Das voraussichtlich nächste Mobbing-Opfer der SPD

#1 von weihrauch , 22.02.2013 21:55

Ein SPD-Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft, Korol, hat es gewagt, gegen die SPD-Doktrin in Sachen Einwanderung vorzugehen.
Er warnte vor den "Armutsflüchtlingen aus Osteuropa" - gemeint sind Zigeuner aus Bulgarien und Rumänien.
Korol: "Ich möchte diese Volksgruppe nicht unter Generalverdacht stellen. Aber ich fürchte, daß sie viele Kinder zeugen werden, sich aber für nichts in unserer Gesellschaft verantwortlich zeigen."
Korol: „Diese Menschen stammen aus einer archaischen Welt. Väter haben keine Hemmungen, ihre Kinder zum Anschaffen und Stehlen zu schicken. Sie halten es für ihr gutes Recht, ihre minderjährigen Töchter zur Hochzeit zu zwingen. Viele junge Roma-Männer schnüffeln sich mit Klebstoffdämpfen das Gehirn weg.“

Die Geier seiner eigenen Partei blasen schon zum Vernichtungsfeldzug:
Für Bernd Schneider , Sprecher der Sozialbehörde, sind Korols Äußerungen hochgradig diskriminierend.

Die staatlichen Medien blasen ins gleiche Horn:
Die linke taz vergleicht Karol mittlerweile schon mit Heinrich Himmler. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis der gerade erst in die Bremische Bürgerschaft eingezogene SPD-Politiker diese wieder aufgrund des "öffentlichen Drucks" verlassen muss.

http://www.taz.de/Rassismus/!111567/


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zuletzt bearbeitet 22.02.2013 | Top

RE: Das voraussichtlich nächste Mobbing-Opfer der SPD

#2 von huhngesicht , 22.02.2013 22:48

Ein SPD-Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft, Korol, hat es gewagt, gegen die SPD-Doktrin in Sachen Einwanderung vorzugehen.
Er warnte vor den "Armutsflüchtlingen aus Osteuropa" - gemeint sind Zigeuner aus Bulgarien und Rumänien.
Korol: "Ich möchte diese Volksgruppe nicht unter Generalverdacht stellen. Aber ich fürchte, daß sie viele Kinder zeugen werden, sich aber für nichts in unserer Gesellschaft verantwortlich zeigen."
Korol: „Diese Menschen stammen aus einer archaischen Welt. Väter haben keine Hemmungen, ihre Kinder zum Anschaffen und Stehlen zu schicken. Sie halten es für ihr gutes Recht, ihre minderjährigen Töchter zur Hochzeit zu zwingen. Viele junge Roma-Männer schnüffeln sich mit Klebstoffdämpfen das Gehirn weg.“

Die Geier seiner eigenen Partei blasen schon zum Vernichtungsfeldzug:
Für Bernd Schneider , Sprecher der Sozialbehörde, sind Korols Äußerungen hochgradig diskriminierend.

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Ich finde es unglaublich faszinierend, dass man anscheinend den Eindruck haben kann, solche Aussagen seien nicht hochgradig diskriminierend. Diese Unterstellungen werden stets so formuliert, als wolle jemand verbergen, dass es kriminelle Sinti und Roma gibt, als waere es nicht wahrscheinlich, dass zugereiste Sinti und Roma eher ihre Kinder zum Stehlen schicken als ein deutscher Anwalt in Hamburg Blanckenese. Oder dass man nicht eher befuerchten muesste, dass ein anatolischer Exziegenhirte eher einen Ehrenmord begehen koennte als ein Zeuge Jehovas. Das weiss jeder, und daraus macht auch niemand ein Geheimnis. Rassistisch und diskriminierend wird es aber dann, wenn man solche Vorkommnisse oder Eigenarten gruppenspezifisch pauschalisiert. Es ist ja nicht so, dass es keine Deutschen gibt, die Klebstoff schnueffeln. Wenn man das zurecht kritisiert, stellt man aber keinen diskriminierenden Zusammenhang zwischen der Nationalitaet und dem Schnueffeln her. Und dass verarmte Roma, die sich nicht mal Schnaps leisten koennen wie der Deutsche ihr Elend mittels Schnueffeln tendenziell haeufiger vergessen lassen als Deutsche in Deutschland ist sicher nicht unwahrscheinlich. Und wenn ein Staat erkennt, dass ausgerechnet viele kriminelle Schnueffler aus irgendeinem Land tendenziell und bedenktlich haeufig nach Deutschland kommen, hat der Staat die Moeglichkeit, Gesetze zu erwaegen, die sowas verhindern (im Falle Rumaenien und Bulgarien zukuenftig natuerlich schwierig, das waere aber ein anderes Thema.) Und solche existieren zB in der Form von Asylgesetzen usw. Unanstaendig ist es aber, selbst wenn Statistiken existieren, diese zu missbrauchen, um rassistisch zu diskriminieren, weil der absolute Zusammenhang konstruiert ist. Sowas nennt sich auch volksverhetzend und hat frueher zu Progromen an Minderheiten gefuehrt.

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Diskriminierung und Wahrheit

#3 von weihrauch , 23.02.2013 00:36

Kann die Wahrheit mit der Diskriminierung kompensiert werden?
Kann man bei Wahrheit überhaupt noch von Diskriminierung sprechen?
Genauso verhält es sich bei dem Begriff Vorurteil.
Kann jemand Vorurteile haben, der täglich mit denjenigen konfrontiert wird, denen das Vorurteil gilt.
In diesem Falle kann man doch höchstens von Unhöflichkeit sprechen anstelle von Diskriminierung, Rassismus oder Vorurteile.
Wenn ich zu einer dicken Frau sage, sie ist dick, so ist das kein Vorurteil, Diskriminierung sondern nur eine schlichte Unhöflichkeit.

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RE: Diskriminierung und Wahrheit

#4 von huhngesicht , 23.02.2013 02:11

Kann die Wahrheit mit der Diskriminierung kompensiert werden?
Kann man bei Wahrheit überhaupt noch von Diskriminierung sprechen?

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Wir sprechen aber nicht von Wahrheiten sondern von gefuehlten (selten statistisch belegten) Korrelationen. Und wenn man das pauschalisiert, nennt man das Diskriminierung.
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Genauso verhält es sich bei dem Begriff Vorurteil.
Kann jemand Vorurteile haben, der täglich mit denjenigen konfrontiert wird, denen das Vorurteil gilt.

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Natuerlich. Man koennte es eine deutsche, verpflichtende Tugend nennen, sich selbst gegen Vorurteile zu wappnen. Niemand ist frei davon. Aber man sollte sich anstrengen, als guter Mensch und besonders als aufrechter Deutscher, nicht der Schwaeche Vorurteil zu erliegen.
Ich behaupte nicht, dass das leicht ist. Ich erinnere mich an zwei Kommilitonen, die aus einem Urlaub in Litauen zurueckkehrten und ploetzlich zwei Hammerbraeute als Freundinnen mitbrachten (die Typen waren nicht unbedingt die coolsten Hengste). Wenn sie mich fragten, ob ich denke, dass das zwei osteuropaeische Quasiprostituierte waren, die ein Ticket nach Deutschland suchten, dann wuerde ich die Frage nicht beantworten, weil es der Respekt vor dem Individuum gebietet, kein nicht abwegiges Vorurteil zu pflegen, selbst wenn es wahr ist. Denn selbst wenn es wahr sein sollte (vermutlich faellt es wenig schwer, begruendet anzunehmen, dass diese Personen ein Vorurteil bestaetigten) gebieten es Anstand und Respekt (deutsche Tugenden, bezueglich derer ich ihnen absolut glaubhaft abnehme, dass ihnen diese wichtig sind), dass man deswegen nicht jeder litauischen Frau unterstellt, sie sei eine Quasiprostituierte, die sich jedem Deutschen an den Hals wirft, nur damit sie nach Deutschland kommen darf. Verstehen sie den Grund, verstehen sie das unvorstellbar wichtige Prinzip, das dem innewohnt? Sogar wenn 99% aller litauischen Frauen das Vorurteil bestaetigen wuerden, waere es menschenverachtend, das eine Prozent zu diskriminieren.
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In diesem Falle kann man doch höchstens von Unhöflichkeit sprechen anstelle von Diskriminierung, Rassismus oder Vorurteile.
Wenn ich zu einer dicken Frau sage, sie ist dick, so ist das kein Vorurteil, Diskriminierung sondern nur eine schlichte Unhöflichkeit.

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Das ist aber der Schluesselaspekt. Wenn man sieht, dass jemand dick ist, kann man das benennen, auch wenn das tatsaechlich unhoeflich und auch unnoetig waere. Wenn man aber neun Toechter der Familie XY kennt, die dick sind, darf man nicht der zehnten Tochter unterstellen, sie muesse auch dick sein. Im Gegenteil kann man seine Vorurteile relativieren, wenn man wenigstens diese eine schlanke Tochter kennenlernt (anmerkend, dass Uebergewicht kein Kriterium ist, einen Menschen abzuwerten).
Ein anderes Beispiel. Meine Schwiegermutter war mit meiner Tochter spazieren und sie trafen auf vermutlich relativ fundamentalistische Muslime. Die Schwiegermutter wurde bespuckt und beleidigt, weil sie kein Kopftuch trug, meine Tochter natuerlich extrem geaengstigt. Was denken sie, was ich fuehlte, als ich davon erfuhr und wieviel Disziplin es verlangt, nicht pauschalisierend zu denken? Wenn das Wohl meiner Tochter tangiert wird, hoert auch bei mir die alleinige Gewichtung der Vernunft auf. Es waere aber als aufrechter Deutscher falsch, ich liesse mich von unreflektierten Emotionen versklaven, nur weil Fehlgeleitete eine Entgleisung begangen. Gleichzeitig habe ich einen wundervollen muslimischen tuerkischen Kollegen. Und dieser kann zB helfen, Vorurteilen vorzubeugen, um den Menschen zu sehen und nicht vorurteilsbehaftete Kollektive. Und ich bin kein verbloedeter Weltverbesserer (hier nennt man das wohl linksgruen ;-), der die Probleme nicht sieht, die gruppenspezifisch existieren. Aber langfristig funktioniert kein gesellschaftlicher Protektionismus, sondern die Werte der "Guten" muessen sich beweisen, indem man haendreichend handelt und nicht ausgrenzt. Und wenn "der andere" das noch nicht verstanden hat (sei es der Tuerke, der deutsche Soldaten in einen Sack steckt), dann schraubt man seine Ansprueche nicht auf dieses primitve Niveau zurueck, sondern zeigt, dass man vorbildlich besser sein kann. Die Macht der Demut wird leider extrem unterschaetzt.
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RE: Das voraussichtlich nächste Mobbing-Opfer der SPD

#5 von kjschroeder , 24.02.2013 14:40

Zitat
Das ist aber der Schluesselaspekt. Wenn man sieht, dass jemand dick ist, kann man das benennen, auch wenn das tatsaechlich unhoeflich und auch unnoetig waere. Wenn man aber neun Toechter der Familie XY kennt, die dick sind, darf man nicht der zehnten Tochter unterstellen, sie muesse auch dick sein.


Ein Punkt für Sie. ;-) Das sehe ich auch so - Diskriminierung geht immer auch mit einer Verallgemeinerung daher.

Ich habe bei diesem Thema jetzt ein Problem: Das diskutierte Papier mit den inkriminierten Äußerungen gibt es nicht mehr - der Abgeordnete hat es umformuliert, [URL=http://www.martinkorol.de/index.php?id=10&tx_ttnews[tt_news]=119&cHash=3c52d35128b3811d83896d527f682231]wie er auf seiner Website sagt[/URL] und eine neue Fassung ins Netz gestellt. Nämlich hier: -> http://www.martinkorol.de/fileadmin/pdf/...2013_FEB_23.pdf

Da hört sich einiges - vor allem am Schluß - für meine Begriffe erheblich anders an.

Zur Ergänzung eine Pressemitteilung des Deutschen Städtetages, der a) von einer "Armutszuwanderung" spricht und b) von einer Überforderung der Kommunen, damit klarzukommen -> http://www.staedtetag.de/presse/mitteilu...4517/index.html

Gruß
Klaus

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RE: Das voraussichtlich nächste Mobbing-Opfer der SPD

#6 von JoG , 24.02.2013 17:09

"Viele junge Roma-Männer schnüffeln sich mit Klebstoffdämpfen das Gehirn weg.“

Es wäre interessant zu wissen, womit Korol sich das Gehirn weggeschnüffelt hat.

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RE: Das voraussichtlich nächste Mobbing-Opfer der SPD

#7 von kjschroeder , 24.02.2013 17:28

Zitat
"Viele junge Roma-Männer schnüffeln sich mit Klebstoffdämpfen das Gehirn weg.“
Es wäre interessant zu wissen, womit Korol sich das Gehirn weggeschnüffelt hat.


;-)

In der Tat.

Nun hat er sich korrigiert, und seinen Beitrag überarbeitet ins Netz gestellt. Die o.a. Bemerkung gibts da nicht mehr. Man kann natürlich jetzt sagen: okay, da tarnt sich jetzt jemand. Man kann aber auch sagen: Da hat jemand gemerkt, daß er sich verrannt hatte.

Die Frage ist: Wollen wir auf Basis der alten, korrigierten Fassung diskutieren? Oder auf Basis des neuen Beitrags? Der enthält nämlich auch interessante Fragestellungen, vor allem zum Schluß.

Hier nochmal der Link zu seinem Beitrag: -> http://www.martinkorol.de/fileadmin/pdf/...2013_FEB_23.pdf

Gruß
Klaus

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