RE: Hallo Klaus

#26 von kjschroeder , 03.03.2013 23:31

Zitat
Na dann sollte er mal in die arabischen Länder gucken, um zu begreifen wie sich Volkes Wille Bahn brechen kann...


Aber doch nicht in Deutschland! ;-)
In Deutschland beantragt der bürgerliche Demonstrant erst mal eine Demonstration. Mit dreifachem Durchschlag. Danach kümmert er sich um die vorgeschriebene Anzahl an Dixies und schließt eine Haftpflichtversicherung ab. Und wenn das Geld für die Dixis oder die Versicherung nicht reicht, geht der Demonstrant a bisserl enttäuscht nach Hause, tröstet sich aber damit, daß er getan hat, was in seinen Kräften steht. ;-)

Und dann gehts zum Dschungelcamp. ;-)

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Hallo Klaus

#27 von horstR , 03.03.2013 23:36

Unterstelle den Deutschen bitte nicht zu viel Streitkultur und Vernunft kannst Du ja bei Flughafen- u Bahnhofsgegnern beobachten...


Saludos

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Hallo Klaus

#28 von Willik , 03.03.2013 23:45

"Wir versorgen in Brüssel auf einem Umweg viele teure - ehm - Mätressen."

(o:) Ich wollte es nicht so direkt sagen..
Sie wissen schon... die Forumsregeln.. die Regeln des Anstands...
Schließlich weiß man doch, was sich gehört... (o:)

Gruß Willik


Willik  
Willik
Beiträge: 282
Registriert am: 05.01.2013

zuletzt bearbeitet 03.03.2013 | Top

RE: Hallo Klaus

#29 von JoG , 03.03.2013 23:47

Zitat von horstR im Beitrag #21
Sie verstehen es nicht, es geht nicht um Verträge, die Ordnungpolitik oder sonst etwas in dieser Richtung.

Es geht lediglich um die Meinung und den Willen des deutschen Volkes. Seien Sie sicher wenn die Volksbefragung in D läuft, läuft sie auch in Form von Referenden in den anderen europäischen Staaten.

mit den Resultaten dieser Befragungen lösen sich alle Probleme ganz von alleine seien Sie sicher!


Dass es so abläuft wie in den anderen Ländern ist ein Problem. Das Instrument der Befragung ist für die Komplexität der Fragestellung aus verschiedenen Gründen ungeeignet. Es wäre daher eher schädlich, wenn man den Behörden bzw Politikern erlauben würde in einer ähnlichen Form das Volk zu betuppen. Oder glauben Sie eine Frage bekäme die Mehrheit: Soll Deutschland Europa verlassen?
Die Legitimation, die daraus folgen könnte, würde das Projekt zwar nicht retten, aber den Schmerz prolongieren. Schlimmer wäre, wenn neue Regeln, Gesetze oder gar eine Verfassung durchgedrückt würden, die die Mängel der heutigen Papiere nicht umfassend ausräumen.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Hallo Klaus

#30 von horstR , 03.03.2013 23:49

Euer Gespräch erinnert mich an Spitzengewerkschaftler...


Saludos

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Hallo Klaus

#31 von kjschroeder , 04.03.2013 00:05

Zitat

Zitat
"Wir versorgen in Brüssel auf einem Umweg viele teure - ehm - Mätressen."

(o:) Ich wollte es nicht so direkt sagen..
Sie wissen schon... die Forumsregeln.. die Regeln des Anstands...
Schließlich weiß man doch, was sich gehört... (o:)




Nanu? Wo bleibt denn Ihre soziale Ader? Ihre Begeisterung für "Europa"? Ich finde diese Art der heißgeliebten Umverteilung wesentlich sympathischer als Agrarsubventionen und Gurkenkrümmungsgrad-Vorschriften. Wobei: Am besten wäre es natürlich, das Geld würde gleich direkt dahin gehen und nicht erst den Umweg über Füllerhalter- und Krawattenträger nehmen, die acht Stunden täglich wichtig klingende Titel spazierenführen. Aber da bin ich ganz Mensch: man muß auch jönne könne ....... ;-)


Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Hallo Klaus

#32 von kjschroeder , 04.03.2013 00:15

Zitat
Euer Gespräch erinnert mich an Spitzengewerkschaftler...



Aus Wolfsburg?

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Hallo Klaus

#33 von horstR , 04.03.2013 00:28

Na die passen ja immer, egal ob Boni, Aufsichtsrat etc. Aber vergiss bitte Steinkühler, Otto und Klunker nicht!


Saludos

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Hallo Klaus

#34 von Willik , 04.03.2013 00:58

"Nanu? Wo bleibt denn Ihre soziale Ader? Ihre Begeisterung für "Europa"?"

Ich lache später! ich gehe dafür extra in den Keller! Versprochen!
(:
Ich bin äußerst sozial eingestellt, schließlich wurden bei uns bereits vor über 10 Jahren die Fußfesseln und die Prügelstrafe abgeschafft, aber... was die in Brüssel sich leisten...!?
Wenn ich einen aus der aktuellen Politiker-Riege sehe, möchte ich ihm am liebsten den Schädel... rasieren. )o:)
Nochmals: Gute Nacht!

Willik  
Willik
Beiträge: 282
Registriert am: 05.01.2013


RE: Hallo Klaus

#35 von kjschroeder , 04.03.2013 01:14

Zitat
schließlich wurden bei uns bereits vor über 10 Jahren die Fußfesseln und die Prügelstrafe abgeschafft,


Was bei diesem speziellen Themenaspekt übrigens schade ist .... ;-)

Zitat
Wenn ich einen aus der aktuellen Politiker-Riege sehe, möchte ich ihm am liebsten den Schädel... rasieren. )o:)


Hm. Sie sind Modefriseur?

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


Und weil es zum Thema passt Mindestlohn

#36 von horstR , 04.03.2013 12:58

Mir leuchtet ein, daß Aufstocken die Arbeitnehmer in eine unwürdige Lage bringt, zumal wenn man den Umgangston in deutschen Ämtern mit den Menschen kennt!

Da wird es doch höchste Zeit das gute, alte Bürgergeld der FDP zu fordern, automatische Aufstocken via Finanzamt. Zumal sowieso die einzige Stelle sein sollte, die Geld einnimmt oder auszahlt. Das könnte Missbrauch deutlich erschweren sollten die Länder ihre Auszahlungen koordinieren...!!!


Saludos

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Und weil es zum Thema passt Mindestlohn

#37 von JoG , 04.03.2013 15:18

Von der Theorie kommend, kann man vermuten, dass ein Mindesteinkommen das effizientere Instrument ist und nicht der Mindestlohn. Auch habe ich noch keine seriösen ökonomischen Argumente gesehen, die diese Vermutung in Frage stellen. Komischer Weise scheint dies in der Bevölkerung und bei Gewerkschaften nicht vermittelbar.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


"Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind.......

#38 von JoG , 04.03.2013 15:53

.....Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind wir Deutschen"
Eine Kolumne von Jakob Augstein
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...n-a-886689.html

Dieser Artikel passt gut als Beispiel der Vermittlung minderer Informationen. Fast möchte man den Autor als gutes Beispiel des deutschen Clowns ausrufen.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: "Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind.......

#39 von kurt02 , 04.03.2013 16:48

Zitat von JoG im Beitrag #38
.....Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind wir Deutschen"
Eine Kolumne von Jakob Augstein
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...n-a-886689.html

Dieser Artikel passt gut als Beispiel der Vermittlung minderer Informationen. Fast möchte man den Autor als gutes Beispiel des deutschen Clowns ausrufen.


Ich mag den Augstein nicht. Aber er trifft die Sache auf den Punkt: Wenn wir den Kapitalismus retten möchten, müssen wir die Abzocker und Beutelschneider wieder an ihre Verpflichtungen erinnern. Ich weiß, dass Sie das nicht begreifen werden: Für die Legoland-(vulgo Modell-) Ökonomie ist nichts in der Welt, was sich nicht mit einfachen Gleichungen packen lässt:Quod non est in equatibus, non est in mundo. Und ich habe noch in keinem Legoland-Lehrbuch eine Formel für Anstand und Sitte gefunden, Vasella aber auch nicht.

Das Ergebnis kann der Untergang des Kapitalismus sein.

kurt02  
kurt02
Beiträge: 649
Registriert am: 07.01.2013


RE: "Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind.......

#40 von JoG , 04.03.2013 17:15

Zitat von kurt02 im Beitrag #39
Zitat von JoG im Beitrag #38
.....Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind wir Deutschen"
Eine Kolumne von Jakob Augstein
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...n-a-886689.html

Dieser Artikel passt gut als Beispiel der Vermittlung minderer Informationen. Fast möchte man den Autor als gutes Beispiel des deutschen Clowns ausrufen.


Ich mag den Augstein nicht. Aber er trifft die Sache auf den Punkt: Wenn wir den Kapitalismus retten möchten, müssen wir die Abzocker und Beutelschneider wieder an ihre Verpflichtungen erinnern. Ich weiß, dass Sie das nicht begreifen werden: Für die Legoland-(vulgo Modell-) Ökonomie ist nichts in der Welt, was sich nicht mit einfachen Gleichungen packen lässt:Quod non est in equatibus, non est in mundo. Und ich habe noch in keinem Legoland-Lehrbuch eine Formel für Anstand und Sitte gefunden, Vasella aber auch nicht.

Das Ergebnis kann der Untergang des Kapitalismus sein.


Das sehe ich zwar auch so mit Augstein, kann Ihnen aber nicht recht geben, dass wir die Abzocker und Beutelschneider wieder an ihre Verpflichtungen erinnern müssen. Viel mehr müssen wir die Bevölkerung informieren, dass die Abzocker und Beutelschneider nur taten, was sie nach dem Gesetz, der Wirtschaftslehre und zum Wohle der Gesellschaft tun sollten. Sie handelten innerhalb der Gesetze nach ihrem eigenen Nutzen. So bekommt man die höchste gesellschaftliche Wohlfahrt, wenn die Gesetze ordentlich sind. Das waren sie aber nicht. Wir hatten in vielfacher Weise schlechte Gesetze von Leuten, die glaubten, man könne sich bei der Gesetzgebung über die Realitäten hinwegsetzen und seine Wiederwahl durch populistische Gesetze sichern. Für dieses unverantwortliche Verhalten zahlen wir momentan die Rechnung.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: "Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind.......

#41 von kurt02 , 04.03.2013 17:28

|p2270]

Zitat von JoG im Beitrag #38
..

Das sehe ich zwar auch so mit Augstein, kann Ihnen aber nicht recht geben, dass wir die Abzocker und Beutelschneider wieder an ihre Verpflichtungen erinnern müssen. Viel mehr müssen wir die Bevölkerung informieren, dass die Abzocker und Beutelschneider nur taten, was sie nach dem Gesetz, der Wirtschaftslehre und zum Wohle der Gesellschaft tun sollten.


Hä? zum Wohle der Gesellschaft? Würden Sie mir das bitte erläutern? Ich sehe das nämlich so, dass sich da Leute gewohnheitsmäßig auf Kosten der Eigentümer bereichern. Aktien kauf ich mir vorläufig keine mehr.

|p2270]
Zitat von JoG im Beitrag #38
Sie handelten innerhalb der Gesetze nach ihrem eigenen Nutzen. So bekommt man die höchste gesellschaftliche Wohlfahrt, wenn die Gesetze ordentlich sind. Das waren sie aber nicht. Wir hatten in vielfacher Weise schlechte Gesetze von Leuten, die glaubten, man könne sich bei der Gesetzgebung über die Realitäten hinwegsetzen und seine Wiederwahl durch populistische Gesetze sichern. Für dieses unverantwortliche Verhalten zahlen wir momentan die Rechnung.


Versuchen wir es einfach mal mit dem Begriff "Anstand". Auch wenn ein Gesetz das hergeben würde, es gibt Dinge, die tut man einfach nicht, auch wenn sie nicht gegen Buchstaben des Gesetzes verstoßen.

kurt02  
kurt02
Beiträge: 649
Registriert am: 07.01.2013


RE: "Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind.......

#42 von JoG , 04.03.2013 17:43

Zitat von kurt02 im Beitrag #41
|p2270]
Zitat von JoG im Beitrag #38
..

Das sehe ich zwar auch so mit Augstein, kann Ihnen aber nicht recht geben, dass wir die Abzocker und Beutelschneider wieder an ihre Verpflichtungen erinnern müssen. Viel mehr müssen wir die Bevölkerung informieren, dass die Abzocker und Beutelschneider nur taten, was sie nach dem Gesetz, der Wirtschaftslehre und zum Wohle der Gesellschaft tun sollten.


Hä? zum Wohle der Gesellschaft? Würden Sie mir das bitte erläutern? Ich sehe das nämlich so, dass sich da Leute gewohnheitsmäßig auf Kosten der Eigentümer bereichern. Aktien kauf ich mir vorläufig keine mehr.


Dann haben wir uns nur missverstanden. Das heutige deutsche Gesetz richtet sich nämlich gegen die Eigentümer zum Nutzen der Manager. Das wurde in der Schweiz gerade korrigiert. Leider hat man die Eigentümer aber mit einigen Bestimmungen der Volksbefragung irrational beschränkt.

Zitat von kurt02
Zitat von JoG im Beitrag #38
Sie handelten innerhalb der Gesetze nach ihrem eigenen Nutzen. So bekommt man die höchste gesellschaftliche Wohlfahrt, wenn die Gesetze ordentlich sind. Das waren sie aber nicht. Wir hatten in vielfacher Weise schlechte Gesetze von Leuten, die glaubten, man könne sich bei der Gesetzgebung über die Realitäten hinwegsetzen und seine Wiederwahl durch populistische Gesetze sichern. Für dieses unverantwortliche Verhalten zahlen wir momentan die Rechnung.


Versuchen wir es einfach mal mit dem Begriff "Anstand". Auch wenn ein Gesetz das hergeben würde, es gibt Dinge, die tut man einfach nicht, auch wenn sie nicht gegen Buchstaben des Gesetzes verstoßen.



Wieso ist es unanständig Euro 80 Millionen Bonus zu nehmen, wenn man ein Vielfaches davon für die Firma verdiente. Man schimpft ja auch nicht darüber, dass es Prinzen und Grafen gibt, die aus der monarchischen Zeit Vermögen herübergerettet haben oder dass Leute, deren Eltern ihr Vermögen verdienten indem sie das Vermögen von Juden übernahmen oder polnische Sklaven in ihren Fabriken verheizten, aus den Erbschaften sehr hohe Beträge jährlich erhalten. Da scheint mir ein Banker ferner lief.
Dass der Vertrag mit der Firma allerdings schlecht abgefasst gewesen sein mag, ist eine andere Frage.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: "Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind.......

#43 von kurt02 , 04.03.2013 19:50

Sie schreiben, dass es okay wäre, wenn einer 80 Mio für seinen Job bekommt. Aber keiner kriegt soviel Geld, nur der Bänker.

Merken Sie, wo der Hund begraben liegt?


kurt02  
kurt02
Beiträge: 649
Registriert am: 07.01.2013

zuletzt bearbeitet 04.03.2013 | Top

RE: "Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind.......

#44 von JoG , 04.03.2013 20:39

Zitat von kurt02 im Beitrag #43
Sie schreiben, dass es okay wäre, wenn einer 80 Mio für seinen Job bekommt. Aber keiner kriegt soviel Geld, nur der Bänker.

Merken Sie, wo der Hund begraben liegt?




Das ist nicht ganz wahr. Zwar stimmt, dass die Boni der Banker im Durchschnitt höher waren auch für relative niedere Positionen, als in den meisten Industrien. Das war, weil im Finanzsenator durch mehrere Faktoren wie der Allokation von Kapital in die Schwellenländer, der Blase im Immobiliensektor, der Dotcom Blase oder der rasch wachsenden Verschuldung der Nationalstaaten und der einhergehenden Geldschöpfung durch die Zentralbanken enorm belastet war und daher sehr große Gewinne abwarf. Daher rekrutierte man möglichst gutes Personal, das relativ rar war und warb solches Personal den Konkurrenten ab, das erfolgreich arbeitete. So stiegen die Preise in den 1990er wesentlich an.

Dass aber in anderen Industrie so hohe Einkommen nicht erzielt würden ist falsch. Meistens bleiben die astronomischen Einkommen bei den oberen Managern und den Eigentümern, das ist wahr. Aber überschlagen Sie doch wieviel die Gründer von Microsoft, SAP oder Apple verdient haben in einem durchschnittlichen Jahr. Oder Blättern Sie zurück wie hoch Eisners Boni waren. Oder schauen Sie nach wie viel die Großaktionäre von BMW, Siemens verdienen oder die größeren Adelsvermögen.

Nun mag es sein, dass es eine bessere Möglichkeit gibt die Wirtschaft effizient zu gestalten als über Marktpreise. Ich habe allerdings keine Alternative gehört.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Boni bei Banken....

#45 von Jochen Singer , 04.03.2013 20:57

Zitat
Oder schauen Sie nach wie viel die Großaktionäre von BMW, Siemens verdienen oder die größeren Adelsvermögen.



Siemens ist nicht ertragsreich.

http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Siemens



The Fat Man - Fats Dominoe.
Keep America growing

 
Jochen Singer
Beiträge: 203
Registriert am: 30.12.2012


RE: Boni bei Banken....

#46 von JoG , 04.03.2013 21:08

Es ist wahr. Siemens läuft weniger gut. Ich werde vorsichtiger sein mit meinen Beispielen in Zukunft. Aber man muss erst noch damit zurecht kommen ohne Bestechung. Dafür sind 3,5% Dividende aber ok.
;)

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: "Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind.......

#47 von kjschroeder , 04.03.2013 21:24

Zitat
Nun mag es sein, dass es eine bessere Möglichkeit gibt die Wirtschaft effizient zu gestalten als über Marktpreise. Ich habe allerdings keine Alternative gehört.



Es gäbe durchaus eine. Und sie wäre eigentlich auch sehr einfach im Prinzip. Daß das Prinzip funktioniert, belegt schon seine jahrtausendalte Existenz bis ins Gesetzbuch des Hammurabi, einem der ältesten Gesetzestexte der Menschheit aus dem 18. Jahrhundert vor Christi.

Und dort heißt es:

§ 228 Gesetzt, ein Baumeister hat für einen Mann ein Haus gebaut und er hat es fertig hergestellt, so wird er ihm für je ein Sar des Hauses zwei Seqel Silber als Geschenk geben.

§ 229 Gesetzt, ein Baumeister hat für einen Mann ein Haus gebaut, sein Werk (aber) nicht fest gemacht, und das Haus, das er gemacht hat, ist eingefallen und hat den Eigentümer des Hauses getötet, so wird jener Baumeister getötet.


Das Prinzip ist die Synchronität. Belohnung und Strafe. Belohnung bei Erfüllung, Strafe bei Nichterfüllung.

Heute simpel bekannt als Bonus-Malus-System. Und das muß das Prinzip sein: Kein Bonus ohne Malus. Keine Belohnung ohne Strafe.

Die Strafe? Das kann sein die Haftung der Bank, die nicht unter den gehandelten Werten liegen darf. Oder das Privatvermögen des Investmentbankers.

Natürlich ist die Realisierung schwierig, da nur auf internationaler Ebene durchsetzbar. Allerdings darf man dann höflich fragen, was bei den G7-, G8-, G20- und sonstigen Gipfeltreffen die Damen und Herren außer Käffchentrinken und Schnittchenfuttern sonst noch so tun.

Ich bin der festen Überzeugung, daß wir dieses Problem mit dieser synchronen Gesetzgebung (da muß es rein) längst nicht mehr hätten.

Zu fragen wäre, wer es verhindert und wie und mit welcher Begründung. Oder ist noch nie jemand auf die Idee gekommen?

Gruß
Klaus


kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 04.03.2013 | Top

RE: "Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind.......

