" erwerben. Geduldet entspraeche dem Status eines Auslaenders, Buerger auf Zeit waeren Buerger mit allen Rechten, muessten diese Ueberpruefung aber regelmaessig wiederholen. Ausserdem koennten auch Vollbuergern zB im Falle von Kriminalitaet oder Verfassungsfeindlichkeit die Rechte wieder aberkannt werden.
Abhaengig vom Status koennten eklige Menschen dann ausgewiesen werden. Dies koennte man an Entwicklungshilfeabkommen binden, so dass gegen Geld die ekligen Menschen in Drittweltlaender (zB Somalia) ueberfuehrt wuerden. Das klingt recht radikal, aber man bedenke auch die enorm motivierende Wirkung, ein guter Mensch zu sein.

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RE: der Wahlberechtigungsschein

#78 von JoG , 24.04.2013 18:53

"Man koennte dann den Status "geduldet", "Buerger auf Zeit" oder "Vollbuerger" erwerben"

Nicht nur im Prinzip ist das möglich. Deutschland hat damit Erfahrung. Anfänglich hätte man Probleme mit den Leuten, die mit den notwendigen Grundrechtsänderungen nicht einverstanden wären und müsste vermutlich zunächst die Macht ergreifen, damit der Prozess glatt ablaufen kann. Aber wenn nur genug "Bürger auf Zeit" ihren Platz in Somalia oder ihr Ende gefunden haben, ist die Bevölkerung sauber und eine Schöne Neue Zeit kann beginnen. So meinen Sie?

PS: Behinderte dürfen momentan noch wählen.

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RE: der Wahlberechtigungsschein

#79 von huhngesicht , 24.04.2013 20:22

Man koennte dann den Status "geduldet", "Buerger auf Zeit" oder "Vollbuerger" erwerben"

Nicht nur im Prinzip ist das möglich. Deutschland hat damit Erfahrung. Anfänglich hätte man Probleme mit den Leuten, die mit den notwendigen Grundrechtsänderungen nicht einverstanden wären und müsste vermutlich zunächst die Macht ergreifen, damit der Prozess glatt ablaufen kann.

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Ich hatte schon erwartet, dass jede Idee innerhalb einer modernen Demokratie Sie wieder an Faschismus und die Nazizeit denken laesst. Meine Erwaegungen haben damit aber nichts zutun. Es ist ja auch nicht faschistisch, dass Siebzehnjaehrige nicht waehlen duerfen. Und bei dieser Idee wuerden ja gerade zB eklige Faschisten ihr Glueck in Somalia probieren muessen. Zum Wohle des Schoengeistes.
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Aber wenn nur genug "Bürger auf Zeit" ihren Platz in Somalia oder ihr Ende gefunden haben, ist die Bevölkerung sauber und eine Schöne Neue Zeit kann beginnen. So meinen Sie?

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Tatsaechlich gab es so ein Projekt noch nie irgendwo auf der Welt. Diktaturen lebten ja nie davon, nach Qualitaet zu selektieren, sondern nach Pseudoqualitaet, die die ekligen Menschen ausbeutet und unterdrueckt (oder diese sogar selbst herrschen).
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PS: Behinderte dürfen momentan noch wählen.

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Ich meinte selbstverstaendlich unmuendig geistig Behinderte.

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RE: der Wahlberechtigungsschein

#80 von JoG , 25.04.2013 10:23

Sie sind unsagbar.

"jede Idee innerhalb einer modernen Demokratie"

Als ältere Kinder bzw als junge Heranwachsende hatten wir den Vorschlag bereits diskutiert und die verschiedenen Möglichkeiten und Implikationen gegeneinander abgewogen, nachdem wir relativ viel gelesen hatten zur Fragestellung. Da ist nichts "neu".

"Tatsaechlich gab es so ein Projekt noch nie irgendwo auf der Welt."

Gruppen mit unterschiedlichen Wahlrechten mit unterschiedlichen Begründungen und in unterschiedlicher Konstellation waren die normale Situation in frühen Demokratien bis in die Neuzeit. Wann wurde Frauen bspw das Wahlrecht in der Schweiz gewährt und wann Schwarzen in den USA? Oder wie war das hier mit den Reichen oder Adligen im England des 18ten Jhrt oder zu Bismarks Zeiten?

"Diktaturen lebten ja nie davon, nach Qualitaet zu selektieren"

Natürlich haben alle Diktaturen nach "Qualität" selektiert. Es waren nur andere "Qualitäten" als Ihnen vorschweben. Genau darin liegt auch das größte Problem mit Selektionen zur Sonderbehandlung durch den Staat. Mal sind Sie und ein anderes out. Und wenn Sie dann in Somalia oder Gulag sind, ist Ihr Leben verwirkt, weil Sie andere "Qualitäten" hatten als die Diktatur wollte.


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RE: Die erste Werbung für die AfD gibt es schon ;-)

#81 von JoG , 25.04.2013 14:05

Im Zusammenhang mit der AfD ist eine Reihe Artikel interessant zu einer Umfrage der EU. Danach soll die Akzeptanz der EU durch die Bevölkerung radikal gefallen zu sein in der ganzen EU. Leider war der Link zur EU um die Studie zu sichten ineffektiv.
http://www.guardian.co.uk/world/2013/apr...alls-record-low
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...u-a-896380.html

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RE: der Wahlberechtigungsschein

#82 von huhngesicht , 25.04.2013 17:01

Sie sind unsagbar.

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Das ist eine eigentuemliche Wortwahl. Sie wollten vermutlich unsaeglich schreiben. Unsagbar ist normalerweise positiv besetzt wie zB unsagbar schoen ;-)
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"jede Idee innerhalb einer modernen Demokratie"

Als ältere Kinder bzw als junge Heranwachsende hatten wir den Vorschlag bereits diskutiert und die verschiedenen Möglichkeiten und Implikationen gegeneinander abgewogen, nachdem wir relativ viel gelesen hatten zur Fragestellung. Da ist nichts "neu".

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Sie haben mich nicht verstanden. Was ich eroerterte, waere voellig neu.
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"Tatsaechlich gab es so ein Projekt noch nie irgendwo auf der Welt."

Gruppen mit unterschiedlichen Wahlrechten mit unterschiedlichen Begründungen und in unterschiedlicher Konstellation waren die normale Situation in frühen Demokratien bis in die Neuzeit. Wann wurde Frauen bspw das Wahlrecht in der Schweiz gewährt und wann Schwarzen in den USA? Oder wie war das hier mit den Reichen oder Adligen im England des 18ten Jhrt oder zu Bismarks Zeiten?

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Hier hatten wir aber genau die Situation, die ich nicht meine. Es wurde ja nicht anhand relativ objektiv ermittelter Wahlkompetenz Wahlrecht erworben, sondern es wurde willkuerlich bestenfalls anhand egoistischer Interessen einzelner Gruppen Wahlerlaubnis zugestanden. Sexismus oder Rassismus (die von ihnen erwaehnten Kriterien) sind die kleinen Geschwister des Nationalismus. Und dieser diktiert heute das Wahlrecht. Nur weil jemand an einem bestimmten Ort geboren wurde oder seine Eltern eine bestimmte Nationalitaet haben, hat dieser Mensch bezueglich Rechten und Pflichten Glueck oder Pech gehabt. Das ist bestenfalls bequem, aber wohl kaum gerecht. Bei jedem Verein muss man geprueft beitreten. Wer Auto fahren will, muss auch einen Fuehrerschein machen. Diese Ungerechtigkeit wird vor allem deutlich, wenn man sieht, wie Auslaender behandelt werden. Die duerfen auch nicht einfach dem "Deutschsein" beitreten. Weshalb hat irgendein vielleicht schaebiger ekliger Typ, der in Bochum geboren wurde alle deutschen Rechte, waehrend ein vielleicht freundlich netter Somali in der Wueste leben muss?
Ich kann weder erkennen, inwiefern das sinnvoll noch gerecht ist. Das ist eine uralte Tradition, die darauf beruht, dass 99% der Menschen frueher ihr Heimatdorf nie verliessen. Heute ist Mobilitaet normal. Es waere zudem eine win/win/win/win-Situation. Nehmen wir der Einfachheit halber zB deutsche Schwerstkriminelle. Fuer Somilia waere der Gewinn mindestens die finanzielle Entwicklungshilfe fuer die Einbuergerung solcher Personen, die aber ganz sicher erheblich billiger waere, als die Unterbringung in einem deutschen Gefaengnis. Und in Deutschland ginge von der unerwuenschten Person keine Gefahr mehr aus. Neben diesen offensichtlichen Vorteilen gaebe man dem Kriminellen eine Moeglichkeit, sich in Freiheit unter Bedingungen zu beweisen (halbwegs Anarchie), die einerseits vielleicht ihn zu einem besseren Menschen reifen liesse und der deutsche Kultur in die somalische Anarchie einbringen kann, um moeglicherweise in dem Land etwas zu verbessern.
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"Diktaturen lebten ja nie davon, nach Qualitaet zu selektieren"

Natürlich haben alle Diktaturen nach "Qualität" selektiert.

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Man wuerde natuerlich sehr sensibel und ueberlegt nach rational gut beguendbaren Kritieren und wohlwollend selektieren und wuerde nicht, wie man es aus der Geschichte kennt, diskriminieren.
Bedenken sie auch die positive Wirkung innerhalb der Gemeinschaft, was es die Bereitschaft zu Kriminalitaet anginge. Wuerde jemand wirklich noch riskieren zB 100e Millionen Steuern zu hinterziehen, wenn er das dann zukuenftig nur noch in Somalia koennte? Wohl kaum.
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Es waren nur andere "Qualitäten" als Ihnen vorschweben.

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Die Hautfarbe, das Geschlecht oder die Releigionszugehoerigkeit sind keine Qualitaeten. Sowas zu gewichten waere Rassismus u.ae. Der Hang, Kapitalverbrechen begehen zu wollen, waere gewichtbar.
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Genau darin liegt auch das größte Problem mit Selektionen zur Sonderbehandlung durch den Staat. Mal sind Sie und ein anderes out. Und wenn Sie dann in Somalia oder Gulag sind, ist Ihr Leben verwirkt, weil Sie andere "Qualitäten" hatten als die Diktatur wollte.

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Sehen sie oben. Weder sollten nicht gewichtbare Kriterien gewichtet werden, noch sollte das leichtfertig passieren. Es wuerde sicher auch niemand wegen Schwarzfahrens nach Somalia geschickt.

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RE: der Wahlberechtigungsschein

#83 von JoG , 25.04.2013 18:10

Jeder Diktator und die Strasse glauben immer, dass wissenschaftliche Rationalität in ihrer Selektion zum Ausdruck kommt. Die Notwendigkeit Juden, Zigeuner und andere lebensunwerte Unmenschen zu selektieren und einer Sonderbehandlungen zuzuführen war in einer sehr umfangreichen Literatur nachgewiesen. Sie war über Jahrzehnte entstanden. Stalins Leute stützten sich auf Marx, dessen Theorien auch Wissenschaftlichkeit nachgesagt wurde. Wie Sie heute argumentierten die damaligen Propageten der neuen Ordnung auch. Wirklich, genau wie Sie. Wenn Sie in den damaligen Zeitungen und Büchern mal blättern, lernen Sie vielleicht etwas.


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RE: der Wahlberechtigungsschein

#84 von huhngesicht , 25.04.2013 19:19

Jeder Diktator und die Strasse glauben immer, dass wissenschaftliche Rationalität in ihrer Selektion zum Ausdruck kommt. Die Notwendigkeit Juden, Zigeuner und andere lebensunwerte Unmenschen zu selektieren und einer Sonderbehandlungen zuzuführen war in einer sehr umfangreichen Literatur nachgewiesen.

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Man kann doch nicht eine Ueberlegung dergestalt verurteilen, dass man sie mit einer anderen verurteilungswuerdigen vergleicht, obwohl diese miteinander nichts zutun haben. Die Argumentation mittels vermeintlichen Analogien ist weder korrekt nocht stichhaltig. Ich habe zB ueber Schwerstkriminelle geschrieben. Hinzukommend habe ich bei "meiner" Selektion auch keine unmenschlichen Optionen erwogen. Wenn ein Mensch aus Somalia in Deutschland bleiben will aber abgeschoben wird, mutet man diesem wie selbstverstaendlich etwas zu, was man einem deutschen Moerder und Vergewaltiger nicht zumuten kann? Sie wollten doch sogar ein Waffenrecht, das ihnen ermoeglicht, Diebe daran zu hindern, ihre Regenrinne zu stehlen. Ich erwog keine Dinge, die generell unzumutbar sind, sondern stellte die unbegruendete nationalistische Bevorteilung infrage.
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Sie war über Jahrzehnte entstanden. Stalins Leute stützten sich auf Marx, dessen Theorien auch Wissenschaftlichkeit nachgesagt wurde. Wie Sie heute argumentierten die damaligen Propageten der neuen Ordnung auch.

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Das ist doch voellig abwegig. Mal abgesehen davon, dass diese ganzen Thesen in keiner Weise wissenschaftlich waren, sind auch die Konsequenzen aus den Thesen gestoerte Willkuer von Diktaturen gewesen. Die irrsinnige Unrechtsbuerde das Nationalismus aufzuweichen, haette mit sowas nichts zutun. Ich wiederhole, dass es nicht darum geht, unmenschliche Behandlungen fuer Deutsche zu erwaegen, sondern den Nationalismusbonus oder Malus abzuschaffen. Das waere gerecht und menschenrechtskonform zukunftsgewandt.
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Wirklich, genau wie Sie. Wenn Sie in den damaligen Zeitungen und Büchern mal blättern, lernen Sie vielleicht etwas.

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Ich habe mich mit dem Thema recht ausfuehrlich befasst. Antisemitismus war zB mein Pruefungsthema im Abitur.
Ich lehne jede Form von Unterdrueckung und Diskriminierung fast jeden "ismus" ab.

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RE: der Wahlberechtigungsschein

#85 von JoG , 25.04.2013 19:43

Vielleicht haben Sie einfach Ihre Idee so ausgedrückt, dass sie missverständlich ankam. Aus der Argumentation glaube ich das zwar weniger. Aber vielleicht wollen Sie es noch einmal versuchen. Insbesondere wäre interessant, was Sie wollen und wieso Ihre Auslese besser ist als die vielen Auslesen, die im laufe der zZeit probiert wurde. Bisher hört sich Ihre Darstellung wenig überzeugend, menschenrechtsfern und äußerst gefährlich an.

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RE: der Wahlberechtigungsschein

#86 von huhngesicht , 25.04.2013 19:57

Vielleicht haben Sie einfach Ihre Idee so ausgedrückt, dass sie missverständlich ankam. Aus der Argumentation glaube ich das zwar weniger. Aber vielleicht wollen Sie es noch einmal versuchen. Insbesondere wäre interessant, was Sie wollen und wieso Ihre Auslese besser ist als die vielen Auslesen, die im laufe der zZeit probiert wurde. Bisher hört sich Ihre Darstellung wenig überzeugend, menschenrechtsfern und äußerst gefährlich an.

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Es ging thematisch ja um verschiedene Dinge. Ausgangspunkt war die Frage, ob wer wie waehlen darf. Darauf aufbauend eroerterten wir die nicht natuerlich zwingend vorgebene Option Buergerrechtssituation nicht anhand beliebiger nationalistisch motivierter Kriterien festzumachen.
Hier muesste man Details in Ruhe abwaegen, damit die Demokratie keinen Schaden nimmt und fuer alle Beteiligten das Beste herauskommt. Eine Moeglichkeit waere da den Status eines wo auch immer lebenden Menschen nach Erreichen der Volljaehrigkeit anhand eines Testes und einer Ueberpruefung auszudefinieren. Davon hinge dann auch ab, wie diese Person waehlen kann.
Erst zuletzt diskutierten wir Extremfaelle wie zB Schwerstkriminelle und welchen Nutzen es fuer alle Beteiligten haben koennte, wenn man Kriminellen Alternativen im Ausland boete, waehrend man gleichzeitig Menschen von wo auch immer leichter einbuergern kann.

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RE: der Wahlberechtigungsschein

#87 von kurt02 , 25.04.2013 23:28

ich will ja nicht mehr ärgern als unbedingt nötig, aber ist die AfD nciht hier http://www.pfohlmann.de/image/galerie/13415AAlteUndNaive.jpg treffend dargestellt?

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RE: Ob das auch Werbung für die AfD ist?

#88 von Achim , 05.05.2013 16:03

Hallo Klaus.

Zitat
Ich glaube gar nichts. Ich habe nur zwei Aussagen gegeneinander gestellt: das AfD-Programm und die Äußerung von Linke-Parteichef Bernd Riexinger, man habe mit der AfD "Null Schnittmenge". Hier nochmal der Link, wo die Äußerung steht: -> http://www.welt.de/politik/deutschland/a...chten-Rand.html

Wenn Sie das NICHT so sehen und glauben, die Linke hätte Schnittmengen, beschweren sie sich also bitte bei Herrn Riexinger, nicht bei mir.



Ich beschwere mich doch garnicht, ich stelle Fragen, die ich für plausibel erachte. Ich glaube, das ist ein ganz normaler Vorgang in einer Diskussion.

Sie haben doch mit Ihrer ironisch-ernstgemeinten Bemerkung eigentlich schon selbst festgestellt, dass die Linke mit der AFD Schnittmengen hat. Sogar sehr viele. Es ist ja sogar die Linke von allen Parteien diejenige, die der AFD am Nächsten steht und am Ähnlichsten ist, die Linke ist die einzige Partei, bei der eine Koalition mit der AFD vorstellbar ist. Die Linke argumentiert auch in relevanten Teilen schon länger so wie die AFD, als es die AFD überhaupt gibt. Auch für Sie der Link zu einer weitgehend harmonischen Unterhaltung zwischen Linke und AFD:

http://www.youtube.com/watch?v=V7eS849SvWU

Insofern ist das also nach Ihrer Lesart eine unschlagbare Antiwerbung für die AFD.

Zitat
Ihnen scheint ja viel an der "Linke" zu liegen - Parteifan oder Mitglied?



Nein, ich wähle ganz langweilig CDU, weil die CDU meinen persönlichen Lebensumständen am Besten entspricht. Genau wie Sie halte ich aber nichts von Grabenkämpfen und Ideologie-Hickhack, sondern glaube, dass die Linke absolut eine Daseinsberechtigung hat, als Partei für wirtschaftlich schlecht gestellte Bürger und ich würde jedem Geringverdiener und Arbeitslosen empfehlen, die Linke zu wählen. Welche Partei auch sonst? Die FDP wird wohl kaum die Interessen von (relativ) Armen vertreten.

Mein Demokratieverständnis geht sogar noch weiter: Ich hielte es für sehr sinnvoll, wenn die Linke und überhaupt jede gewählte Partei in irgendeiner Form ein Mitspracherecht hätte, eben angemessen ihrem Wähleranteil. Das dürfte in der Praxis natürlich schwierig zu realisieren sein, ich halt ees aber für ungerecht, dass eine von Millionen gewählte Partei für 4 Jahre nur auf die Oppositionsbank verbannt wird, weil es für eine Koalition mit Regierungsbeteiligung nicht gereicht hat. Da werden dann ja in dEutschland jeweils die Interessen von ganz knapp der Hälfte der Wähler übergangen, weil meist die Ergebnisse entsprechend kanpp ausfallen. Das kann man ja nicht für gerecht halten, da kann man sich höchsten freuen, wenn man die regierende Partei gewählt hat.


Zitat
Gut. Sie nehmen also Dinge anders wahr als vielleicht ich oder JoG oder andere hier. Jetzt verstehe ich Ihren Hinweis mit der Suche nach Widersprüchen. Tja, dann mal fröhliches Argumentieren - schaun mer mal, was beim argumentativen Abgleich rauskommt. ;-)



Ich habe bislang nur bei mir Argumente gelesen. Ihr "ich glaube garnichts" ist zum Beispiel unglaubwürdig, ebenso weihrauchs Beharren, die Bild verorte Kasper wegen einer Deutschlandfahne als rechts.

Zitat
Naja, so ganz läßt sich "Lagerhickhack" nicht vermeiden, und auch ich bin nur ein Mensch. Aber grundsätzlich haben Sie mich schon richtig wiedergegeben. ;-) Was ich nicht so ganz verstehe, ist, was Sie mit dem ersten Satz, aus dem ich zitiert habe, meinen.



Welchen Satz meinen Sie da?

Zitat
Tja. Wie ich schon schrieb: Schreiben Sie eine Beschwerdemail an Linke-Parteichef Riexinger. Inhalt: Die Linke habe sehr wohl Schnittmengen mit der AfD. Was logischerweise zur Folge hätte, daß Riexinger seine Aussage die AfD bewege sich am rechten Rand vielleicht doch mal korrigieren sollte. Mit freundlichen Grüßen und so.

Denn Riexinger sieht es ja offensichtlich anders.



Riexinger hatte wahrscheinlich nicht das Programm der AFD gelesen und sich lediglich auf den einen Punkt "wir schaffen den Euro ab!" bezogen. Auch das ist offensichtlich. Da Sie das hier thematisieren stünde es eigentlich eher Ihnen an, ihm doch mal eine Mail zu schreiben.

Mein Thema lautet: Sie (sollten) wissen, dass die von Ihnen genannten Punkte sehr wohl im Sinne der Linken sind, trotzdem tun Sie so, als sei das nicht der Fall. Als Ironie und Lustigmachen über den politischen Gegner ist das legitim, aber wenn Sie das nun doch ernst meinen, dann machen Sie da einen Fehler. Sehen Sie den nun ein und stimmen Sie zu, dass AFD und Linke viele Gemeinsamkeiten haben oder nicht? Und wenn nicht, würde ich da gerne mal andere "Argumente" hören als "der Riexinger hat's gesagt". Der Riexinger hat sich geirrt, der ist ja auch nur ein Mensch.


MfG, Achim

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Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#89 von horstR , 05.05.2013 19:45

Nu ist es in Hessen passiert, der erste Landtagsabgeordnete hat sich der AfD angeschlossen.

Ich bin gespannt, ob da noch andere aus anderen Parteien kommen....


Saludos

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RE: Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#90 von JoG , 05.05.2013 20:08

Man es Deutschland nur wünschen.

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RE: Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#91 von huhngesicht , 05.05.2013 20:26

Man es Deutschland nur wünschen.

###
Das ist so durchgeknallt. Einerseits sind Sie grenzverrueckt faschistophob und sehen sich bei voellig gewoehnlichen Vorgaengen an die Nazizeit erinnert. Gleichzeit aber begruessen Sie wohlwollend ausgerechnet gesellschaftliche Elemente, die am ehesten noch weil am rechten Rand abschoepfend populistisch Naehe zum Faschismus haben koennten. Das ist Irrsinn. Schizophren.

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RE: Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#92 von JoG , 05.05.2013 21:29

Ich bin froh, dass Sie in so kurzer Zeit Medizin und Psychiatrie abschließen konnten.
Wenn Sie sich noch die Zeit nehmen die liste der Förderer der AfD zu lesen oder alternatve Ihre üble Nachrede zu belegen, ....

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RE: Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#93 von kjschroeder , 05.05.2013 21:36

Zitat
Ich bin gespannt, ob da noch andere aus anderen Parteien kommen....


Abwarten und Tee trinken. Vereinzelt kann ich mir das schon vorstellen.

Interessant auch die Reaktion der FDP: "Die FDP reagierte zornig und verlangt von Paulus, seinen Sitz im Parlament aufzugeben. Seine bisherigen Parteifreunde wollen nicht hinnehmen, dass das bisherige Mitglied der hessischen FDP-Fraktion weiter im Landtag von Wiesbaden sitzt. "Ich erwarte von ihm, sofort sein Landtagsmandat zurückzugeben", sagte Hessens FDP-Fraktionschef Wolfgang Greilich." (Quelle: Spiegel)

So ist das, wenn ein Abgeordneter seine Gewissensfreiheit einmal nicht dazu nutzt, Fraktions- und Regierungsvorgaben abzunicken: Sie zählt nicht. Es ist dieselbe Gewissensfreiheit, die Deutschland bislang davor "bewahrt" hat, das Anti-Korruptionsabkommen zu unterzeichnen, weil Gewissensfreiheit und Unabhängigkeit ja so wahnsinnig wichtig sind.

Gruß
Klaus

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RE: Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#94 von huhngesicht , 05.05.2013 21:58

Ich bin froh, dass Sie in so kurzer Zeit Medizin und Psychiatrie abschließen konnten.

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Ich bin eigentlich Humangenetiker und weiss ueber alles ein bisschen bescheid (und bestimmt besser als die meisten Aerzte). Was hat das mit dem Thema zutun?
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Wenn Sie sich noch die Zeit nehmen die liste der Förderer der AfD zu lesen oder alternatve Ihre üble Nachrede zu belegen, ....

###
Welche Ueble Nachrede? Niemand stellt infrage, dass die AfD den rechten Rand bedient (gleich, ob man nun von konservativ oder rechtspopulistisch oder gar "ueberparteilich" spricht), auch wenn ich das gar nicht meinte. Sie sind einerseits irrational faschistophob und gleichzeitig Claqueur rechtsaussen. Das ist widersinnig (und ich sprach von den Diskssionen im Forum hier und nicht von der AfD).

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RE: Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#95 von horstR , 05.05.2013 22:12

Hihi, wer erinnert sich nicht in diesem Zusammenhang an Lügilanti und die vier Aufrechten rund um Frau Metzger....? Da spuckt Jörg Uwe Hahn allerdings andere Töne! Lol!


Saludos

HR

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RE: Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#96 von kjschroeder , 05.05.2013 22:35

Zitat
Ich bin eigentlich Humangenetiker und weiss ueber alles ein bisschen bescheid


Ein Humangenetiker weiß etwas über medizinische Diagnostik und molekurarbiologische Forschung.

SIE wissen etwas über das Zumüllen von Foren.

Hören Sie auf. Es ist megapeinlich. Nehmen Sie fachmännischen Rat in Anspruch. Ernsthaft.

Gruß
Klaus

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RE: Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#97 von kjschroeder , 05.05.2013 23:00

Ja. Diese Prinzipienfestigkeit der FDP hat der Wähler später ja auch belohnt. Schaun mer mal, wie sich das JETZIGE Verhalten bemerkbar machen wird.

Gruß
Klaus

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RE: Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#98 von huhngesicht , 05.05.2013 23:28

Ein Humangenetiker weiß etwas über medizinische Diagnostik und molekurarbiologische Forschung.

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Mal ganz abgesehen davon, dass mein "eigentlich" darauf beruhte, dass Forschung medizinisch und biologisch genau das ist, was ich mache, habe ich schlicht auf JoGs wirren Einwand reagiert.
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SIE wissen etwas über das Zumüllen von Foren.

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Eine voellig bezuglose Beleidigung?
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Hören Sie auf. Es ist megapeinlich. Nehmen Sie fachmännischen Rat in Anspruch. Ernsthaft.

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Den Spass erlaube ich mir, daran zu erinnern
Demokraten verwüsteten Büro des Staatsanwaltes (2)

Aber wie Sie meinen. Das war mein letzter Beitrag in diesem Forum. Ich werde den rechtspopulistischen Reigentanz nicht mehr stoeren. Und ja, ich habe mich in Wohlwollen bemueht erniedrigt (ich sollte es besser wissen), aber megapeinlich ist das HIER. Ich wuensche Ihnen viel Erfolg.

Huhngesicht

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RE: Der erste Landtagsabgeordnete gehörte bis gestern zur FDP

#99 von Achim , 05.05.2013 23:32

Guten Abend Huhngesicht,

warum halten Sie die AFD für eine bemerkenswert rechte Partei? Ich kann dem nicht zustimmen, das ist vielleicht Ihrerseits und auch seitens der Presse eine reflexartige Reaktion, weil man die Rückkehr zur D-Mark von den in jeglicher Hinsicht rückwärts gerichteten Rechtsextremisten der NPD kennt. Vom Grundsatz her halte ich das allermeiste das die AFD äußert für richtig. Ich empfehle Ihnen sich bei Youtube einmal alles verfügbare Material anzusehen, das ist nicht allzuviel und man kann es je nach Tätigkeit auch nebenbei laufen lassen. Besonders die Diskussion mit dem Politiker der Linken, die ich schon an Klaus verlinkte, ist sehr interessant, da dort relativ entspannt und ohne großes "Aufeinanderprallen" diskutiert wird.

Das große Problem der Partei ist ihr junges Alter. Sie hatte noch keine Möglichkeit, ihre Pläne nachvollziehbar darzustellen, aber ihr Grundsatz oder ihre Basis der Argumentation scheint mir ad hoc plausibel, nämlich dass es ja unsinnig ist, dass Länder wie Griechenland oder Zypern oder auch andere, wirtschaftlich weniger erfolgreiche (Spanien, Italien werden meist genannt) die 1:1 gleiche Währung haben, wie die erfolgereicheren. Ich bin zwar kein Experte und könnte das nicht erklären, aber es leuchtet doch eigentlich spontan ein, sonst wären ja alle Wechselkurse, bzw. Kursschwankungen unsinnig. Dass dann aber ein Euro aus Griechenland den exakt gleichen Wert hat, wie ein Euro aus Deutschland, ist nicht nachvollziehbar.

Deswegen muss ich hier dem Tenor der Mehrheit der Forumteilnehmer zustimmen: Bei der AFD von einer rechten oder rechtspopulistischen Partei zu sprechen, ist jedenfalls zu kurz gegriffen. Die Partei ist maximal wegen ihres überstürzten Drängens in die Bundestagswahl fragwürdig, sie hätte sich früher gründen müssen, müsste auch ihre konkreten Pläne deutlicher darstellen. Darum werde ich sie auch nicht wählen. Sie mag als Protestpartei gelten, aber hier ist der Protest angebracht, insbesondere hinsichtlich des Aspekts, dass die Milliarden, die in Krisenländer fließen, dort nicht die Bürger vor der Verarmung retten, sondern die Banken und damit die Reichen vor Verlusten, die die sicher recht problemlos verschmerzen könnten.




Übrigens halte ich Sie nicht für "megapeinlich", ich kann Ihren Ärger über die hiesige Argumentationsarmut schon verstehen. Sie sollten sich aber vielleicht weniger darüber aufregen und lieber sachlich bleiben.


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Angesichts der kurzen Zeitspanne nach Ihrem letzten Beitrag ist es wohl glaubwürdig, dass ich meinen Beitrag schon vorher schrieb. Ihren Weggang fänd ich schade, es gibt ja neben Ihnen und Kurt eigentlich kaum noch alternative Meinungen hier.

Achim  
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Jetzt müßte es noch einen Coup geben

#100 von weihrauch , 05.05.2013 23:36

Und Gauweiler, der von seiner Partei fast ausgegrenzt wird, sollte dieser Partei beitreten.
Denn die CSU ist nicht besser als die FDP

weihrauch  
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Ich sehr hier gerade Report....
Grüner Demokrat wünscht Rößler den Tod

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