RE: Sehr ...

#76 von heinzwernerhübner , 17.03.2013 14:57

Danke für den link, Klaus.
Sehr interessant und gedanklich durchaus zum Fortsetzen geeignet.

Wo ich nicht ganz mitgehe ist die These, dass der Staat für den Agnostiker und den Atheisten eine Art Ersatzgott ist oder wird oder sein kann.

Wenn der Mensch auf sein Inneres hört (wenn er es denn versteht und ein wenig analysieren kann) dann weiß er, wo sein "Ersatzgott" ist.
Denn dann hat er gelernt, sich jederzeit zu überprüfen. Sicher geschehen dabei "Einschätzungs-Fehler", aber es treten weniger Irrtümer auf, als wenn ich mich mit Inbrunst an etwas halte, das mich von außerhalb beherrschen will - was ich natürlich nicht erkenne oder gar erkennen will, damit ich es ganz strikt von mir weisen kann.

gruß
heinz

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RE: Sehr ...

#77 von JoG , 17.03.2013 15:27

Zitat von heinzwernerhübner im Beitrag #76
Danke für den link, Klaus.
Sehr interessant und gedanklich durchaus zum Fortsetzen geeignet.

Wo ich nicht ganz mitgehe ist die These, dass der Staat für den Agnostiker und den Atheisten eine Art Ersatzgott ist oder wird oder sein kann.

gruß
heinz


In der Geschichte haben sich Menschen manchmal so benommen, als wäre ihr Staat bzw dessen Ideologie eine Religion und der Führer eine Art Gott. Das wesentliche Erkennungsmerkmal wäre wohl, dass man die Postulate und Thesen nicht hinterfragt sondern "blind" akzeptiert. Dazu ist nicht notwendig, dass die Gläubigen ihren Glauben als Religion bezeichnen, sondern nur, dass sie sich verhalten, als wäre das Gedankliche Gebäude wahr.
In der heutigen Bundesrepublik kann man mE auch eine Ersatzreligion identifizieren, die in der Bevölkerung weithin begangen wird und die konventionellen Religionen relativ weit zurückgedrängt hat.

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RE: Franziskus I.

#78 von heinzwernerhübner , 17.03.2013 18:34

Zitat von kurt02 im Beitrag #1
Der Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Mario Bergoglio wird neuer Papst der Katholiken. Eine eminent politische Entscheidung. Es ist vermutlich wieder recht spannend, Katholik zu sein.


Es scheint auch spannend zu werden für "Außenstehende" wie mich.
Denn wenn ich die aktuellen Meldungen lese (Angelus-Gebet) und die zugehörigen Bilder sehe, bin ich wiederholt an Johannes Paul I erinnert, der sich - als "Papst des Lächelns" in die Geschichte eingegangen - ebenfalls in die Menge der Gläubigen begab und mit ihnen Zwiesprache hielt, den unmittelbaren Kontakt also suchte, was nicht das Einzige ist, das mir damals als junger Mann (noch "tief in der DDR") an ihm außerordentlich gefiel.
Im Gegensatz zu meiner spontanen Reaktion auf die Wahl des "Neuen" kann ich nun sagen, dass ich als ungläubiger Heide von einem solchen Staatsoberhaupt positiv beeindruckt bin.
Vermutlich werden das nicht alle Religiösen, besonders die Eiferer, so empfinden.
Aber DAS ist mir nun wiederum völlig egal!
hwh


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zuletzt bearbeitet 17.03.2013 | Top

RE: Franziskus I.

#79 von heinzwernerhübner , 19.03.2013 19:05

link: http://www.berliner-zeitung.de/franzisku...0,22153758.html

Wieso kommt mir als Nicht-Religiösem das alles so sympathisch vor?
Ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder Religiöse das mag, was das Vatikan-Staatsoberhaupt so vorhat.
hwh

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RE: Franziskus I.

#80 von horstR , 19.03.2013 19:18

Zitat von heinzwernerhübner im Beitrag #79
link: http://www.berliner-zeitung.de/franzisku...0,22153758.html

Wieso kommt mir als Nicht-Religiösem das alles so sympathisch vor?
Ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder Religiöse das mag, was das Vatikan-Staatsoberhaupt so vorhat.
hwh


Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Falscher oder garkein Input oder einfach dümmliches Vorurteil gegen Kirche, kommt davon wenn man nur auf die Kunstwerke guckt u nicht den Predigten zuhört...

Zu2. Kann sein, die Religiösen sind mindestens genauso vielfältig und verschieden wie der Rest der Gesellschaft...


Saludos

HR

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#81 von heinzwernerhübner , 20.03.2013 08:23

„Erinnern wir uns daran, dass Hass, Neid und Hochmut das Leben verunreinigen! Hüten wir unser Herz (...) Wir dürfen uns nicht fürchten vor Güte, vor Zärtlichkeit!“

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