“Mit mir nicht, du Vollpfosten!”

#1 von kjschroeder , 07.04.2013 18:41

Das ist der richtige Moment, um Chips, Knabbergebäck und das Lieblingsgetränk bereitzustellen.

Denn im Web beginnt sich eine Diskussion aufzubauen, die ich dem Forum nicht vorenthalten möchte. Hauptdarsteller (bis jetzt): Akif Pirincci, Henryk Broder, Ruprecht Polenz, und ein Radio-Bremen-Journalist.

Worum geht es?

Pirincci (wer ihn noch nicht kennt: über den deutsch-türkischen Schriftsteller gibt es hier ein wiki ) schrieb bei ADG unter dem Titel "Das Schlachten hat begonnen" einen Essay über einen evolutionären Prozeß der besonderen Art: "...immer mehr und in immer kürzeren Abständen erfolgenden Bestialitäten, die zumeist von jungen Männern moslemischen Glaubens an deutschen Männern begangen werden. (Es befinden sich unter den Opfern nie Frauen. Die werden in der Regel vergewaltigt,...."

Warum er das so erzählt, in dieser Art? "Weil es sich bei der letztmaligen Tötung eines jungen Deutschen namens Daniel S. von Türken in Kirchweyhe im Grunde um einen beispielhaft evolutionären Vorgang handelt, nämlich um den schleichenden Genozids an einer bestimmten Gruppe von jungen Männern."

Natürlich gab es bei den Wahrnehmungsverweigerern ein großes "Hallo" - u.a. bei Radio Bremen und auch bei Ruprecht Polenz, dem linken U-Boot in der CDU, der auf seiner Facebook-Seite dem RB-Journalisten Raum gab. Was wiederum Henryk Broder nicht ruhen ließ, schließlich gibt Polenz allem und jedem, was irgendwie "israelkritisch" (ergo moslemfreundlich) daherkommt, breiten Raum. Worüber sich Broder dann ausließ (wer die story mit der "Kostümjüdin" mitverfolgt hat, wird wissen: berechtigt ausließ). Aber es ist nicht nur diese Geschichte - Polenz' offenkundige Israel-"Liebe" fiel auch noch anderen auf - wie diesem Kölner Blogger.

Akif Pirincci hat sich nun auch wieder zu Wort gemeldet - mit der für ihn typischen kernigen Sprache und Wortwahl, der ich die Überschrift entnommen habe.

Ich bin neugierig, wie es weitergeht.

Prognosen?

Gruß
Klaus


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RE: “Mit mir nicht, du Vollpfosten!”

#2 von huhngesicht , 07.04.2013 19:57

Ich finde es bei diesem Artikel schwierig, noch die Grenze zwischen Polemik und ungewollter Satire zu ziehen. Generell empfinde ich es als befremdlich, wenn Menschen sich ueber ein konstruiertes "anti-anti" definieren. Da gibt es Faschisten, dann Antifaschisten und dann braucht es wegen der gestoerten Ueberzogenheit der Antifaschisten angeblich Antiantifaschisten, weil die ganze normale Welt vermeintlich aus gestoerten Antifaschisten besteht, aus Gutmenschen, die die Wahrheit aus Gruenden von PC nicht aussprechen. Genau hier liegt aber der Denkfehler, weil das schlicht nicht stimmt. Den Antiantis reicht nur die Wahrheit nicht. Sie wollen warum auch immer darueber hinausgehend hetzend polarisieren. So wie kleine Jungs im Kindergarten, die Spass am Pruegeln haben. Oder wie Hooligans. Deswegen findet man vermutlich auch so wenig Frauen, die das machen. Um zB auf das Beispiel zu kommen, hat der besagte Tuerke auch schon einen Freund mit dem Messer abgestochen (der war vermutlich muslimischer Tuerke). Mit der Evolution laeuft da was zumindest nicht gradlinig.

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Wir sind ja schon mitten dabei

#3 von weihrauch , 07.04.2013 22:51

Es gibt ja schon einige Themen dazu hier im Forum.
Es muß nur mehr Leben in diese Themen eingehaucht werden - dazu zählt natürlich auch eine deftige Sprache.
Gegenseitige Komplimente kann man sich bei Häkelstunden zuwerfen.
Das Thema: "Das große Schlachten" wird übrigens schon in einem anderen Forum diskutiert - dort geht es zur Sache.
Das die Türken so leichtes Spiel haben, liegt auch an der selbstverordneten Zurückhaltung.
Ja nicht anecken - lieber zurückstecken - immer höflich und sachlich bleiben.
Damit kann man sich 2013 nicht einmal mehr bei Messdienern Gehör verschaffen.

Ich weiß, daß es nicht gerne gesehen wird, aber ich verlinke trotzdem einmal einen Artikel der JF zu diesem Thema, weil ich in der TAZ, Berliner Zeitung, Süddeutsche oder der "Zeit" nichts ähnliches gefunden habe.

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-...439e6063.0.html

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#4 von kjschroeder , 08.04.2013 00:23

Zitat
Ich weiß, daß es nicht gerne gesehen wird, aber ich verlinke trotzdem einmal einen Artikel der JF


Da machen Sie sich mal keinen Kopf - hier wird zur taz und zum Spiegel verlinkt, da kann sehr wohl auch zur JF verlinkt werden. Gar kein Thema.

Gruß
Klaus

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#5 von kjschroeder , 08.04.2013 00:33

Zitat
Das die Türken so leichtes Spiel haben, liegt auch an der selbstverordneten Zurückhaltung.


Es liegt m.E. NUR daran. Und "Zurückhaltung" trifft es m.E. auch nicht. Es ist Gesinnungsterror, verbunden mit Weggucken, Relativieren, Schönreden.

Und dann darf man die europäische Komponente nicht vergessen - diese Zustände gibt es ja EU-weit, und z.T. schlimmer als hier.

So, wie ich das mittlerweile befürchte, werden wir von einer politischen Klasse EU-weit regiert, die zielgerichtet den Völkeraustausch vorantreibt. Die sich frei nach Brecht ("die Regierung solle sich ein neues Volk wählen") neue - autoritätshörige - Völker zusammenbastelt.

Es ist ein Rassismus von Weißen, der sich gegen Weiße richtet und gegen seine Kultur. Hier gibts ein Beispiel -> http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...e-a-879988.html

Gruß
Klaus


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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#6 von huhngesicht , 08.04.2013 00:34

Es gibt ja schon einige Themen dazu hier im Forum.
Es muß nur mehr Leben in diese Themen eingehaucht werden - dazu zählt natürlich auch eine deftige Sprache.
Gegenseitige Komplimente kann man sich bei Häkelstunden zuwerfen.
Das Thema: "Das große Schlachten" wird übrigens schon in einem anderen Forum diskutiert - dort geht es zur Sache.
Das die Türken so leichtes Spiel haben, liegt auch an der selbstverordneten Zurückhaltung.

###
Ich finde den Beitrag nicht wieder, auf den meine Antwort noch besser gepasst haette. Sie erwecken stets den Eindruck, als wuerden sie gerade das an Tuerken oder Tuerkischstaemmigen bewundern (was man ihnen (Tuerken) unterstellt), sie regelrecht darum beneiden, was man an diesen kritisiert. Ihre Unangepasstheit bei einem Leben im Ausland. Die Pflege des Nationalstolzes. Die fehlende Bereitschaft, sich kultuell zu oeffnen. Eben all das Schlechte, was ja zurecht auf Teile zutreffend kritisiert wird. Und ihre Antwort darauf ist dann nicht etwa eine Abkehr von kritikwuerdiger Gesinnung sondern der Wunsch nach Nachahmung nur mit anderen Vorzeichen. Das ist paradox. Der Islamist aehnelt vielleicht einem Tempelritter. Ein ueberzeugter Katholik haelt die linke Wange hin. Das ist zwar bizarr, aber sie passen doch viel besser zu diesen Tuerken, die sie nicht moegen. Wenn sie sich die Haare faerbten und einfach nur die Seiten wechseln, dann wuerden ihre Feinde sie lieben ;-)
Und genau darin liegt der Betrachtungsunterschied, der nichts mit Gutmenschentum zutun hat. Will man (wie Jesus uebrigens) menschenverbindend wirken oder will man lieber polarisierend trennen?

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#7 von weihrauch , 08.04.2013 03:27

Zitat von huhngesicht im Beitrag #6

###
Ich finde den Beitrag nicht wieder, auf den meine Antwort noch besser gepasst haette. Sie erwecken stets den Eindruck, als wuerden sie gerade das an Tuerken oder Tuerkischstaemmigen bewundern (was man ihnen (Tuerken) unterstellt), sie regelrecht darum beneiden, was man an diesen kritisiert. Ihre Unangepasstheit bei einem Leben im Ausland. Die Pflege des Nationalstolzes. Die fehlende Bereitschaft, sich kultuell zu oeffnen. Eben all das Schlechte, was ja zurecht auf Teile zutreffend kritisiert wird. Und ihre Antwort darauf ist dann nicht etwa eine Abkehr von kritikwuerdiger Gesinnung sondern der Wunsch nach Nachahmung nur mit anderen Vorzeichen. Das ist paradox. Der Islamist aehnelt vielleicht einem Tempelritter. Ein ueberzeugter Katholik haelt die linke Wange hin. Das ist zwar bizarr, aber sie passen doch viel besser zu diesen Tuerken, die sie nicht moegen. Wenn sie sich die Haare faerbten und einfach nur die Seiten wechseln, dann wuerden ihre Feinde sie lieben ;-)
Und genau darin liegt der Betrachtungsunterschied, der nichts mit Gutmenschentum zutun hat. Will man (wie Jesus uebrigens) menschenverbindend wirken oder will man lieber polarisierend trennen?

Huhngesicht


Ich versuche mal, auf jeden Punkt einzugehen.
Es stimmt, ich bewundere das überproportionale Selbstbewußtsein der Türken - sie pfeifen auf ihre Vergangenheit in Bezug auf Armenien - und sie haben Erfolg damit.
Die Welt vermeidet das Thema.
Die Deutschen wiederum pflegen ihre Schandtaten - Schuldstolz.
Es hat sich in Deutschland eine gefährliche Mischung entwickelt:
Die jungen Türken haben einen ausgeprägten Nationalstolz - die deutschen Jugendlichen dagegen sind ausgesprochen antideutsch, was ihnen jahrzehntelang, besonders nach der Einheit eingetrichtert wurde.
Das ist ein gewaltiger Punktgewinn für die Türken.
Ich hoffe inständig, daß die Türkei auch für die nächste WM die Qualifikation nicht schafft.

Und das war der Übergang zu Ihrer Behauptung, die Türken passen besser zu mir.
Ich kann Ihnen wirklich versichern, daß es nur bei der Bewunderung dieser Eigenschaften bleibt - ansonsten habe ich mit der Türkei und den Türken N I C H T S am Hut.

Unsere Regierung und Landesregierungen dagegen verachte ich auf das tiefste.
Die NSU-Posse ist der Beweis dafür. Den Türken das Geld in den Ar....stecken - für deutsche Mordopfer durch Türken aber mitleidslos.


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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#8 von JoG , 08.04.2013 10:39

""""Es ist ein Rassismus von Weißen, der sich gegen Weiße richtet und gegen seine Kultur.""""

Es hört sich an wie eine andere Zeit. Erinnern Sie sich an das Problem mit den Juden? Damals hätte der Satz genau getroffen.

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#9 von kjschroeder , 08.04.2013 12:33

Zitat
Es hört sich an wie eine andere Zeit. Erinnern Sie sich an das Problem mit den Juden? Damals hätte der Satz genau getroffen.

Ganz recht. Genau deswegen steht der Satz auch so da. Denn ich gehe davon aus, daß uns in diesem Jahrhundert die 30er erheblich früher begegnen werden. Dank rot-grün-schwarzer Umerziehung, Intoleranz, Euro-Besessenheit, Schuldenmacherei, Besserwisserei, Arroganz. Und Unfähigkeit.

Gruß
Klaus

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#10 von huhngesicht , 08.04.2013 13:11

Ich versuche mal, auf jeden Punkt einzugehen.
Es stimmt, ich bewundere das überproportionale Selbstbewußtsein der Türken - sie pfeifen auf ihre Vergangenheit in Bezug auf Armenien - und sie haben Erfolg damit.

###
Hier kommen gleich mehrere Aspekte zusammen. Erstens wird die offizielle abwiegelnde Haltung der Tuerkei zum Voelkermord durchaus wiederholt inernational kritisiert (was soll Erfolg im Kontext des Leugnens bedeuten, und finden sie sowas etwa vorbildlich?). Zweitens war der Voelkermord an den Armeniern sicherlich abscheulich, reicht aber bei weitem nicht an die Qualitaet des Holocaust heran. Und drittens spielt Deutschland international in einer ganz anderen Liga als die Tuerkei und traegt entsprechend Verantwortung. Zurecht bemueht es sich um Vorbildfunktion und kommt nicht auf die Idee, den Holocaust schoenzureden.
###

Die Welt vermeidet das Thema.

###
Unsinn
http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lker...ern#Deutschland
###

Die Deutschen wiederum pflegen ihre Schandtaten - Schuldstolz.

###
Die Deutschen sind erste Macht in Europa. Man pflegt das Andenken an die Schande, damit bloss niemand auf die Idee kommt, angst vor Deutschland haben zu muessen oder die Schandtaten gegen Deutschland zu verwenden. Das ist doch voellig simpel. Wenn Deutschland seine Schande selbst permanent anmahnt und daran erinnert, dann muss und kann es kein anderer tun. Und es passiert dennoch, dass die Griechen zB Merkel mit Hitlerbaertchen malen.
###

Es hat sich in Deutschland eine gefährliche Mischung entwickelt:
Die jungen Türken haben einen ausgeprägten Nationalstolz - die deutschen Jugendlichen dagegen sind ausgesprochen antideutsch, was ihnen jahrzehntelang, besonders nach der Einheit eingetrichtert wurde.

###
Wie kommen sie auf sowas? Wer soll antideutsch sein, was ist das ueberhaupt? Man stellt doch einem ueberzogenen kritikwuerdigen Nationalstolz mancher Tuerken keinen ueberzogenen eigenen gegenueber. Und bedenken sie die jungen Maenner besonders in den neuen Bundeslaendern, die stolz auf ihre national befreiten Zonen sind. Das ist wenn gefaehrlich. Da hat das mit dieser erfundenen Eintrichterei des Antideutschtums wohl nicht so ganz funktioniert.
###

Das ist ein gewaltiger Punktgewinn für die Türken.

###
Worin liegt der Gewinn? Bei asozialen Strassenkaempfen mag das vielleicht ein Vorteil sein, aber man strebt ja keine Gesellschaft aus Asozialen an.
###

Und das war der Übergang zu Ihrer Behauptung, die Türken passen besser zu mir.
Ich kann Ihnen wirklich versichern, daß es nur bei der Bewunderung dieser Eigenschaften bleibt - ansonsten habe ich mit der Türkei und den Türken N I C H T S am Hut.

###
Eben, sie bewundern die einzig schlechte Eigenart mancher Tuerken und kennen sonst vermutlich nicht mal welche. Oder irre ich mich? Mir besser bekannte Tuerken unterscheiden sich von Deutschen praktisch nicht (bei einem wusste ich nicht mal, dass er tuerkischstaemmig ist, weil die Familie Christen sind). Und bei Muslimen nimmt man bei Grillfesten Ruecksicht mit der Art und Weise, wie man das Fleisch drapiert. Und das war es auch schon. Ich hatte auch mal eine tuerkischstaemmige Nachhilfeschuelerin. An der war nichts tuerkisch ausser dem Namen.
###

Unsere Regierung und Landesregierungen dagegen verachte ich auf das tiefste.
Die NSU-Posse ist der Beweis dafür. Den Türken das Geld in den Ar....stecken

###
Was wo der Fall sein soll?
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- für deutsche Mordopfer durch Türken aber mitleidslos.

###
Auch das ist Unsinn. Mord ist Mord und wird entsprechend behandelt. Dass man die NSU-Taten besonders diskutiert, liegt erstens daran, dass man viel zu lange diese nicht angemessen verfolgt hat und zweitens wieder an der Verantwortung, weil es Taten "in deutschem Namen" sein sollten. Das weist man als anstaendiger Deutscher betont von sich und klaert entsprechend gut auf, damit das nicht andere machen koennen.

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#11 von weihrauch , 08.04.2013 15:14

Zitat von huhngesicht im Beitrag #10
Ich versuche mal, auf jeden Punkt einzugehen.
Es stimmt, ich bewundere das überproportionale Selbstbewußtsein der Türken - sie pfeifen auf ihre Vergangenheit in Bezug auf Armenien - und sie haben Erfolg damit.

###
Hier kommen gleich mehrere Aspekte zusammen. Erstens wird die offizielle abwiegelnde Haltung der Tuerkei zum Voelkermord durchaus wiederholt inernational kritisiert (was soll Erfolg im Kontext des Leugnens bedeuten, und finden sie sowas etwa vorbildlich?). Zweitens war der Voelkermord an den Armeniern sicherlich abscheulich, reicht aber bei weitem nicht an die Qualitaet des Holocaust heran. Und drittens spielt Deutschland international in einer ganz anderen Liga als die Tuerkei und traegt entsprechend Verantwortung. Zurecht bemueht es sich um Vorbildfunktion und kommt nicht auf die Idee, den Holocaust schoenzureden.
###
Es lodert ab und zu ein Flämmchen auf, was internationale Kritik bedeutet.
Erdogan verbittet sich hierzu jede Einmischung, was international auch akzeptiert wird.
Eine Verurteilung blieb aus - selbst Obama hält sich zurück. Bei Sarkozy war es lediglich Wahlkampf.
Das heißt nicht, daß ich den Taten seitens der Türken gleichgültig gegenüberstehe, sondern lediglich, wie souverän die Türkei damit umgeht. Und die türkische Bevölkerung steht voll hinter ihm.
Übrigens ist Ihre Bemerkung auch nicht gerade hilfreich, wenn Sie schreiben, daß die Qualität nicht an den Holocaust reicht.
Damit relativieren Sie das Verbrechen an den Armeniern und bestätigt auch meine Einstellung, daß dem größten Teil der internationalen Gemeinschaft dieses Thema lästig ist.


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Die Deutschen wiederum pflegen ihre Schandtaten - Schuldstolz.

###
Die Deutschen sind erste Macht in Europa. Man pflegt das Andenken an die Schande, damit bloss niemand auf die Idee kommt, angst vor Deutschland haben zu muessen oder die Schandtaten gegen Deutschland zu verwenden. Das ist doch voellig simpel. Wenn Deutschland seine Schande selbst permanent anmahnt und daran erinnert, dann muss und kann es kein anderer tun. Und es passiert dennoch, dass die Griechen zB Merkel mit Hitlerbaertchen malen.
###
Wer sollte Angst vor Deutschland haben? Und vor welcher Bevölkerungsstruktur?
Etwa vor den 50 KZ-Aufsehern, die jetzt zu einem neuen Schauprozeß vor Gericht gezerrt werden sollen?
Es ja auch alles drahtige junge Männer.
Ne..ne, das ist lediglich ein Hobby des deutsche Establishment, die 30er Jahre wachzuhalten.
Der Erfolg gibt ihnen Recht ... das Verhältnis zu Staaten wie Zypern, Griechenland, Portugal war seit Kriegsende noch nie so schlecht wie heute.


Es hat sich in Deutschland eine gefährliche Mischung entwickelt:
Die jungen Türken haben einen ausgeprägten Nationalstolz - die deutschen Jugendlichen dagegen sind ausgesprochen antideutsch, was ihnen jahrzehntelang, besonders nach der Einheit eingetrichtert wurde.

###
Wie kommen sie auf sowas? Wer soll antideutsch sein, was ist das ueberhaupt? Man stellt doch einem ueberzogenen kritikwuerdigen Nationalstolz mancher Tuerken keinen ueberzogenen eigenen gegenueber. Und bedenken sie die jungen Maenner besonders in den neuen Bundeslaendern, die stolz auf ihre national befreiten Zonen sind. Das ist wenn gefaehrlich. Da hat das mit dieser erfundenen Eintrichterei des Antideutschtums wohl nicht so ganz funktioniert.
###
Ja natürlich - die deutsche Durchschnittsjugend besteht aus den Jugendorganisationen von "Grünen", Jusos und Linksjugend.
Und was die "neuen Bundesländer" betrifft, so leben Sie in der Vergangenheit.
Das war Anfang der 90er Jahre. Heute sind diese Gebiete antinational befreit - die entsprechenden Personen sind entweder im Westen gelandet oder ausgewandert bezw. älter geworden. Wer 1991 ein junger Mann war, ist es heute nicht mehr.

Das ist ein gewaltiger Punktgewinn für die Türken.

###
Worin liegt der Gewinn? Bei asozialen Strassenkaempfen mag das vielleicht ein Vorteil sein, aber man strebt ja keine Gesellschaft aus Asozialen an.
###

Und das war der Übergang zu Ihrer Behauptung, die Türken passen besser zu mir.
Ich kann Ihnen wirklich versichern, daß es nur bei der Bewunderung dieser Eigenschaften bleibt - ansonsten habe ich mit der Türkei und den Türken N I C H T S am Hut.

###
Eben, sie bewundern die einzig schlechte Eigenart mancher Tuerken und kennen sonst vermutlich nicht mal welche. Oder irre ich mich? Mir besser bekannte Tuerken unterscheiden sich von Deutschen praktisch nicht (bei einem wusste ich nicht mal, dass er tuerkischstaemmig ist, weil die Familie Christen sind). Und bei Muslimen nimmt man bei Grillfesten Ruecksicht mit der Art und Weise, wie man das Fleisch drapiert. Und das war es auch schon. Ich hatte auch mal eine tuerkischstaemmige Nachhilfeschuelerin. An der war nichts tuerkisch ausser dem Namen.
###

Unsere Regierung und Landesregierungen dagegen verachte ich auf das tiefste.
Die NSU-Posse ist der Beweis dafür. Den Türken das Geld in den Ar....stecken

###
Was wo der Fall sein soll?
###
Ich nehme immer noch das Beispiel von Daniel S. aus Weihe.
Ich gehöre zu den Personen, die der Mutter Geld für die Beerdigung überwiesen hat.
Die Schande der Landesregierung aus Hannover hat sich nur auf die NSU-Opfer eingeschossen.


- für deutsche Mordopfer durch Türken aber mitleidslos.

###
Auch das ist Unsinn. Mord ist Mord und wird entsprechend behandelt. Dass man die NSU-Taten besonders diskutiert, liegt erstens daran, dass man viel zu lange diese nicht angemessen verfolgt hat und zweitens wieder an der Verantwortung, weil es Taten "in deutschem Namen" sein sollten. Das weist man als anstaendiger Deutscher betont von sich und klaert entsprechend gut auf, damit das nicht andere machen koennen.

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Au ... das Wort "anständiger Deutscher" ist vorbelastet, spätestens seit Gerhard Schröders umstrittener Auftritt 2001 vor dem Brandenburger Tot, wo er seine "Landsleute" fälschlicher Weise verdächtigte, an einem Anschlag in Düsseldorf beteiligt zu sein. Es waren Araber.

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#12 von huhngesicht , 08.04.2013 17:16

Es lodert ab und zu ein Flämmchen auf, was internationale Kritik
bedeutet.
Erdogan verbittet sich hierzu jede Einmischung, was international
auch akzeptiert wird.

2###
Was sollte man auch sonst machen? Es wuerde international auch folgenlos
bleiben, wenn man nicht mal wieder ein neues Mahnmal in Deutschland
errichtete. Woran misst man sich denn? Will man lieber taeuschend
verleugnend unehrlich und unredlich seine Geschichte unter den Teppich
kehren oder aufrecht dazu stehen? Ich kann ja gerade noch
nachvollziehen, dass man den Umgang der Tuerkei mit dem Voelkermord an
den Armeniern kritisiert, nicht aber dass man das sozusagen als
vorbildlich bezueglich des Umganges mit dem Holocaust in Deutschland
auch machen sollte.
2###

Eine Verurteilung blieb aus - selbst Obama hält sich zurück. Bei
Sarkozy war es lediglich Wahlkampf.
Das heißt nicht, daß ich den Taten seitens der Türken gleichgültig
gegenüberstehe, sondern lediglich, wie souverän die Türkei damit umgeht.

2###
Was ist denn souveraen daran, feige zu luegen?
2###

Und die türkische Bevölkerung steht voll hinter ihm.
Übrigens ist Ihre Bemerkung auch nicht gerade hilfreich, wenn Sie
schreiben, daß die Qualität nicht an den Holocaust reicht.
Damit relativieren Sie das Verbrechen an den Armeniern und
bestätigt auch meine Einstellung, daß dem größten Teil der
internationalen Gemeinschaft dieses Thema lästig ist.

2###
Ich relativiere nicht, sondern beruecksichtige als Deutscher die
Qualitaet des Holocaust. Es waere Aufgabe der Tuerken, dies aehnlich mit
dem Voelkermord an Armeniern zu machen.
Sie wollen dergestalt relativieren, dass man den Holocauts doch
moeglichst nicht mehr beachten sollte, weil der Voelkermord an den
Armeniern relativ wenig Beachtung erfaehrt. Es stellt sich mir immer
wieder die Frage nach dem Warum.
Was kann denn schlecht daran sein, wenn ein Volk aufrichtig zu seiner
Schuld steht?
2###


Wer sollte Angst vor Deutschland haben? Und vor welcher
Bevölkerungsstruktur?
Etwa vor den 50 KZ-Aufsehern, die jetzt zu einem neuen Schauprozeß
vor Gericht gezerrt werden sollen?

2###
Potentielle Angst geht vor allem von Deutschland als Wirtschaftsmacht
aus. Dass es Europa dominiert, ist ja kein Geheimnis.
2###

Es ja auch alles drahtige junge Männer.
Ne..ne, das ist lediglich ein Hobby des deutsche Establishment, die
30er Jahre wachzuhalten.
Der Erfolg gibt ihnen Recht ... das Verhältnis zu Staaten wie
Zypern, Griechenland, Portugal war seit Kriegsende noch nie so schlecht
wie heute.

2###
Und es waere noch sehr viel schlechter, wenn Deutschland nicht immer
wieder seine Schuld und Schande in Demut anerkennen wuerde. Das
Verhaeltnis ist nicht deswegen sondern trotzdem schlecht. Man stelle
sich die Situation mal vor mit einer rechtspopulistischen Partei in der
Regierung.
2###

Ja natürlich - die deutsche Durchschnittsjugend besteht aus den
Jugendorganisationen von "Grünen", Jusos und Linksjugend.

2###
Die Durchschnittsjugend ist unpolitisch.
2###

Und was die "neuen Bundesländer" betrifft, so leben Sie in der
Vergangenheit.
Das war Anfang der 90er Jahre. Heute sind diese Gebiete
antinational befreit - die entsprechenden Personen sind entweder im
Westen gelandet oder ausgewandert bezw. älter geworden. Wer 1991 ein
junger Mann war, ist es heute nicht mehr.

2###
Wikipedia sieht das anders:
http://de.wikipedia.org/wiki/National_befreite_Zone
2###

Unsere Regierung und Landesregierungen dagegen verachte ich auf das
tiefste.
Die NSU-Posse ist der Beweis dafür. Den Türken das Geld in den
Ar....stecken

###
Was wo der Fall sein soll?
###

Ich nehme immer noch das Beispiel von Daniel S. aus Weihe.
Ich gehöre zu den Personen, die der Mutter Geld für die Beerdigung
überwiesen hat.

2###
Das ist freundlich, aber was hat das mit ihrer Behauptung zutun, man wuerde Tuerken alles in den A... schieben, waehrend man bei deutschen Toten mitleidlos waere? Das ist frei erfunden. Daniel S. wurde Opfer von Jugendkriminalitaet (die Taeter waren in diesem Fall tuerkischstaemmig, wobei es keinen Anhaltspunkt gibt, dass der Taeter deutschenhassmotiviert gehandelt hat (er hatte frueher ja schon einen seiner Freunde abgestochen)) und ueber den Fall wurde ausfuehrlich mitleidig berichtet (sie haben doch selbst den BILD-Artikel verlinkt). Und dass relativ (nicht absolut) der Anteil von nicht Ursprungsdeutschen bei Kriminellen hoeher ist, liegt daran, dass sie vermehrt zur bildungsfernen Schicht gehoeren.
2###

Die Schande der Landesregierung aus Hannover hat sich nur auf die
NSU-Opfer eingeschossen.

2###
Ist das so? Ich kenne die Opfer nicht, erinnere mich nur an irgendwelche anonymen Doenerbudenbetreiber. Medial ausgeschlachtet hat man die schon deshalb nicht, weil die Taten teilweise laengere Zeit zurueckliegen. Umfangreich berichtet wurde ueber die Taeter und das peinliche Versagen der Behoerden. Faellt ihnen zB ein einziger Name eines Opfers spontan ein (ueber die angeblich so unendlich viel bereichtet wird)? Der NSU wurde teilweise mit der RAF verglichen, das ist alles.
2###


Au ... das Wort "anständiger Deutscher" ist vorbelastet, spätestens seit
Gerhard Schröders umstrittener Auftritt 2001 vor dem Brandenburger Tot,
wo er seine "Landsleute" fälschlicher Weise verdächtigte, an einem
Anschlag in Düsseldorf beteiligt zu sein. Es waren Araber.

2###
Er hat nicht seine Landsleute verdaechtigt sondern die Oeffentlichkeit vermutete kriminelle Rechtsextremisten als Taeter. Dass es stattdessen Araber waren, wertet andere kriminelle Rechtsextremisten ja nicht auf. Wobei man entscheidend differenzieren muss, ist die rassistische Verleumdung von Menschen und der Kritik an einer Gesinnung und entsprechenden Gesinnungstaten. Pauschale Kritik an Tuerken nennt sich Rassismus. Wenn man hingegen islamistische Attentaeter kritisiert, ist das voellig angemessen. Und selbst wenn es Islamisten gibt, die persoenlich keinen Attentate ausfuehren, kann man ihre Gesinnung kritisieren. Ebenso kritisiert man auch keine Deutschen, wenn man zB den NSU oder kriminelle Gesinnungstaten von NSU-Personen kritisiert. Ein Mensch ist nicht automatisch gut oder schlecht, nur weil er Deutscher oder Tuerke ist. Beide koennen gut und beide koennen scheisse sein.

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#13 von weihrauch , 08.04.2013 18:43

[quote="kjschroeder"|p3364]
Ich relativiere nicht, sondern beruecksichtige als Deutscher die
Qualitaet des Holocaust. Es waere Aufgabe der Tuerken, dies aehnlich mit
dem Voelkermord an Armeniern zu machen.
Sie wollen dergestalt relativieren, dass man den Holocauts doch
moeglichst nicht mehr beachten sollte, weil der Voelkermord an den
Armeniern relativ wenig Beachtung erfaehrt. Es stellt sich mir immer
wieder die Frage nach dem Warum.
Was kann denn schlecht daran sein, wenn ein Volk aufrichtig zu seiner
Schuld steht?
2###

2###
Und es waere noch sehr viel schlechter, wenn Deutschland nicht immer
wieder seine Schuld und Schande in Demut anerkennen wuerde. Das
Verhaeltnis ist nicht deswegen sondern trotzdem schlecht. Man stelle
sich die Situation mal vor mit einer rechtspopulistischen Partei in der
Regierung.
2###

Richtig - es ist die Aufgabe der Türken. Und die leben gut damit, ihre Geschichte in Bezug auf Armenien nicht aufzuarbeiten - Entzugserscheinungen haben sie dabei auch nicht.
Es wird einfach ignoriert - und vom größten Teil der Weltgemeinschaft akzeptiert - auch von den Deutschen.

Die Kriegsvergangenheit war in West-Deutschland 1966 weitgehend abgeschlossen - man war mit sich im Reinen - sowohl wirtschaftlich als auch politisch.
Als grasfressende Kühe haben sich dann die 68er - die verwöhnten Millionärsöhne und Töchter betätigt.
Sie haben wieder alles hochgekocht und den politischen Unfrieden ins Land getragen.

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#14 von huhngesicht , 08.04.2013 19:19

Richtig - es ist die Aufgabe der Türken. Und die leben gut damit, ihre Geschichte in Bezug auf Armenien nicht aufzuarbeiten - Entzugserscheinungen haben sie dabei auch nicht.
Es wird einfach ignoriert - und vom größten Teil der Weltgemeinschaft akzeptiert - auch von den Deutschen.

3###
Ich wiederhole meine Frage, was der Vergleich ueberhaupt bezwecken soll? Man sollte auch bedenken, dass der Voelkermord an den Armeniern eine Randerscheinung des Ersten Weltkrieges war (relativ wenig eindruecklich, kaum kriegsrelevant in der armenischen Pampa und nochmal 30 Jahre mehr in der Vergangenheit). Der Holocaust war eines der eindruecklichsten Komponenten des Zweitens Weltkrieges.
3###

Die Kriegsvergangenheit war in West-Deutschland 1966 weitgehend abgeschlossen - man war mit sich im Reinen - sowohl wirtschaftlich als auch politisch.

3###
Das soll wohl ein Witz sein. Die Gesellschaft war in einem sich selbst taeuschenden luegenden reaktionaeren Spiessbuergertum gefangen. Das gebar ja ueberhaupt erst die 68er und auch die RAF zB. Im Reinen, das ist echt koestlich ;-)
3###

Als grasfressende Kühe haben sich dann die 68er - die verwöhnten Millionärsöhne und Töchter betätigt.
Sie haben wieder alles hochgekocht und den politischen Unfrieden ins Land getragen.

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Sie haben erstmalig als Nichttaetergeneration, der man eine Pseudoaufarbeitung bzw Entnazifizierung noch aufzwingen musste, nachgefragt. Nicht jeder findet es schoen, wenn Wahrheiten unter dem Teppich schlummern und Hauptsache der Gartenzwerg des Nachbarn freundlich laechelt. Es ist vielleicht eine Generationenfrage. Selbst mein Vater hat noch diese Einstellung. Alles ist gut, wenn man nur so tut. Schrecklich.

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#15 von weihrauch , 08.04.2013 19:37

Zitat von huhngesicht im Beitrag #14
Richtig - es ist die Aufgabe der Türken. Und die leben gut damit, ihre Geschichte in Bezug auf Armenien nicht aufzuarbeiten - Entzugserscheinungen haben sie dabei auch nicht.
Es wird einfach ignoriert - und vom größten Teil der Weltgemeinschaft akzeptiert - auch von den Deutschen.

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Ich wiederhole meine Frage, was der Vergleich ueberhaupt bezwecken soll? Man sollte auch bedenken, dass der Voelkermord an den Armeniern eine Randerscheinung des Ersten Weltkrieges war (relativ wenig eindruecklich, kaum kriegsrelevant in der armenischen Pampa und nochmal 30 Jahre mehr in der Vergangenheit). Der Holocaust war eines der eindruecklichsten Komponenten des Zweitens Weltkrieges.

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Es ist auch eine Schizophrenie der Deutschen, den Holocaust als etwas EINMALIGES zu bezeichnen.
Warum eigentlich?
Völkermord wird nicht in Zahlen gemessen - und Völkermord wurde von vielen Völkern betrieben.
Alsp ist der Holocaust ein Völkermord wie JEDER ANDERE

Die Kriegsvergangenheit war in West-Deutschland 1966 weitgehend abgeschlossen - man war mit sich im Reinen - sowohl wirtschaftlich als auch politisch.

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Das soll wohl ein Witz sein. Die Gesellschaft war in einem sich selbst taeuschenden luegenden reaktionaeren Spiessbuergertum gefangen. Das gebar ja ueberhaupt erst die 68er und auch die RAF zB. Im Reinen, das ist echt koestlich ;-)
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Dieses Spiessbürgertum war aber eine Insel der Glückseligkeit - keine krankhafte Selbstzerfleischung, wie sie die unglückseligen 68er betrieben.

Als grasfressende Kühe haben sich dann die 68er - die verwöhnten Millionärsöhne und Töchter betätigt.
Sie haben wieder alles hochgekocht und den politischen Unfrieden ins Land getragen.

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Sie haben erstmalig als Nichttaetergeneration, der man eine Pseudoaufarbeitung bzw Entnazifizierung noch aufzwingen musste, nachgefragt. Nicht jeder findet es schoen, wenn Wahrheiten unter dem Teppich schlummern und Hauptsache der Gartenzwerg des Nachbarn freundlich laechelt. Es ist vielleicht eine Generationenfrage. Selbst mein Vater hat noch diese Einstellung. Alles ist gut, wenn man nur so tut. Schrecklich.

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Eben - verwöhnte Wohlstandskinder, die mit sich selber nichts anzufangen wußten und den Selbsthass salonfähig machten.
Ich muß mich immer wieder wundern, wie diese "vollgefressene Nachkriegsgeneratin" auf die Erlebnisgeneration herabsieht - wegen der Pseudoaufarbeitung.
Diese Generation lag zwischen 1945 und 1960 nicht auf Frau Holles Rasenteppich, sondern mußte sich wirtschaftlich und finanziell durchkämpfen in z.T. schrecklichen Behausungen und unter zahlreichen Entbehrungen zugunsten des 68er Packs.
Aber nach Auffassung der Neunmalklugen hätte diese Generation wohl 16 Stunden am Tag schuften sollen und die restlichen 8 Stunden Pseudoaufarbeitung leisten sollen.

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#16 von huhngesicht , 08.04.2013 22:05

Es ist auch eine Schizophrenie der Deutschen, den Holocaust als etwas EINMALIGES zu bezeichnen.
Warum eigentlich?
Völkermord wird nicht in Zahlen gemessen - und Völkermord wurde von vielen Völkern betrieben.
Alsp ist der Holocaust ein Völkermord wie JEDER ANDERE

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Er war vor allem eingebettet in einen weltweit wahrgenommenen Krieg und das in relativ moderner Zeit. Natuerlich koennte man anfangen, die Kriege Napoleons, die Massaker Dschingis Khans oder den Genozid an den Indianern heranzuziehen. Judenprogrome hat es auch ueber die Jahrunderte immer gegeben. In seiner Effizienz, Konsequenz und Professionalitaet findet sich kaum etwas vergleichbares mit dem Holocaust. Mir faellt jedenfalls nichts ein. In keinem Fall laesst sich das mit Uebergriffen vergleichen, die fernab weltweiten Interesses in der armenischen Pampa passierten.
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Das soll wohl ein Witz sein. Die Gesellschaft war in einem sich selbst taeuschenden luegenden reaktionaeren Spiessbuergertum gefangen. Das gebar ja ueberhaupt erst die 68er und auch die RAF zB. Im Reinen, das ist echt koestlich ;-)
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Dieses Spiessbürgertum war aber eine Insel der Glückseligkeit - keine krankhafte Selbstzerfleischung, wie sie die unglückseligen 68er betrieben.

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Es gab das Wirtschaftswunder und die Jobsituation war erbaulich. Was war abgesehen davon im Vergleich mit heute besser? Ignorieren wir mal den technischen Fortschritt war auch sonst alles schlecher als heute. Ehefrauen durften nur arbeiten, wenn ihre Maenner, die sie dafuer aber ungestraft vergewaltigen durften, es erlaubten. Kindesmissbrauch war ein tabuisiertes Kavaliersdelikt. Ein absurd knebelndes Ladenschlussgesetz. Wollte man reisen, musste man ewig an Grenzuebergaengen anstehen. Die Menschen waren unaufgeklaert und uninformiert. Die Versorgung mit ausgefallenen Produkten war selbst im Westen DDR-maessig (von der Schande dieser Existenz ueberhaupt ganz zu schweigen.) Schwangerschaftsabbrueche und Homosexualitaet waren menschenverachtend kriminialisiert. In der Elbe zu baden, war lebensgefaehrlich, heute kann man da wieder angeln. Niemand kannte Kindersitze. Wo soll ich weiter machen? Nennen wie mir nur eine Sache, die damals besser war. Die 68er waren noch nicht die Loesung, sondern nur die unzulaengliche Erloesung von der christverbraemten Heuchelei der Elterngeneration.
Insel der Glueckseligkeit ist kein Euphemismus. Das ist so "speziell", dass sogar mir die Worte fehlen ;-)
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Eben - verwöhnte Wohlstandskinder, die mit sich selber nichts anzufangen wußten und den Selbsthass salonfähig machten.

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Selbstkritik ist nicht identisch mit Selbsthass. Zudem ging es eher um Emanzipation (nicht nur die Emanzipation der Frauen, sondern um eine Emanzipation der Generationen. Man darf nicht vergessen, dass auch die 68er noch Kriegskinder waren und nicht nur wohlstandsverwoehnt).
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Ich muß mich immer wieder wundern, wie diese "vollgefressene Nachkriegsgeneratin" auf die Erlebnisgeneration herabsieht - wegen der Pseudoaufarbeitung.

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Ich hatte nie den Eindruck, dass Nachkriegsgenerationen das machen. Heutzutage ist das ja ohnehin kein Thema mehr.
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Diese Generation lag zwischen 1945 und 1960 nicht auf Frau Holles Rasenteppich, sondern mußte sich wirtschaftlich und finanziell durchkämpfen in z.T. schrecklichen Behausungen und unter zahlreichen Entbehrungen zugunsten des 68er Packs.

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Sie sollten sich vor allem in Demut freuen, dass die Alliierten in Guete ihnen die Moeglichkeit gaben, Deutschland wieder aufzubauen. Besonders sympathisch finde ich die 68er auch nicht, aber verantwortlich fuer diese Entgleisung sind deren Eltern.

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#17 von weihrauch , 08.04.2013 22:27

[quote="huhngesicht"|p3392]
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Er war vor allem eingebettet in einen weltweit wahrgenommenen Krieg und das in relativ moderner Zeit. Natuerlich koennte man anfangen, die Kriege Napoleons, die Massaker Dschingis Khans oder den Genozid an den Indianern heranzuziehen. Judenprogrome hat es auch ueber die Jahrunderte immer gegeben. In seiner Effizienz, Konsequenz und Professionalitaet findet sich kaum etwas vergleichbares mit dem Holocaust. Mir faellt jedenfalls nichts ein. In keinem Fall laesst sich das mit Uebergriffen vergleichen, die fernab weltweiten Interesses in der armenischen Pampa passierten.
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Könnten wir uns nicht darauf verständigen, daß es diese Aufmerksamkeit nur gab, weil es schon Filmaufnahmen gab - was Sie als "relativ moderne Zeit" titulieren?
Denn es waren alles Grausamkeiten, was Sie als Beispiele erwähnen.
Einfach gesagt: Wäre der Holocaust im Jahre 1572 passiert und an deren Stelle die Bartholomäusnacht auf 1943 gelegt,wäre heute Frankreich der ewige Buhmann, wenn gleichzeitig Merkel, Roth und Gabriel die dortige Regierung bildeten.
Dieses Gemetzel war wesentlich grausamer und die Leute wären durch die Fernsehbilder so schockiert wie beim Holocaust.


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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#18 von JoG , 09.04.2013 10:58

"Wäre der Holocaust im Jahre 1572 passiert und an deren Stelle die Bartholomäusnacht auf 1943 gelegt,wäre heute Frankreich der ewige Buhmann"

Ohne sagen zu wollen, das wäre richtig, ist die Beobachtung schon interessant, obwohl ich vielleicht eher an den französischen Einsatz in Algerien oder Vietnam gedacht hätte.

Aber zum Einen scheint es eine recht peinliche Apologie, zumindest in einer solchen Diskussion, wenn es von deutscher Seite kommt. Richtig oder falsch, man sieht schlecht, auch unappetitlich aus.

Zum Anderen muss man, so schlimm die Franzosen hausten, doch sagen, dass die deutsche Leistung industriellen Bösen in der Geschichte fast einzigartig war.

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#19 von huhngesicht , 09.04.2013 12:27

Könnten wir uns nicht darauf verständigen, daß es diese Aufmerksamkeit nur gab, weil es schon Filmaufnahmen gab - was Sie als "relativ moderne Zeit" titulieren?
Denn es waren alles Grausamkeiten, was Sie als Beispiele erwähnen.
Einfach gesagt: Wäre der Holocaust im Jahre 1572 passiert und an deren Stelle die Bartholomäusnacht auf 1943 gelegt,wäre heute Frankreich der ewige Buhmann, wenn gleichzeitig Merkel, Roth und Gabriel die dortige Regierung bildeten.
Dieses Gemetzel war wesentlich grausamer und die Leute wären durch die Fernsehbilder so schockiert wie beim Holocaust.

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Nein, wir koennen uns darauf nicht einigen. Von den uebelsten Grausamkeiten sind ja gar keine Aufnahmen erhalten. Aus der Kriegszeit gibt es fast nur Propagandamaterial und dann die wenigen Aufnahmen nach dem Krieg, die tatsaechlich nicht eindruecklicher sind, als es fruehere Greuel sein koennten oder gerade heutzutage sind. Was man heute alles im internet finden kann, schockiert erheblich mehr als die paar KZ-Aufnahmen kurz nach dem Krieg. Es gab ja auch in allen Zeiten blutige Progrome gegen Juden, an diese erinnert sich heute auch kein Mensch.
JoG erwaehnte es. Einzigartig ist die systematische industrielle Ausnutzung und versuchte Ausrottung einer Religionsgemeinschaft in weltweit wahrnehmbarer Groesse. Die Bartholomaeusnacht war wie die meisten Progrome ein emotionaler Ausbruch. Der Holocaust wurde kalt und effizient geplant basierend auf einer dem NS immanten Ideologie vollzogen. Also mir faellt da nichts vergleichbares ein.

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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#20 von kurt02 , 09.04.2013 12:53

Ich antworte ungern auf solche Beiträge. Sie habens gemacht und jetzt kriegen halt Sie die Nazikeule in die Hand gedrückt;-))


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RE: Wir sind ja schon mitten dabei

#21 von huhngesicht , 09.04.2013 13:09

Ich antworte ungern auf solche Beiträge. Sie habens gemacht und jetzt kriegen halt Sie die Nazikeule in die Hand gedrückt;-))

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Es geht mir nichts ums Bewerten. Ich wuerde auch nicht auf NS-Vorlieben "einschlagen". Es geht mich nichts an, was jemand mag oder nicht mag. Ich lege nur Wert darauf, dass in Diskussionen Bewertung und Analyse wirklich getrennt bleiben. Viele Menschen haben einen mir unverstaendlichen Hang dazu, das Ergebnis einer Analyse von ihren Vorlieben oder Abneigungen abhaengig zu machen. Wenn jemand sagt, dass er alle Tuerken widerlich findet und hasst, meinetwegen, mir egal, ist seine Sache. Wenn jemand sagt, dass er alle Tuerken hasst, weil fast alle Tuerken kriminell sind, von Hartz4 leben, Islamisten sind und man den Eindruck haben muss, dass jede Gewalttat von einem Tuerken begangen wurde, ist mir das aber nicht egal, weil das sachlich falsch ist (und fast immer mindestens erheblich undifferenziert betrachtet.) Wenn jemand dann trotzdem alle Tuerken hassen will, geht das in Ordnung, weil man niemandem Gefuehle im Kontext vorschreiben kann.
Das gleiche gilt fuer die Aufrechnereien. Man kann gerne daran erinnern, dass Stalin kein netter Kerl war und Gulags keine 5-Sterne-Hotels. Das macht aber zB Hitler auch nicht huebscher und KZs nicht angenehmer.

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