#48 von kurt02 , 05.03.2013 04:12

Zitat von JoG im Beitrag #44
...

Das ist nicht ganz wahr. Zwar stimmt, dass die Boni der Banker im Durchschnitt höher waren auch für relative niedere Positionen, als in den meisten Industrien. Das war, weil im Finanzsenator durch mehrere Faktoren wie der Allokation von Kapital in die Schwellenländer, der Blase im Immobiliensektor, der Dotcom Blase oder der rasch wachsenden Verschuldung der Nationalstaaten und der einhergehenden Geldschöpfung durch die Zentralbanken enorm belastet war und daher sehr große Gewinne abwarf. Daher rekrutierte man möglichst gutes Personal, das relativ rar war und warb solches Personal den Konkurrenten ab, das erfolgreich arbeitete. So stiegen die Preise in den 1990er wesentlich an.


Ich glaube, ich halte dieses Thema am Kochen, weil Sie immer so nett schreiben von raren guten Leuten, die, natüüüürlich marktwirtschaftlich
bezahlt werden wollen, vom bösen Staat, der an allem Schuld ist, und was denn alles in Ihrer heilen Welt der Guten Bänker sonst noch rosarot ist.:). Hier der Hinweis darauf, dass ein Arbeiter mit 1,50 am Tag doch nicht arm sei, dort, dass man mit 80 Mio Bonus nicht reich. Hier der Verweis, dass die Forderung nach 5% Lohnerhöhung Raffgier sei und ins Elend führen würde, dort, dass Bonuszahlungen in abewrwitziger Millionenhöhe dem Volkswohl dienten.

Zitat von JoG im Beitrag #44
Dass aber in anderen Industrie so hohe Einkommen nicht erzielt würden ist falsch. Meistens bleiben die astronomischen Einkommen bei den oberen Managern und den Eigentümern, das ist wahr. Aber überschlagen Sie doch wieviel die Gründer von Microsoft, SAP oder Apple verdient haben in einem durchschnittlichen Jahr. Oder Blättern Sie zurück wie hoch Eisners Boni waren. Oder schauen Sie nach wie viel die Großaktionäre von BMW, Siemens verdienen oder die größeren Adelsvermögen.

Nun mag es sein, dass es eine bessere Möglichkeit gibt die Wirtschaft effizient zu gestalten als über Marktpreise. Ich habe allerdings keine Alternative gehört.


Es ist nichts gegen Aktiengewinne in astronomischen Höhen einzuwenden - schließlich ist das eigenes Geld und eigenes Risiko. Mit fremdem Geld und ohne Risiko ist das eine andere Sache. Oder Unternehmer. Wer neidet Albrecht seine 18 Milliarden?

Adelsgeld ist in den allermeisten Fällen Raubgeld, aber das ist ein anders Thema. Sie sehen, ich bin Antifeudalist;-))

Und ja, es gibt keine bessere Weise zu wirtschaften als es marktwirtschaftlich zu tun. Nur werden die Preise im obersten und im untersten Segment seit ca. 12 Jahren nicht mehr marktwirtschaftlich ermittelt.

kurt02  
kurt02
Beiträge: 649
Registriert am: 07.01.2013


RE: "Anti-Gier-Gesetz: Die wahren Clowns sind.......

#49 von JoG , 05.03.2013 09:38

Zitat von kurt02

Ich glaube, ich halte dieses Thema am Kochen, weil Sie immer so nett schreiben von raren guten Leuten, die, natüüüürlich marktwirtschaftlich
bezahlt werden wollen, vom bösen Staat, der an allem Schuld ist, und was denn alles in Ihrer heilen Welt der Guten Bänker sonst noch rosarot ist.:). Hier der Hinweis darauf, dass ein Arbeiter mit 1,50 am Tag doch nicht arm sei, dort, dass man mit 80 Mio Bonus nicht reich. Hier der Verweis, dass die Forderung nach 5% Lohnerhöhung Raffgier sei und ins Elend führen würde, dort, dass Bonuszahlungen in abewrwitziger Millionenhöhe dem Volkswohl dienten.



Ja, die Einkommen der betreffenden Personen wurden am Markt abgeschlossen. War dieser Markt wohl definiert? Nein. Waren die Personen verantwortlich daran, dass der Markt so definiert war, dass das Ergebnis herauskam? Ja, im gleichen Maße wie jeder andere Wähler in der Demokratie auch. Aber sie waren nicht die Leute, die die Gesetze und Verordnungen machten noch jene, die diese Bestimmungen duldeten. Wir alle haben ein dummes Gesetz gehabt und sind entsprechend für die Folgen verantwortlich. Die Gesetzgeber mehr und das Volk in minderem Maße. Dieses Maß genügt jedoch die Konsequenzen tragen zu müssen und verbietet den Anständigen auf Andere zu deuten. Wenn das ein Hauptverantwortlicher wie Politiker oder Gewerkschaftler ist, so ist das geradezu Hetze aus niederem Motiv.

Das ist gut, wenn man liest. Aber man muss das Gelesene auch einordnen können. So war der Zusammenhang der $ 1,50 pro Tag nicht alleine so, wie Sie das aufwerfen. Aber es sollte verstehen lassen, wieso Kapital legitim abwandert, wieso hiesige Arbeiten nicht zu machen lohnen oder wieso es so egozentrisch menschenverachtend ist, Mindesteinkommen hier über Menschenrechte zu argumentieren. Was allerdings falsch ist, ist wenn man die 80 Millionen eines Einzelnen vergleicht mit der behördlichen Festlegung des Einkommens in einem Sektor. Das sind zwei ziemlich unterschiedliche Dinge und haben für die Gesellschaft wesentlich unterschiedliche Folgen. In gewisser Weise könnten Sie die $ 1.50 mit dem Tarifanstieg in Relation setzen. Das andere ist Unsinn; zumindest Volkswirtschaftlich.

Zitat von kurt02

Es ist nichts gegen Aktiengewinne in astronomischen Höhen einzuwenden - schließlich ist das eigenes Geld und eigenes Risiko. Mit fremdem Geld und ohne Risiko ist das eine andere Sache. Oder Unternehmer. Wer neidet Albrecht seine 18 Milliarden?

Und ja, es gibt keine bessere Weise zu wirtschaften als es marktwirtschaftlich zu tun. Nur werden die Preise im obersten und im untersten Segment seit ca. 12 Jahren nicht mehr marktwirtschaftlich ermittelt.



Da sagen Sie etwas Richtiges. Das Gesetz legte die Entscheidung über die Boni nicht in die Hände derer auf deren Rechnung sie gingen. Der Gesetzgeber legte sie in die Hände derer, die die Boni bekamen. Das war schlecht. Aber wie oben gesagt. Es war nicht der Fehler der Manager. Das waren Politiker und Parteien usw.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


"Berlin - Der Schweizer Volksentscheid zur Begrenzung von Managergehältern schlägt hohe Wellen.....

#50 von JoG , 13.03.2013 12:50

.... und hat auch in Deutschland Rufe nach mehr Regulierung gegen exzessive Boni und Bezüge ausgelöst. Jetzt schaltet sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in die Debatte ein: "Maßlosigkeit darf in einer freien und sozialen Gesellschaft nicht sein", sagte Merkel der "Freien Presse" am Mittwoch. Sie verstehe "sehr gut, wenn Menschen über manche Gehälter, die völlig aus dem Rahmen fallen, nur noch den Kopf schütteln können und wollen, dass das aufhört", so die Kanzlerin weiter."
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...t-a-888526.html

Unfug. Die tatsächlich Reichen haben weit höhere Einkommen. Wie viel hat Jobs, Gates oder Plattner jährlich verdient? Doch nicht lächerliche 100 Millionen.

Ich sage nicht, wie man mit hohen Einkommen umgehen will. Aber eine Hetze gegen Manager zu führen, das sogar die eigene Beteiligung an diesen Gehältern verschweigt und von der man mit der Hetze ablenkt, ist entsetzlich und für die Bevölkerung wirklich gefährlich, wenn sie das den Parteien durchgehen lässt.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


   

Manager Gehälter
Streik im öffentlichen Dienst

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen