Österreicher wollen den "starken Mann".

#1 von weihrauch , 12.03.2013 16:00

Eine Umfrage des österreichischen "Standard" bringt erstaunliches zutage:
61 Prozent der Österreicher sagen, ein "starker Mann" wäre gut für Österreich.Nur 15 Prozent von den befragten 502 repräsentativ ausgewählten Wahlberechtigten meinen, daß sich Österreich gegen den "Anschluss" an Hitler-Deutschland im Jahr 1938 hätte wehren sollen. 42 Prozent glauben, ein Krieg hätte die Situation verschlechtert, 43 Prozent finden, es hätte keinen Unterschied gemacht. Die Frage, ob Österreich vor 75 Jahren das erste Opfer gewesen sei, spaltet: 53 Prozent meinen, der "Anschluss" sei freiwillig erfolgt, 46 Prozent sehen Österreich in der Opferrolle.
In der Standard-Umfrage sagen auch 42 Prozent der Befragten, daß "unter Hitler nicht alles schlecht war".

http://www.vol.at/75-jahre-anschluss-61-...en-mann/3512101

weihrauch  
weihrauch
Beiträge: 960
Registriert am: 17.01.2013


RE: Österreicher wollen den "starken Mann".

#2 von JoG , 12.03.2013 17:35

Solche Zahlen sind genügend bedenklich, dass man genauer hinsehen sollte. Die Gesellschaften in ganz Europa sind instabil geworden, wie wir in Ungarn, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Österreich usw sehen können. Verantwortlich scheint die Art, wie die EU und der Euro installiert wurden. Das war an vielen Punkten grob fahrlässig oder schlimmer. Man hat riskiert, dass Europa wieder zu einer Sammlung Autoritärer Nationen mutiert. Die Verantwortlichen sollten massiv und öffentlich bestraft werden, deren Vermögen eingezogen und die Pensionen aberkannt.

Das ist eine ungeheure Schweinerei gewesen und es kommt nun auf die Bevölkerungen zurück, die natürlich nicht unschuldig waren, haben sie doch ihre Politiker nicht kontrolliert.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Österreicher wollen den "starken Mann".

#3 von weihrauch , 12.03.2013 18:56

Zitat von JoG im Beitrag #2
Solche Zahlen sind genügend bedenklich, dass man genauer hinsehen sollte. Die Gesellschaften in ganz Europa sind instabil geworden, wie wir in Ungarn, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Österreich usw sehen können. Verantwortlich scheint die Art, wie die EU und der Euro installiert wurden. Das war an vielen Punkten grob fahrlässig oder schlimmer. Man hat riskiert, dass Europa wieder zu einer Sammlung Autoritärer Nationen mutiert. Die Verantwortlichen sollten massiv und öffentlich bestraft werden, deren Vermögen eingezogen und die Pensionen aberkannt.

Das ist eine ungeheure Schweinerei gewesen und es kommt nun auf die Bevölkerungen zurück, die natürlich nicht unschuldig waren, haben sie doch ihre Politiker nicht kontrolliert.


Sehe ich genauso. Nicht die Bevölkerung ist an der beginnenden Instabilität schuld, sondern die von Ihnen angesprochenen Verantwortlichen.
Norwegen und die Schweiz, die weder der EU noch dem Euro angehören, sind Horte der Stabilität.
Das sah man vor allen an Norwegen, die das furchtbare Attentat vorbildlich gemeistert hat, was in Deutschland unmöglich wär.
Das größte Unglück der letzten 65 Jahre sind und werden die Grünen bleiben - sie zerstören Staat und Gesellschaft und tragen so zur Instabilität bei.
Ihre (Stamm)Wähler sind - anders als bei anderen Parteien - Überzeugungstäter.
Dazu ein interessanter Bericht von Bettina Röhl

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/b...he/7912884.html

weihrauch  
weihrauch
Beiträge: 960
Registriert am: 17.01.2013


RE: Österreicher wollen den "starken Mann".

#4 von JoG , 12.03.2013 19:50

Obwohl ich Ihnen recht gebe darin, dass Die Grünen zerstörerisch und in ihren Fanatismus gefährlich sind, sind sie nicht die hauptsächlichen Täter in den EU und Euro Schlampereien.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Österreicher wollen den "starken Mann".

#5 von kjschroeder , 12.03.2013 20:05

Zitat
sind sie nicht die hauptsächlichen Täter in den EU und Euro Schlampereien.


Das sind m.E. die linken Parteien. Allerdings mit den Grünen als einem Teil davon. Und beim Euro hat sogar die CDU von Anfang an mitgemischt seit den 60ern. Das ist auch nicht einfach nur als "Sozialismus" zu bezeichnen, was da abgeht. Das wäre zu platt. Denn was da passiert, passiert ja auch zum Nutzen von Leuten. Und zwar da, wo man es nicht vermuten würde. Aber es sind ausagrechnet die Grünlinken in Europa, die Konzernen das Wirtschaften mit ihren verrückten Plänen erheblich erleichtern. Während der Mittelstand langsam dahinsiecht. Und die Arbeitslosigkeit und die Arbeitnehmer - aber wem sag ich's.

Im Grunde stört die EU mitsamt dem Euro den Völkerfrieden. Und ich denke, das ist auch so gewollt. Denn wo Zwietracht gesät wird und die Leute sich uneins sind, können "die da oben" fröhlich weiter wursteln. Vor allem aber: Sie können ihre Macht ausbauen. Und genau das geschieht ja auch und ist weiter vertiefend geplant.

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Österreicher wollen den "starken Mann".

#6 von weihrauch , 12.03.2013 20:27

Im Grunde stört die EU mitsamt dem Euro den Völkerfrieden. Und ich denke, das ist auch so gewollt. Denn wo Zwietracht gesät wird und die Leute sich uneins sind, können "die da oben" fröhlich weiter wursteln. Vor allem aber: Sie können ihre Macht ausbauen. Und genau das geschieht ja auch und ist weiter vertiefend geplant.

Gruß
Klaus


[/quote]

Das dürfte auch der Grund für die Verzweifelung der EU und den deutschen Mitläufern in Sachen Ungarn sein.
Die Ungarn machen einfach was sie wollen, sie machen doch tatsächlich Politik für ihre Bevölkerung und nicht für die EU-Interessen, wie gerade in der Tagesschau bemängelt wurde.
In ihrer Verzweifelung wird schon von Sanktionen gesprochen.
Orban bleibt hoffentlich stark - das erwarten auch sehr viele andere Europäer.

weihrauch  
weihrauch
Beiträge: 960
Registriert am: 17.01.2013


RE: Österreicher wollen den "starken Mann".

#7 von JoG , 12.03.2013 20:54

Es ist jedenfalls ein betrüblicher Gedanke, die europäische politische Elite könnte echte Macht zu haben glauben. Wenn man bedenkt, was sie mit der begrenzten über Europäer verbrochen haben, schaudert man bei der Vorstellung eines United States of Europe. Die würden glauben, sie wären die Guten.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Österreicher wollen den "starken Mann".

#8 von JoG , 13.03.2013 07:47

Wenn ich Sie richtig verstehe, finden Sie die Reduzierung der Kontrolle der Regierenden, die die Änderung bringt, gut. Das fände ich erklärungsbedürftig.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Österreicher wollen den "starken Mann".

#9 von weihrauch , 13.03.2013 14:53

Zitat von JoG im Beitrag #7
Es ist jedenfalls ein betrüblicher Gedanke, die europäische politische Elite könnte echte Macht zu haben glauben. Wenn man bedenkt, was sie mit der begrenzten über Europäer verbrochen haben, schaudert man bei der Vorstellung eines United States of Europe. Die würden glauben, sie wären die Guten.


Falls Sie mich meinen .......
Bei dem Beispiel über Ungarn innerhalb der Diskussion über den "starken Mann", wurde lediglich der Vergleich über die EU und Ungarn gezogen.
Ungarn wurde gerade von den Ländern (BRD) heftig kritisiert, die selber Probleme mit der Kontrollen haben.
Bundesverfassungsgericht (Parteienorganisation), deutsche Medien (größtenteils auf Regierungskurs und Oppositionsparteien), versuchte Einflußnahme auf die Gerichte.
Das war mein Kritikpunkt - und nicht in der Hauptsache das neue Gesetz.
Aber trotzdem bleibe ich dabei, daß Orban mehr für das eigene Land tut, als die BRD.
Darum hacken die EU-Oberen wohl panisch auf das kleine Land herum.
Meine Sympathie gilt den Ungarn - nicht der EU
Ungarn ist und bleibt trotzdem ein Rechtsstaat. Daß das Verfassungsgericht dort nicht über dieselben weitreichenden Kompetenzen verfügt wie das deutsche (Parteien)-Gericht, ist nicht ungewöhnlich - es ist mit Frankreich vergleichbar.
Jetzt werde ich aber mal etwas polemisch.Hebt Deutschland den moralischen Zeigefinger deshalb so hoch, weil Ungarn sich – anders als andere EU-Partnerstaaten – seit 1990 stets zu seiner Verantwortung für die Vertreibung nach 1945 bekannt hat. Das passt anscheinend nicht in das BRD-Rechtssystem.
Außerdem wurde einstimmig die Einführung eines nationalen Gedenktages für die Opfer der Vertreibung übernommen. Das aber wurde vom offiziellen Deutschland peinlichst verschwiegen, um ja keine Iretationen hochkommen zu lassen, einen ähnlichen Tag auch in Deutschland einzuführen. Angela Merkel wird darum für mich immer mehr zur Unperson
Den Ausdruck BRD widert mich eigentlich seit Jahrzehnten an, darum war ich guter Hoffnung, daß es damit nach 1990 zuende war.
Mit BRD meine ich darum auch nicht das Land Deutschland, sondern den DEUTSCHEN STAAT.


weihrauch  
weihrauch
Beiträge: 960
Registriert am: 17.01.2013

zuletzt bearbeitet 13.03.2013 | Top

   

Kann die EU glaubwürdig Ungarn kritisieren?
Italien soll zur Lira zurück

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen