RE: *schluck*

#51 von kurt02 , 22.03.2013 03:59

Zitat von JoG im Beitrag #29
Also ich weiß nicht. Mir gefiel es besser, als ich mit Lira oder Peseten zahlte. Da war die Reise ins Ausland irgendwie echter und das bisschen Kopfrechnen war gut für den inneren schwerbehinderte.


Sag ich s doch. Nichts als wehmütige Pennäler-Erinnerungen, keine Substanz.

kurt02  
kurt02
Beiträge: 649
Registriert am: 07.01.2013


RE: *schluck*

#52 von JoG , 22.03.2013 07:01

Es ist schade, dass Sie das Gefühl nicht genießen konnten. Da entging Ihnen etwas. Haben Sie das in Indien, Japan oder Brasilien nicht empfunden?

Dass das natürlich ein geringer Grund nur wäre die Existenz des Euro zu kritisieren ist nun doch sehr offensichtlich. Nur ein Idiot würde das und nur ein Cretin würde jemandem unterstellen, er könnte bei so massivem Versagen der Währung diesen Punkt als wesentlich betrachten. Er ist jedoch valider als zu sagen, der Euro oder die EU wären Grundlage des Friedens in Europa. Das wäre nämlich wirklich für Doofe. ;)

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: *schluck*

#53 von JoG , 22.03.2013 07:04

Er will vermutlich sagen, dass er die Zusammenhänge nicht versteht und daher die Postmoderne als Qualitätsmerkmal erkennt.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: *schluck*

#54 von Adsche , 22.03.2013 09:44

Ach, das arme Italien, die armen Südeuropäer.....

Kommt wohl alles auf den Standpunkt an.


______________________________
Ich bin nicht doof! Ich weiß nur wenig!

Adsche  
Adsche
Beiträge: 27
Registriert am: 04.02.2013


RE: Ein ideologisches Experiment nach dem anderen zerbröselt: EU, Euro, Energiewende ....

#55 von JoG , 22.03.2013 11:44

Ja, das ist wohl so. Mit dem Eintritt in den Euro beim sehr hohen Wechselkurs nach der wirklich schlecht durchgezogenen Übernahme Ostdeutschlands (qualitativ eigentlich nur vergleichbar mit den Übernahmen Rovers oder Chryslers) hat Deutschland etwa ein Jahrzehnt Stagnation eingeleitet. Dummer Weise war just das Jahrzehnt das global dynamischste seit Menschen gedenken. Da haben Andere viel verdient und gespart. Hier wurde das Geld verschludert. In SPON ein schöner Satz: "Die aktuellen Großprojekte der Politik - vom Hauptstadt-Flughafen bis zur Euro-Rettung - haben eines gemeinsam: Der Umgang der Gewählten mit ihnen hinterlässt beim Bürger kein gutes Gefühl, sondern vielmehr den Eindruck, dass etwas grundsätzlich falsch läuft." http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...r-a-890305.html

Das den Anderen vorzuwerfen wäre wirklich dumm. Dass nun der Euro so viel Schaden anrichtet haben natürlich auch deren Politiker zu verantworten. Wer aber auch nur wenig Wirtschaftslehre kennt, musst wissen, dass das ganze äußerst instabil sein würde. Issing beispielsweise hat im Fernsehinterview gesagt, man hätte gedacht, dass mit den griechischen Angaben etwas nicht stimme, wollte aber aus politischen Gründen, es wäre doch unmöglich, keine Prüfung der Bücher verlangen. Da hängen wir nun alle drin und alle sind verantwortlich bis schuldig. Der Riesenschaden, den wir verursachten mit der Euroschlamperei ist da. Er kann größer oder kleiner werden je nach Verhalten der Einzelnen. Deutschland hat sich bisher so benommen, dass der Schaden wesentlich gewachsen ist, weil die Politik und Bürokratie dem Volk vormachen will, dass man es schützt. Das sind reine Reflexe aus der Trittbrettfahrer Räson, die man über Jahrzehnte kultiviert. Auch der Anteil, den die deutsche Bevölkerung verlieren wird bei der Abrechnung ist gewachsen, aber das Volk versteht die Zusammenhänge schlecht. Die Anderen sehen das und sind böse darob. Das braucht man hier nicht zuzugeben. Es ist aber dennoch so richtig, wie es war zu behaupten, dass der Maastrichter Vertrag unheilvoll war. Das wollte damals auch hier keiner hören und verlachte jene, die es sagten.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Ein ideologisches Experiment nach dem anderen zerbröselt: EU, Euro, Energiewende ....

#56 von JoG , 11.05.2013 16:38

Auch in der Landwirtschaft gibt es Probleme,
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service...r-a-899224.html
aber so groß hier die Gaunerei auch ist und so sehr der Konsument hier ausgenommen wurde, ist es nichts
verglichen mit den Schäden durch das Kartell der Interessengemeinschaft Immer Tieferes Europa. Nur darauf will der Spiegel nicht hinweisen.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Ein ideologisches Experiment nach dem anderen zerbröselt: EU, Euro, Energiewende ....

#57 von JoG , 19.05.2013 08:01

Zwei bedenkenswerte Studien werden heute in SPON berichtet:
http://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/a...CommentsBoxForm

Wie viele Billionen will man, wie große Einschränkungen der Bevölkerung rechtfertigen so in ihrer Größe unbestimmte und in ihrer Beeinflussbarkeit vagen Risiken, wenn man auch nicht weiß wann sie welche Folgen haben könnten?
Wie viel Geld will man heutigen Problemen entziehen aus Angst? Wie viele MRSA Tote will man sterben lassen um wie viele Solar Anlagen zu installieren?

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


Energiewende - im Windschatten verweht?

#58 von kjschroeder , 16.06.2013 20:22

Zitat
Wie viele Billionen will man, wie große Einschränkungen der Bevölkerung rechtfertigen so in ihrer Größe unbestimmte und in ihrer Beeinflussbarkeit vagen Risiken, wenn man auch nicht weiß wann sie welche Folgen haben könnten?


Hier kommt der nächste Flopp: Windturbinen klauen sich wegen des Windschattens gegenseitig den Wind - der Ertrag sinkt -> http://www.handelsblatt.com/technologie/...352404-all.html

Eine interessante Zehl: Drei (!) Megawatt Strom produzieren Windparks im Jahresmittel pro Quadratkilometer laut Artikel.

Ein Atomkraftwerk rund 1.400 Megawatt.

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Energiewende - im Windschatten verweht?

#59 von kjschroeder , 16.06.2013 20:26

Nachtrag: Längst stockt der Ausbau von Windparks auf hoher See, wie schon im Mai nachlesbar. -> http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...kt/8214192.html

Möglicherweise auch aus dem im Beitrag obendrüber angegebenen Grund.

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Energiewende - im Windschatten verweht?

#60 von JoG , 17.06.2013 14:51

Die Wende scheint mir zunehmend so unausgegoren, wie ich Anfangs nur vermutete.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


Energiewende immer erfolgreicher - heute: EnBW und die staatlich erzwungenen Verluste

#61 von kjschroeder , 20.01.2014 05:42

Die Bundesnetzagentur hat dem Energiekonzern EnBW die Stilllegung von fünf Kraftwerken untersagt: Es drohe Blackout-Gefahr. Dennoch will Konzernchef Mastiaux gegen das Verbot juristisch vorgehen.

Der Versuch, die Stilllegung der Kraftwerke trotz der Risiken für die Stromversorgung juristisch zu erzwingen, sei keine Erpressung,: "Ich würde eher von Notwehr sprechen", sagte Mastiaux. "Wir können die Nachfrage nach gesicherter Kraftwerksleistung decken, aber dann muss für diese wichtige Leistung auch ein Preis bezahlt werden, der das Weiterführen der Anlagen wirtschaftlich erlaubt und nicht auf Dauer das Unternehmen schädigt."

Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article124...-anfechten.html

* * *

Ökonomen warnen vor rasant wachsenden Kosten durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz. 2014 werden Verbraucher mit 30 Milliarden Euro belastet. Der Staatsanteil an den Stromkosten steigt und steigt.

Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article122...urer-macht.html

* * *

Ich bin wirklich neugierig, wann sich a) Unternehmen aus dem deutschen Markt zurückziehen bei diesen tollen Rahmenbedingungen, b) wann wir hier endgültig Planwirtschaft auf diesem Sektor haben, c) wann die offensichtlich sehr leidensfähigen Bürger endlich aufmucken und d) welche Geistesblitze Herr Gabriel in seiner geplanten keynote am morgigen Dienstag von sich gibt.

Gruß
Klaus


kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 20.01.2014 | Top

RE: Energiewende immer erfolgreicher - heute: Spanische AKW und die Erkenntnisgewinne des Münchener Dekanats

#62 von kjschroeder , 29.01.2014 23:37

Ob Frau Merkel das spanisch vorkommt? ;-)
-> http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wi...t-12774205.html


Und hier heißt es wohl: Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen ....
-> http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/...erlust-100.html

Ich höre es schon rufen aus Bayern: Schutzschirm! Schutzschirm! ;-)


Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


Energiewende immer erfolgreicher - heute: Industrie zahlt 19% mehr für Strom als die Rest-EU

#63 von kjschroeder , 04.02.2014 21:01

Und ich Trottel nahm an, daß die Hauptaufgabe der Politik darin besteht freiheitliche, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften und damit für Wohlstand für Alle zu schaffen. Wie man sich doch täuschen kann ...
-> http://www.welt.de/print/welt_kompakt/pr...-in-Gefahr.html

Ins Bild paßt dazu die jüngste Kehrtwende von Seehofer - sozusagen die Wende innerhalb der Wende (oder von ihr?). Wie dem auch sei: -> http://www.sueddeutsche.de/bayern/energi...wende-1.1877189

Es war ja vorherzusehen: Die "Energiewende" wird eine einzige Erfolgsstory! ;-)

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Energiewende immer erfolgreicher - heute: Endlich Planwirtschaft! & Ein neues Geschäftsmodell für "Klimaerwärmer"

#64 von kjschroeder , 08.02.2014 14:58

Der folgende Bericht ist schon drei Wochen alt; ich habe ihn erst jetzt entdeckt und wollte ihn der Leserschaft nicht vorenthalten.
-> http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wi...f-12759320.html
Wenn das noch Marktwirtschaft sein soll ....

Der nächste Bericht zeugt von einer neuen Tendenz: "Klimaerwärmer" entdecken den "Klimaskeptiker" - als Geschäftsmodell.
-> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...nbekannte_wesen

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Energiewende immer erfolgreicher - heute: Endlich Planwirtschaft! & Ein neues Geschäftsmodell für "Klimaerwärmer"

#65 von Marie , 08.02.2014 19:20

Solange die Klimasache noch irgendwie weiter am köcheln gehalten werden kann, fließen auch die Gelder in die Taschen der Klimaforschergemeinde. Man könnte fast auf die Idee kommen, Selbsterhaltung und Erreichen des Forschungsziels bilden dabei einen unauflösbaren Widerspruch ;-)

Gruß,
Marie

Marie  
Marie
Beiträge: 163
Registriert am: 22.01.2013


RE: Energiewende immer erfolgreicher - heute: Endlich Planwirtschaft! & Ein neues Geschäftsmodell für "Klimaerwärmer"

#66 von kjschroeder , 09.02.2014 16:33

Zitat
Man könnte fast auf die Idee kommen, Selbsterhaltung und Erreichen des Forschungsziels bilden dabei einen unauflösbaren Widerspruch ;-)



Das Forschungsziel darf selbstverständlich nie erreicht werden, sonst ginge ja der eigene Arbeitsplatz flöten! In diesem Sinne ist "Klima" absolut geil!

Aber andere Leute sind auch phantasiebegabt, wenn es darum geht, Staats- und andere Knete abzugreifen:

Nehmen Sie unsere Armutsindustrie. Broder schrieb einmal:

"Berlin, weiß man seit dem berühmt gewordenen Spruch des Regierenden Bürgermeisters Wowereit, ist „arm, aber sexy“. Damit der Sex-Appeal bleibt, wird an der Verstetigung der Armut hart gearbeitet. Und das geht so: Ende der 90er Jahre wurde in der Hauptstadt der „Problemkiez“ erfunden. Im Beamtendeutsch sind das Viertel „mit besonderem Entwicklungsbedarf“. Für solche Gebiete wurden „Quartiersmananger“ eingesetzt, die vor allem die Aufgabe hatten, das zusätzlich aus dem Länderfinanzausgleich bereitgestellte Geld unter die Leute zu bringen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt Kiez-Rapper, Kiez-Läufer, Kiez-Zeitungen und Kiezschreiber.
.....
Kurz: der Berliner Problemkiez ist ein Erfolgsmodell. Gab es 1999 lediglich 15, sind es zehn Jahre später schon 39. Tendenz steigend. Die Zukunft des Berliner Modells „Armut für alle“(Henryk M. Broder) ist gesichert!"

(Den vollstämndigen Essay gibts hier: -> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d..._anderer_unsinn

Und auch ich hatte mal - es muß Anfang der 90er gewesen sein - eine Geschäftsidee vorgeschlagen für Leute, die nichts gescheites gelernt haben - also für Germanisten, Soziologen, Juristen, Volkswirtschaftler und ähnliche "Eliten": Wie streut man links und erfolgreich Sand ins verhaßte kapitalistische Getriebe? Darf sich selbst besser fühlen als seine Mitmenschen? Wird auch noch wohlhabend bis reich dabei?

Frauen? Der Bezirk ist schon von Frau Schwarzer besetzt (obwohl: nach der jüngsten Imagekampagne könnte sich bei der Personalbesetzung der obersten Geldeintreiberin etwas ändern). Umwelt? Längst Sperrgebietszone von Greenpeace & Co.

Aber da geht noch was: Es gibt noch etwas, wo man unser demokratisches System ins Mark treffen kann. Was zeichnet unser Land aus? Eben: die Infrastruktur. Die Dichte, Funktionstüchtgkeit und Verläßlichkeit der deutschen Land-, Wasser- und Luftstraßen.

Und so entstand damals mit Blick auf unsere Autobahnen die Idee zur Kampagne "Teer tötet!"

Die Werbung: Stellen Sie sich keuchende Kinder vor einer dampfenden (Teer-) Asphaltdecke, also einer Straße, vor. Auch Zigaretten-Teer geht. Aber es ist mehr als die Anti-Kippenwerbung. Dann gründen Sie einen Verein, natürlich "gemeinnützig", damit die Spenden auch absetzbar sind, also eintrudeln können. Dann wählen Sie einen Vorstand (hätten Sie Lust mitzumachen?). Und die Mitglieder .... ja, es gibt natürlich keine. Die könnten Sie ja abwählen, wäre ja noch schöner! Nein, wir machen's wie Greenpeace: FÖRDERER! Statt Mitglieder, meine ich. Förderer haben nichts zu sagen, dürfen nur löhnen. Die Mitgliederliste wird geheim gehalten. Dann sehen wir zu, in das Gesetzgebungsverfahren einbezogen zu werden (Lobby-Politik) wie die jetzt bestehenden Naturschutzverbände.

Unsere 1. Forderung: 1 Cent für jeden aufgebrachten Quadratmeter Straßenteer. Werbung: "1 Cent für unsere Kinder"

Und in 10 Jahren setzen wir uns als Millionäre zur Ruhe. Wie wär's?

Im Nachinnein freilich muß ich feststellen: Die Idee ist noch harmlos. Denn bei mir gings ja nur um die Straßen. Jetzt haben andere das Thema Infrastrukt entdeckt, und die Frechheit unsere Energieversorgung auf diese Tour .... also die hatte noch nicht mal ich. ;-)


Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Energiewende immer erfolgreicher - heute: Enteignungen für die gute Sache

#67 von kjschroeder , 09.02.2014 20:10

Ich möchte Sie zu einem kleinen Ratespiel einladen. Es geht um drei Verfassungsartikel zum selben Thema. Und die Frage lautet: Welcher Artikel gehört zu welcher Verfassung?

Der 1. Artikel:

1 Das persönliche Eigentum der Bürger und das Erbrecht sind gewährleistet. ...
...
3 Der Gebrauch des Eigentum sowie von Urheber- und Erfinderrechten darf den Interessen der Gesellschaft nicht zuwiderlaufen.

Der 2. Artikel:

(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Der 3. Artikel:

1. Das Eigentum ist gewährleistet.
2. Enteignungen und Eigentumsbeschränkungen, die einer Enteignung gleichkommen, werden voll entschädigt.

So. Was gehört wohin? Ist nicht so einfach, nicht wahr? Eigentum wird überall gewährleistet. Reicht doch, oder?

Na..... nicht ganz.

Sie kommen immer noch nicht drauf?

Okay. Ich nehme an, daß Leser dieses Forums keine PISA-, sondern richtige Schulbildung genossen haben und unser Grundgesetz wenigstens leidlich kennen. Der hier als 2. Artikel vorgestellte Grundgesetzartikel stammt tatsächlich aus dem Grundgesetz - er ist Artikel 14 .

Aber was ist mit den beiden anderen? Klingen doch ähnlich, oder? Ja, es ist immer wieder schön, sich den Unterschied zwischen gutgemeintem politischen Wortgeklingel und der Realität vor Augen zu halten.

Also: Der hier zuerst genannte Artikel stammt aus der alten DDR-Verfassung. Glauben Sie nicht? Lesen Sie nach - es ist Artikel 11.

Und der andere, zuletzt genannte und so kurz (und daher eindeutig!) daherkommende Artikel? Tja, der stammt aus der Schweizer Verfassung , dort aufgeführt als Artikel 26.

Und nun lade ich Sie ein zur Lektüre in der "Welt" über den Ausbau der Energieleitungen und deren Folgen für Eigentümer. -> http://www.welt.de/wirtschaft/article124...l#disqus_thread

Das wird zugehen wie bei Erich. Und ich schätze und hoffe, daß unser Grundgesetz dann nict mehr mit träumerischen, sondern realistischen Augen gesehen wird.

Kein Wunder, daß die Schweiz bei unserer politischen "Elite" so schlecht wegkommt (wie heute wieder zu bestaunen). Mit Eigentum und Selbstbestimmung haben es Umverteiler traditionell nicht so.

Gruß
Klaus


kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 09.02.2014 | Top

RE: Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) die Lösung ? Bluff

#68 von Jochen Singer , 10.02.2014 15:58

http://www.freiewelt.net/stromautobahn-o...#comment-361911

<Zitat>
Besonders aberwitzig ist, eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) bauen zu wollen. Gleichstrom und Drehstrom sind physikalisch verschieden und lassen sich nicht einfach mischen! Man muß den erzeugten Drehstrom erst aufwendig in Gleichstrom umwandeln und später wieder zurück wandeln. Beides ist mit Verlusten behaftet und erfordert sehr kapitalintensive Anlagen. Wirtschaftlich lohnt sich das nur, bei sehr großen Entfernungen durch dünn besiedelte Regionen. Man kann nämlich nirgendwo unterwegs Strom abzweigen, um ihn in lokale Netze einzuspeisen. Der Gleichstrom müßte erst wieder in Wechselstrom gewandelt werden.
</Zitat>

Und http://www.freiewelt.net/das-energiepoli...ifest-10023518/ vom Bundesfachausschuss Energiepolitik (BFAE) der AfD.

<Zitat>
Die entscheidende Begründung für die Energiewende, der „Klimaschutz“, wird nun verschwiegen, seit die Regierung erkannt hat, dass die Abschaltung der CO2-freien Grundlast-Kernkraftwerke unweigerlich zu einer verstärkten Nutzung der anderen in Deutschland verfügbaren Kraftwerke für Grundlaststrom, der Kohlekraftwerke, führen musste. Trotz des Aufbaus riesiger Kapazitäten an „Erneuerbaren“ kann der nun fehlende Kernkraft-Strom nur durch neue Kohlekraftwerke ersetzt werden. Der CO2-Ausstoß steigt zwangsläufig und der Umweltminister zeigt sich bekümmert.
</ZItat>

Bluff der Ök's - kein Ende ?


 
Jochen Singer
Beiträge: 203
Registriert am: 30.12.2012

zuletzt bearbeitet 10.02.2014 | Top

RE: Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) die Lösung ? Bluff

#69 von kjschroeder , 11.02.2014 18:32

Zitat
Bluff der Ök's - kein Ende ?



Meines Erachtens: Nein. Jedenfalls nicht, solange die Ökos in den Parteien (sind ja nicht nur die Grünen) hier bundesweit den Ton angeben. Und solange kein Wissen, keine Gegenstrategie aufgebaut wird. Zum Beispiel mit der Frage, wann wir endlich neue Kernkraftwerke bauen, damit dieser EEG-Zimt ins Klo der Verirrungen deutscher Eliten in der deutschen Geschichte befördert werden kann.

Dazu ist Wissen nötig, und da wiederum sind Beiträge wie Ihrer eminent nötig und wichtig. Denn DAS wußte ich z.B. nicht, was Sie da geschrieben haben. Aber es ist wichtig zu wissen.

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Energiewende immer erfolgreicher - heute: Fröhliches Verheddern im selbstgeschaffenen Chaos

#70 von kjschroeder , 11.02.2014 18:40

"Wegen der Energiewende lohnt sich der Betrieb von Gas-und Kohlekraftwerken immer weniger. Die Betreiber wollen daher viele abschalten. Doch da die erneuerbaren Energien immer mehr zur Stromversorgung beitragen, werden die fossilen Kraftwerke gleichzeitig immer wichtiger, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten – und so verbieten ihnen die Behörden die Abschaltung. Für die Unternehmen wird das teuer.
...
Das Problem wird in den nächsten Monaten wohl eher größer als kleiner werden. Derzeit liegen bei der Bundesnetzagentur Anträge auf die Stilllegung von insgesamt 42 Kraftwerken vor.
....
Die Bundesregierung hat das Thema erst einmal auf die lange Bank geschoben."


Quelle: -> http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...at/9460892.html

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


Energiewende immer erfolgreicher - heute: Wir freuen uns über höhere Preise, überrumpelte Bürgermeister & die EU-Kavallerie

#71 von kjschroeder , 12.02.2014 20:24

Im April erhöhen viele Stromversorger die Preise
Viele Stromversorger drehen ab 1. März oder 1. April wieder an der Preisschraube. Nach Informationen des Vergleichsportals Check24 planen 37 so genannte Grundversorger höhere Strompreise. So erhöht etwa Vattenfall in Hamburg und Berlin die Grundtarife um 4,1 Prozent beziehungsweise 2,5 Prozent.


Quelle: http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/...die-Preise.html

* * *

Missglückter Start für die Stromtrasse auf dem Land
Viele Kommunen fühlen sich von den "SuedLink"-Planern überrumpelt, etwa im hessischen Wolfhagen. Dort wollte man etwas anderes, nämlich eine Vorzeige-Gemeinde für dezentrale Energieversorgung sein.


Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/a...l#disqus_thread

* * *

Ein Rheinländer mit Pickelhaube
....In dem SPON-Interview “am Rande eines Besuchs von Schulz bei Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah” warnt er mitnichten “vor Drohkulisse gegen die Schweiz”. Im Gegenteil, er baut eine Drohkulisse auf, in der Art eines rheinischen Schlitzohrs, der das, was er sagen möchte, so formuliert, als würde er es gar nicht so meinen: “Wir sind nicht gut beraten, wenn wir sofort losschlagen.” Dass er den Indikativ benutzt, wo ein Konjunktiv richtig wäre - geschenkt. Wenn’s um die Grammatik geht, reicht der Boden des Rheinischen bis nach Ramallah. Den Satz “Wir sind nicht gut beraten, wenn wir sofort losschlagen” kann man nur so verstehen, dass wir gut beraten wären, wenn wir später losschlagen würden. Es geht nicht um ob, sondern um wann.

Das letzte Mal, dass eine deutsche Strafaktion “sofort” gestartet wurde, war am 1. September 1939, einen Tag nach dem feigen Überfall auf den Sender Gleiwitz am 31. August 1939. Wie die Sache ausging, ist bekannt. Es war keine so gute Idee, “ab 5.45 Uhr” zurück zu schießen. Man hätte sich etwas mehr Zeit lassen sollen, sagen wir bis 6.15 Uhr. Dann wäre die Geschichte vielleicht anders verlaufen.

Zurück zu Schulz. Der Satz “Wir sind nicht gut beraten, wenn wir sofort losschlagen” ist eine Ungeheuerlichkeit. Wen meint Schulz, wenn er “wir” sagt? Wir Europäer? Wir Brüsseler Bürokraten? ...

Quelle: Henryk Broder -> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...mit_pickelhaube

Dazu paßt wunderbar:

Ohne Alpen-Batterie droht Deutschen der Blackout
Die EU will die Gespräche mit der Schweiz über ein Strom-Abkommen stoppen. Doch Europa braucht das Land für seine Energie-Strategie. Und Deutschland riskiert ohne Schweizer Berge die Energiewende.


Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/energie/ar...l#disqus_thread

Siehe dazu auch -> http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/langsa...arkt-1.18241268

***

Ja, die guten Nachrichten nehmen kein Ende. Gut, daß das Volk nicht abstimmen darf, was für ein Chaos, was für eine Intoleranz würde da wohl sonst herauskommen?

;-)

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Bissel Know-How welches WKA-Verkäufer weh tun kann.

#72 von Jochen Singer , 13.02.2014 12:14

Bissel Know-how für Nachrechnung von Leistungsdaten von WKA- Verhökerern :

Hier rechne ich Referenz-Daten nach : Mein Originaltext ist hier https://www.facebook.com/groups/gegenwin...tal_comments=28 zu finden. "Gegenwind Vogelsberg" ist ein Beispiel für sinnvollen Einsatz von facebook, weil anders wäre die Organisation von Graswurzel-Widerstand gegen unsinnige Politik kaum bis nicht möglich


iTerra Wind , Projektentwicklungsgesellschaft des Rabenauer Windparks, hat anscheinend Rechenprobleme.

http://www.iterra-wind.de/index.php/referenzen

Überprüfung einiger Angaben:

Windpark Rabenau (Zahlen von iTerra)
6. Nennleistung: 3.170 kW / WEA [= Windenergieanlage]
8. Rotordurchmesser: 114 Meter
9. Jahresstromproduktion: ca. 40.000.000 [kWh]
10. mögliche Haushaltsversorgung: ca. 3.750 Haushalte

Bürgerwindpark Oldenborstel (Schleswig Holstein) (Zahlen von iTerra)
6. Nennleistung: 3.170 kW / WEA
8. Rotordurchmesser: 114 Meter
9. Jahresstromproduktion: ca. 15.000.000 [kWh]
10. mögliche Haushaltsversorgung: ca. 3.750 Haushalte

Stromverbrauch pro Haushalt aus iTerra-Daten bestimmt:
Rabenau 40*10**6 / 3750 = 10666,7 [kWh/Haushalt]
Oldenborstel 15*10**6 / 3750 = 4000,0 [kWh/Haushalt]

Nanu ? Der Durchschnittsverbrauch laut Wikipedia lag bei 3 Personen-Haushalten in D in 2006 bei 3.880 kWh/Haushalt.

Der für Oldenborstel ableitbare Rechenwert ist glaubwürdig, der für Rabenau nicht - die Rabenau hat keine energieintensiven Unternehmen die den aus iTerra-Angaben abgeleiteten Rabenauer Verbrauchswert glaubwürdig machen könnte. Der für die Rabenau angenommene Verbrauchswert stimmt niemals, iTerra sollte seine Werbung qualitätssichern .

Schauen wir uns die Nennleistungdaten der Werbung und die gemäß Energiesatz E = 1/2*m*v**2 gerechneten Leistungsdaten in der Rabenauer Windparkanlage an. Weil ich faul bin, verwende ich den Rechner - hier :
http://kurztutorial.info/windkraft/wind-leistung/energie.htm

Ja so simpel sind die Windradleistungsberechnungen - primitiv, das von den Ök's behauptete high-tech-know-how existiert bei WKA's nicht.

Windpark Rabenau Eingabedaten:
Annahme Windradwirkunsgrad 59%, der theoretisch höchstmögliche Wirkungsgrad, Betzsches Gesetz. http://de.wikipedia.org/wiki/Betzsches_Gesetz. Realistisch sind ~ 40-45%, Rechnung ergibt daher für iTerra optimistische Werte.
Rotordurchnesser : 114 m
Windgeschwindigkeit : 5,5 m/s hochgeschätzt, 100 m über Grund , http://www.energieland.hessen.de/mm/Wind...4&view=fitH,200 [Rabenau, Kreis Gießen Nord-Ost]

Die Daten in den Rechner eingetragen (vorher die beiden unteren Ausgabe-Felder löschen) Berechnen-Taste drücken, ergibt eine gerechnete Leistung von ~ 611 kW pro Windrad für die Rabenau, die Werbung gibt die ~ 5,2-fache Menge ( 3.170 kW ) an .

Und so geht das weiter ... z.B. bei der Annahme Zahl nutzbarer Jahreszeit in Stunden, bei der der Wind in ausreichender Geschwindigkeit strömt, im Durchschnitt rechnet man mit ~ 20 - 25% von 8760 h.

Abschätzung ob die Jahresstromproduktion-Angaben der iTerra realistisch sein können.

Dazu bestimme ich die notwendige Zeit t zur Erzeugung (iTerra-Angabe] der Energie E = 40 [GWh] / 6 = 6,67 [GWh] pro Anlage mit der aus der Windgeschwindigkeit in Rabenau berechneten Leistung P von 0.000611 [GW] , t = E / P = 6,67 / 0,000611 = 10916 [h]

Woow. Die notwendige Zeit (10916 h) zur Erzeugung von 6,67 GWh übertrifft die Jahreszeit 8760 h .

Bitte um Überprüfung der angewandten Überlegungen und der in die Berechnung eingesetzten Zahlen, möchte Fehler ausschließen. Soweit die Überlegungen besser erläutert werden sollten - ich bin gerne bereit zu präziseren Erläuterungen.
Referenzen
http://www.iterra-wind.de/


 
Jochen Singer
Beiträge: 203
Registriert am: 30.12.2012

zuletzt bearbeitet 13.02.2014 | Top

RE: Bissel Know-How welches WKA-Verkäufer weh tun kann.

#73 von Marie , 18.02.2014 17:36

Auf die ganz besondere *Qualität* der Arbeitsplätze rund ums Windrad kann auch nicht oft genug hingewiesen werden - hier einer der ganz seltenen Artikel dazu -> http://www.spiegel.de/karriere/berufsleb...n-a-954034.html "Evakuierung vom Windrad /18.02.2014
Sehr richtig bemerkt ein User dort, man stelle sich den medialen Aufruhr vor, wenn die Toten in einem AKW ...
Wo bleibt nebenbei die Frauenquote ?

Gruß,
Marie

Marie  
Marie
Beiträge: 163
Registriert am: 22.01.2013


RE: Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) die Lösung ? Bluff

#74 von JoG , 18.02.2014 20:07

Ich wusste, dass es einen Vorteil geben musste so viel Geld auszugeben.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) die Lösung ? Bluff

#75 von Martin Pescheck , 18.02.2014 20:45

Ich habe gerade alle vorherigen Beiträge gelesen und gebe zu, dass ich von Windkraftanlagen und Allem was damit zusammenhängt absolut keine Ahnung habe.
(Vor ca. 30 Jahren habe ich lediglich russische (sowjetische) 500-MW-Kohle-Kraftwerke mit aufgebaut.)

Wenn von den vorher dokumentierten Berechnungen und Absonderheiten auch nur die Hälfte zutreffen sollte, rennen wir doch gerade in eine ökonomische/ökologische Katastrophe (???). Bisher habe ich nur den Subventionswahnsinn kritisch gesehen.
Nun kann oder muss ja wohl irgendjemand über ein Stoppzeichen wenigstens mal nachdenken.

Trotzdem schönen Abend noch - M.P.

Martin Pescheck  
Martin Pescheck
Beiträge: 105
Registriert am: 14.02.2014


   

Sommerpause - Forum geschlossen
@ All Kleine Umfrage

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen