RE: Gauck Rede zu Europa

#26 von JoG , 23.02.2013 14:59

Zitat von huhngesicht im Beitrag #9
Klar doch. Weil er standing ovations bekam, kann die Rede nur gut gewesen sein.
Wie naiv kann man nur sein, das so zu sehen?

###
Bitte? Ich habe die Rede selbstverstaendlich zuerst selbst gelesen. Ich verwies auf die Ovations, wie man bei Filmen auf Oskargewinner oder Userbewertungen im internet verweist. Auf meine Frage nach konkreter Kritik hoerte ich bisher nur "Geschichtsklitterei", die aber nicht weiter erklaert wird (er ging in seiner Rede minimal auf die Historie ein, was mir zudem korrekt erschien). Mir ist schon aufgefallen, dass sich viele hier zur Wahrung ihrer teilweise sehr schraegen Meinungen und Wunschvorstellungen vielfaeltiger Mittel bedienen.

1. Pauschalisierungen
2. inhaltsleere Dysphemismen (zB Linksgruene, Schwuchteln, Wanderprediger)
3. Weltverschwoerungsphantastereien ueber gleichgeschaltete Medien (alles Gruene, mannoman ;-), waehrend man gleichzeitig gern mal die fuer ihre herrliche feingeistige Objektivitaet bekannte Neue Freiheit zitiert (Zitat: Zigeuner)
4. Vorurteile (Auslaender, Frauen, Medien, Politiker)
5. Undifferenzierte Polarisierungen
6. Populismus
7. andere Rhetorik (der Gegenueber kann oder will nicht verstehen, es mangelt ihm an Bildung, unbegruendete ideologische Verortung)

Huhngesicht


Das ist weniger ein Problem.

Das Problem ist, dass Gauck das alles auch tut. Das ist auch, glaube ich, der Grund, weshalb die Rede so entsetzlich ist.

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RE: Gauck Rede zu Europa

#27 von JoG , 23.02.2013 15:32

Ist Ihnen das nicht genügend konkret:
".... wollen wir eine europäische Vereinigung nicht von oben dekretieren."

Oder glauben Sie nicht, dass er da konkret dem widerspricht, wie die Immer Tiefere Union durchgesetzt wird?

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RE: Gauck Rede zu Europa

#28 von horstR , 23.02.2013 15:44

So eine Rede erwartet man von einem Referentdar, der einen Schüleraustausch eröffnen darf!


Saludos

HR

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RE: Gauck Rede zu Europa

#29 von huhngesicht , 23.02.2013 16:43

Ist Ihnen das nicht genügend konkret:
".... wollen wir eine europäische Vereinigung nicht von oben dekretieren."

Oder glauben Sie nicht, dass er da konkret dem widerspricht, wie die Immer Tiefere Union durchgesetzt wird?

###
Nein, weil ich die Maer von der Tiefen gefaehrlichen Union fuer eine kuenstliche Angst gestriger Nationalisten halte (zumindest fuer Deutschland). Die erste Europawahl hatten wir vor fast 25 Jahren (ein viertel Jahrhundert). Was konkret hat sich seitdem dergestalt geaendert, das gravierend in die Entscheidungsfaehigkeit der nationalen Regierungen eingegriffen haette? Was genau?
Reisefreiheit, frei Wahl auf Wohnung und Arbeitsplatz, teilweise eine bequeme einheitliche Waehrung (man beachte, dass da oft das Wort frei auftaucht), Abschaffung der Grenzen. Also wo genau sind die gefaehrlichen Dinge, die wirklich den Bundestag entmachtet haben? Was sind die?
Man muesste sich ja dann auch fragen, warum deutsche machtgeile Politiker auf so eine eigenartige Idee kommen und ihre Macht an zweitklassige Politiker in Bruessel verschenken. Ist das wenn warum plausibel? Das einzige, was auch jetzt vielen Buergern missbilligt wird, ist die kaum zu beurteilende komplexe Krisensitution innerhalb der EU (Euro, Arbeitslaetze, Verschuldung usw). Aber auch hier gehen zumindest indirekt alle Entscheidungen vom Bund aus. Vermutlich ist den kluegeren Menschen (ich steige da im Detail nicht durch) bewusst (daher die ueberwiegende Einheitlichkeit bei den Parteien, dass ein Erhalt der relativen wenn auch mit Belastungen verbunden Stabilitaet innerhalb der EU (Euro usw) besser ist als Veraenderung bzw zusammenbruch.
Zumal die Sorgen mehrheitlich auch noch auf kursichtigem Pfruendeerhaltdenken beruht.
Mir stellt sich noch eine andere Frage. Weshalb interessiert es EU-Gegner ueberhaupt, ob mehr Entscheidungsgewalt von Bruessel oder Berlin ausgeht? Da EU-Gegner in der politischen Landschaft Ds praktisch einflusslos sind, was macht es fuer einen Unterschied, ob die pro-EU deuschte Regierung oder gleich Bruessel entscheidet. Koennte man sich da nicht eher freuen, dass Deutschland als staerkstes Mitgleid mehr Einfluss auf andere EU-Nationen bekommt?

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Deutschland ohne Politiker, die ihr Land würdig vertreten

#30 von weihrauch , 23.02.2013 16:49

Es bleibt dabei - Deutschland bleibt vermutlich das einzige Land, das sich schrägen Vögeln vertreten läßt, die nichts Gutes mit Deutschland im Sinn haben.
Gauck will Englisch
Schnarre und Gabriel die grundsätzliche Doppelstaatsbürgerschaft
Merkel, Westerwelle und Polenz den schnellen Türkei-Beitritt

Ich sage es mal krass: Diese Leute sollten wegen Landesverrat angeklagt werden - nur - bei welchen Richtern?

Bei Gauck wäre schon bei Beginn an Misstrauen angesagt - war er doch der Wunschkandidat der Grünen.
Merkel steht wie immer - FÜR NICHTS
Westerwelle kämpft - mit allen Mitteln - für Aufmerksamkeit
Schnarre geht grundsätzlich auf Konfrontation zur deutschen Bevölkerung.

Was die Sprache betrifft, da hoffe ich auf die Franzosen, die dem Geschwätz von Gauck ein Ende bereitet

http://www.welt.de/politik/deutschland/a...ch-spricht.html

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RE: "Liebe Engländer, Schotten,.....

#31 von JoG , 23.02.2013 16:57

.....Waliser, Nordiren und britische Neubürger! Wir möchten euch weiter dabeihaben! Wir brauchen eure Erfahrungen als Land der ältesten parlamentarischen Demokratie, wir brauchen eure Traditionen, eure Nüchternheit und euren Mut! Ihr habt mit eurem Einsatz im Zweiten Weltkrieg geholfen, unser Europa zu retten - es ist auch euer Europa. Lasst uns weiter gemeinsam um den Weg zur europäischen Res Publica streiten, denn nur gemeinsam sind wir den künftigen Herausforderungen gewachsen. Mehr Europa soll nicht heißen: ohne euch!"

Dann wäre es schön, wenn er wirklich auf deren Rat hören würde, wenn die Euroländer auf die Engländer gehört hätten, als sie den Euro einführten. Aber man hat sich arrogant darüber hinweggesetzt und die Engländer angefeindet.

Also die Rede war verloge Propaganda für das fehlgelaufene Projekt einer kleinen Interessengemeinschaft.

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RE: "Liebe Engländer, Schotten,.....

#32 von weihrauch , 23.02.2013 17:08

Zitat von JoG im Beitrag #31
.....Waliser, Nordiren und britische Neubürger! Wir möchten euch weiter dabeihaben! Wir brauchen eure Erfahrungen als Land der ältesten parlamentarischen Demokratie, wir brauchen eure Traditionen, eure Nüchternheit und euren Mut! Ihr habt mit eurem Einsatz im Zweiten Weltkrieg geholfen, unser Europa zu retten - es ist auch euer Europa. Lasst uns weiter gemeinsam um den Weg zur europäischen Res Publica streiten, denn nur gemeinsam sind wir den künftigen Herausforderungen gewachsen. Mehr Europa soll nicht heißen: ohne euch!"

Dann wäre es schön, wenn er wirklich auf deren Rat hören würde, wenn die Euroländer auf die Engländer gehört hätten, als sie den Euro einführten. Aber man hat sich arrogant darüber hinweggesetzt und die Engländer angefeindet.

Also die Rede war verloge Propaganda für das fehlgelaufene Projekt einer kleinen Interessengemeinschaft.


Schade, Sie sind mir eine Minute zuvorgekommen, was das Anschleimen an GB betrifft.

Gauck bestätigt einmal wieder, daß es in der deutschen Sprache nicht ohne Grund das Wort Geschwafel gibt.

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RE: Deutschland ohne Politiker, die ihr Land würdig vertreten

#33 von JoG , 23.02.2013 17:36

Sie hören sich an wie ein wilder Fanatiker! Es wäre komisch, hätten Sie nicht auch leider recht.

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RE: Gauck Rede zu Europa

#34 von JoG , 23.02.2013 17:46

****Nein, weil ich die Maer von der Tiefen gefaehrlichen Union fuer eine kuenstliche Angst gestriger Nationalisten halte (zumindest fuer Deutschland).***

In dem oberen Beitrag ging es nicht um die "Maer von der Tiefen gefaehrlichen Union". Es ging um den illegitimen Weg, also um die Methoden. Dass auch die Immer Tiefere Union gefährlich sein kann, wenn sie mit so überheblicher Arroganz unfähig durchgepeitscht wird, sollte aber auch jedem am Beispiel des Maastrichter Vertrags klar geworden sein. Dass viele die Gefahren des Lissabonner Vertrags (noch) vor allem in Verbindung mit der EU Menschenrechtscharta) nicht erkannt haben, hängt in erster Linie daran, dass die Meisten die Dokumente nicht ein Mal gelesen haben geschweige denn sich damit auseinander setzten. Zum Anderen sind die Probleme damit erst am Beginn ihrer Virulenz. Wo sie sich gezeigt haben, war es schwer für die Leute die Probleme Dokumenten zuzuordnen, die sie nicht gelesen haben noch deren Tragweite ausgewogen in der Öffentlichkeit diskutiert worden ist.

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RE: "Liebe Engländer, Schotten,.....

#35 von horstR , 23.02.2013 18:24

Warum nicht auch noch liebe Katalanen, Basken, Galicier ? England ist nicht das einzige Land mit Separatismus Tendenzen (Eigentlich sollte nam in der Richtung auf die Bayern hoffen)....

Und Griechenland, Portugal und Spanien sind durchaus Diktaturgefährdet, nur will das noch niemand sehen!


Saludos

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RE: Gauck Rede zu Europa

#36 von huhngesicht , 23.02.2013 18:37

In dem oberen Beitrag ging es nicht um die "Maer von der Tiefen gefaehrlichen Union". Es ging um den illegitimen Weg, also um die Methoden.

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Die doch voellig in Ordnung waren, geradezu politisch korrekt, wie man es auch einem Profi erwarten wuerde. Oder welcher relevante Staatsmann (zB aus GB) hat sich negativ dazu geaeussert? Es ist doch voellig absurd anzunehmen, Gauck haette nicht freundlich und wohlwollend die Englaender gebeten gemeinsam mit D zur EU zu stehen. Kritik an diesen Aussagen ist laecherlich.
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Dass auch die Immer Tiefere Union gefährlich sein kann, wenn sie mit so überheblicher Arroganz unfähig durchgepeitscht wird, sollte aber auch jedem am Beispiel des Maastrichter Vertrags klar geworden sein.

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Inwiefern? Der Vertrag wurde aus pragmatischen Gruenden gebrochen. Das kann man sicher diskutieren und kritisieren, spricht aber ja nicht gegen Europa. Ich meine Schroeder begruendete es mit weltweiten Verwerfungen.
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Dass viele die Gefahren des Lissabonner Vertrags (noch) vor allem in Verbindung mit der EU Menschenrechtscharta) nicht erkannt haben, hängt in erster Linie daran, dass die Meisten die Dokumente nicht ein Mal gelesen haben geschweige denn sich damit auseinander setzten.

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Also wieder Weltverschwoerung? Zwei Vertraege, die von zig Nationen ausgearbeitet wurden, von unterschiedlichsten Interessenvertetern begleitet und dann unterzeichnet wurden, haben die "Meisten" (wer auch immer das sein soll, Stammtischmitglieder in MeckPom?) nie gelesen, keine Anwaelte, keine Richter?
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Zum Anderen sind die Probleme damit erst am Beginn ihrer Virulenz. Wo sie sich gezeigt haben, war es schwer für die Leute die Probleme Dokumenten zuzuordnen, die sie nicht gelesen haben noch deren Tragweite ausgewogen in der Öffentlichkeit diskutiert worden ist

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Mit anderen Worten sie haben wie alle Kritiker hier ueberhaupt keine Ahnung, was denn nun konkret fuer Negativfolgen mit der EU aufgetreten sind. Ich nannte hingegen diverse positive und das ganz konkret (dazu schreibt bezeichnenderweise niemand was, weil es einfach zu gut ist, um es schlechtreden oder verzerrt darstellen zu koennen). Dabei haetten sie ja wenigstens versuchen koennen, welche zu benennen wie meinetwegen die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien. Nachteilig ist dabei nur, dass niemand vorhersagen kann, wie die Situation Spaniens heute waere, wenn es nicht Teil der EU oder des Euroraumes waere. Vielleicht noch erheblich schlechert.

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RE: Gauck Rede zu Europa

#37 von wüllerstorff , 23.02.2013 19:27

Zitat von huhngesicht im Beitrag #29
Ist Ihnen das nicht genügend konkret:
".... wollen wir eine europäische Vereinigung nicht von oben dekretieren."

Oder glauben Sie nicht, dass er da konkret dem widerspricht, wie die Immer Tiefere Union durchgesetzt wird?

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Nein, weil ich die Maer von der Tiefen gefaehrlichen Union fuer eine kuenstliche Angst gestriger Nationalisten halte (zumindest fuer Deutschland). Die erste Europawahl hatten wir vor fast 25 Jahren (ein viertel Jahrhundert). Was konkret hat sich seitdem dergestalt geaendert, das gravierend in die Entscheidungsfaehigkeit der nationalen Regierungen eingegriffen haette? Was genau?
Reisefreiheit, frei Wahl auf Wohnung und Arbeitsplatz, teilweise eine bequeme einheitliche Waehrung (man beachte, dass da oft das Wort frei auftaucht), Abschaffung der Grenzen. Also wo genau sind die gefaehrlichen Dinge, die wirklich den Bundestag entmachtet haben? Was sind die?
Man muesste sich ja dann auch fragen, warum deutsche machtgeile Politiker auf so eine eigenartige Idee kommen und ihre Macht an zweitklassige Politiker in Bruessel verschenken. Ist das wenn warum plausibel? Das einzige, was auch jetzt vielen Buergern missbilligt wird, ist die kaum zu beurteilende komplexe Krisensitution innerhalb der EU (Euro, Arbeitslaetze, Verschuldung usw). Aber auch hier gehen zumindest indirekt alle Entscheidungen vom Bund aus. Vermutlich ist den kluegeren Menschen (ich steige da im Detail nicht durch) bewusst (daher die ueberwiegende Einheitlichkeit bei den Parteien, dass ein Erhalt der relativen wenn auch mit Belastungen verbunden Stabilitaet innerhalb der EU (Euro usw) besser ist als Veraenderung bzw zusammenbruch.
Zumal die Sorgen mehrheitlich auch noch auf kursichtigem Pfruendeerhaltdenken beruht.
Mir stellt sich noch eine andere Frage. Weshalb interessiert es EU-Gegner ueberhaupt, ob mehr Entscheidungsgewalt von Bruessel oder Berlin ausgeht? Da EU-Gegner in der politischen Landschaft Ds praktisch einflusslos sind, was macht es fuer einen Unterschied, ob die pro-EU deuschte Regierung oder gleich Bruessel entscheidet. Koennte man sich da nicht eher freuen, dass Deutschland als staerkstes Mitgleid mehr Einfluss auf andere EU-Nationen bekommt?

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Diese Grenzgeschichte ist Kinderkram. Ich konnte Jahrelang damit leben meine Pass zeigen zu müssen und würde es auch wieder können. Ich hatte auch nie wirklich ein Problem mit dem Geldtauschen. Jetzt muss man beides nicht machen, na toll, es gibt wichtigeres.
Z.b das die Politiker Berufslügner sind. Man hat doch hoch und heilig versprochen dass kein Land für die Schulden anderen Staaten haften wird. Erstens haben sie gelogen und zweitens ist das ein Rechtsbruch. Wenn ich einen Rechtsbruch begehe wandere ich schlimmstenfalls ins Gefängnis, wenn Frau Merkel das macht glaubt die Mehrheit sie mache doch eine guten Job. Die Euobondgeschichte ist wieder aktuell denn es gibt sie: über die EZB. Dieses System EU zerstört via dem Euro die Marktwirtschaft und als Konsequenz davon die Demokratie. Zu alle dem ist auch nie einer wirklich gefragt worden (warum auch das meiste von dem was da gemacht wird ist Rechtsbruch) und falls doch wie in Irland, Niederlande und Frankreich werden die Referenden einfach ignoriert. In Griechenland wollte der gewählte Präsident ein Referendum abhalten und war drei Tage danach Arbeitslos.
Diese gequatsche von 'bannerträgern' ist gequatsche von 'oben'. Das Volk wird niemals gefragt. Lesen sie zB. mal das Wahlprogramm der FDP, die will allen ernstes einen 'Bundesstaat' aufbauen und danach das ganze durch Volksentscheid legitimieren. Das ist fundamental antidemokratisch denn mal sollte erst das Volk fragen. Außerdem ist 'Bundesstaat' und 'am Ende dieses Prozesses' bewusst so unpräzise formuliert dass der Bundessaat alles sein kann und 'am ende' soviel wie niemals bedeutet.
Komplex erscheint die Situation für Leute die sie nicht verstehen: Das Konstrukt ist eine Fehlkonstruktion.

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RE: Gauck Rede zu Europa

#38 von huhngesicht , 24.02.2013 00:46

Diese Grenzgeschichte ist Kinderkram. Ich konnte Jahrelang damit leben meine Pass zeigen zu müssen und würde es auch wieder können. Ich hatte auch nie wirklich ein Problem mit dem Geldtauschen. Jetzt muss man beides nicht machen, na toll, es gibt wichtigeres.

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Bestimmt, aber es ist das Einzige, was die EU uns bisher begreifbar beschert hat. Und das ist gut.
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Z.b das die Politiker Berufslügner sind.

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Was ueberhaupt nichts mit der EU zutun hat, sondern mit dem Prinzip Demokratie und der Erwartungshaltung der Waehler. Das ist weit entfernt von perfekt, aber gehoert das ausgerechnet in diese Diskussion, die vom berufsluegenden Rechtspopulismus dominiert wird?
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Man hat doch hoch und heilig versprochen dass kein Land für die Schulden anderen Staaten haften wird. Erstens haben sie gelogen und zweitens ist das ein Rechtsbruch.

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Mir stellt sich die Frage, ob nach dem Zweiten Weltkrieg jemand zB das kohlepotente NRW gefragt hat, ob es fuer Schulden des "Anatolien Deutschlands" wie Bayern oder BW aufkommen muss und will. Ich nehme mal an, dass es niemanden gab, der so eine Frage stellen durfte. Heute beklagt man sich, dass Bayern und BW einige der wenigen Geberlaender sind. Es hat sich ausgezeichnet, dass man Ressourcen vereinte. Bei allem Streit gestern und heute, waeren Alternativen wirklich fruchtbarer gewesen?
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Wenn ich einen Rechtsbruch begehe wandere ich schlimmstenfalls ins Gefängnis, wenn Frau Merkel das macht glaubt die Mehrheit sie mache doch eine guten Job. Die Euobondgeschichte ist wieder aktuell denn es gibt sie: über die EZB. Dieses System EU zerstört via dem Euro die Marktwirtschaft und als Konsequenz davon die Demokratie. Zu alle dem ist auch nie einer wirklich gefragt worden (warum auch das meiste von dem was da gemacht wird ist Rechtsbruch) und falls doch wie in Irland, Niederlande und Frankreich werden die Referenden einfach ignoriert. In Griechenland wollte der gewählte Präsident ein Referendum abhalten und war drei Tage danach Arbeitslos.
Diese gequatsche von 'bannerträgern' ist gequatsche von 'oben'. Das Volk wird niemals gefragt. Lesen sie zB. mal das Wahlprogramm der FDP, die will allen ernstes einen 'Bundesstaat' aufbauen und danach das ganze durch Volksentscheid legitimieren. Das ist fundamental antidemokratisch denn mal sollte erst das Volk fragen. Außerdem ist 'Bundesstaat' und 'am Ende dieses Prozesses' bewusst so unpräzise formuliert dass der Bundessaat alles sein kann und 'am ende' soviel wie niemals bedeutet.

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Das Volk wird doch bei jeder Wahl gefragt. Nicht ohne Grund haben wir eine parlamentarische Demokratie, die verhindert, dass man den verwirrten aufgehetzten Mob "fragt" und Zustaende wie 1933 zulaesst.
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Komplex erscheint die Situation für Leute die sie nicht verstehen: Das Konstrukt ist eine Fehlkonstruktion.

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Und allein wenige Rechtspopulisten und Nazis verstehen es? Nicht unmoeglich, aber eigenartig oder nicht? Wie kommt das? Erinnert das nicht an den Witz mit dem Falschfahrer auf der Autobahn? Einer? Nein, Hunderte ;-)

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RE: Gauck Rede zu Europa

#39 von kjschroeder , 24.02.2013 01:50

Zitat
Und allein wenige Rechtspopulisten und Nazis verstehen es? Nicht unmoeglich, aber eigenartig oder nicht? Wie kommt das? Erinnert das nicht an den Witz mit dem Falschfahrer auf der Autobahn? Einer? Nein, Hunderte ;-)


Wenn Sie herumhetzen und diffamieren wollen, tun Sie das bitte woanders.

Gruß
Klaus

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RE: Gauck Rede zu Europa

#40 von kjschroeder , 24.02.2013 01:52

Zitat
Mit anderen Worten sie haben wie alle Kritiker hier ueberhaupt keine Ahnung,


Wenn Sie herumhetzen und diffamieren wollen, tun Sie das bitte woanders.

Gruß
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RE: Gauck Rede zu Europa

#41 von huhngesicht , 24.02.2013 02:32

Wenn Sie herumhetzen und diffamieren wollen, tun Sie das bitte woanders.

Bitte???
Ich habe nachvollziehbar nachgefragt. Wen habe ich diffamiert und gegen wen gehetzt?
Wollen sie mich veraeppeln? Ich finde es ja gut, dass im Namen der Meinungsfreiheit selbst kraenkestest Zeug hier fuer ok befunden wird (weihrauch mag schraeg sein, aber ich finde den Typen sympathisch). Und dass zum Glueck, das Forum so friedlich
http://de.wikipedia.org/wiki/Verunglimpf...r%C3%A4sidenten selbst sowas toleriert. Der gute Horst, hallo??? Nein, nein, ist natuerlich keine Polemik unter aller Sau.
Und da pissen sie mich an? Der ich ich immer sachlich Probleme eroerterte? Uh, und gleich zweifach. Aber sonst ist noch alles im gruenen Bereich? Vermutlich sollte ich mir auch irgendeinen Wahnsinn zulegen ...

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RE: Gauck Rede zu Europa

#42 von kjschroeder , 24.02.2013 03:38

Ich denke, Sie wissen sehr genau, was ich meine. Und veralbern kann ich mich selber.

Außerdem praktizieren Sie Ihre Hetzsprache ja gleich darauf wieder mit Ihrer Äußerung vom "kraenkestest Zeug" im Zusammenhang mit weihrauch. Schreiben aber in Ihrem eigenen Forum: "Die NPD ist eine waehlbare Partei, die man moegen oder ablehnen kann. Ich lehne sie ab, aber wenn webbi meint, provokant positiv darueber schreiben zu muessen, damit das zum Diskutieren anregt, gibt es keinen Grund, das zu loeschen."

Was mir wiederum sagt, daß Sie bei sich da drüben praktizieren, was Sie hier als "kraenkestest Zeug" kritisieren. Schlußfolgerung: Ihnen geht es hier nicht ums Diskutieren, sondern ums Stänkern.

Und was reden Sie da von Verunglimpfung? Da hätte ich doch mal gern einen Beleg.

Zitat
Und da pissen sie mich an? Der ich ich immer sachlich Probleme eroerterte?


Was Sie soeben gerade wieder unter Beweis gestellt haben.

Gruß
Klaus

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RE: Gauck Rede zu Europa

#43 von JoG , 24.02.2013 11:20

""""Bestimmt, aber es ist das Einzige, was die EU uns bisher begreifbar beschert hat. Und das ist gut."""

Das ist zwar ein wenig übertrieben, trifft aber die Qualität der Forderungen in der Rede ganz gut. Warum so viel Bombast und heiße Luft, wenn das alles ist, das wir von der EU haben?

Natürlich! Um das Volk mit dem Gewicht eines Wortschwalls zu erdrücken und verstummen zu lassen; ehrlich oder nicht ist nun nicht das Thema mehr, denn wie Sie sagten, sind die Behaupteten Vorteile nur Rauch und Spiegel.

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RE: Gauck Rede zu Europa

#44 von JoG , 24.02.2013 11:28

Ja. Der 90 StGB. Der lässt ziemlich viel Unfug zu und große Willkür. Von außerhalb gesehen, könnte man sogar sagen, dass er verfassungsfeindlich ist. Ganz sicher ist der Paragraph eine schwebende Gefahr für die Verfassungsmäßige Ordnung dieses Landes. Gut, dass Sie es erwähnen.

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RE: Gauck Rede zu Europa

#45 von JoG , 24.02.2013 11:38

Seien Sie nicht so hart zu ihm. Er schreibt wirklich manchmal Quatsch und schießt oft über das Zeil hinaus. Aber er ist halt ein wenig fanatisch in einigen Dingen. Das ist nicht schlimm. Demokratischer Diskurs muss auch mit krass formulierten Meinungen umgehen können. Sonst bleiben die Meinungen bestehen, selbst würde man sie löschen.

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RE: "Liebe Engländer, Schotten,.....

#46 von JoG , 24.02.2013 11:43

"Und Griechenland, Portugal und Spanien sind durchaus Diktaturgefährdet, nur will das noch niemand sehen!"

Was ein guter Duce ist, setzt sich in verarmenden Bevölkerungen durch, meinen Sie? Beten wirr, dass es momentan keinen gibt, der das kann. Weil unsere Verfassung würde uns nicht viel Schutz bieten im Ernstfall.

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RE: "Liebe Engländer, Schotten,.....

#47 von wüllerstorff , 24.02.2013 17:34

[quote="huhngesicht"|p1942
###
Das Volk wird doch bei jeder Wahl gefragt. Nicht ohne Grund haben wir eine parlamentarische Demokratie, die verhindert, dass man den verwirrten aufgehetzten Mob "fragt" und Zustaende wie 1933 zulaesst.
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Komplex erscheint die Situation für Leute die sie nicht verstehen: Das Konstrukt ist eine Fehlkonstruktion.

###
Und allein wenige Rechtspopulisten und Nazis verstehen es? Nicht unmoeglich, aber eigenartig oder nicht? Wie kommt das? Erinnert das nicht an den Witz mit dem Falschfahrer auf der Autobahn? Einer? Nein, Hunderte ;-)

Huhngesicht[/quote]

Der kontinuierliche Rechtsbruch, und in diesem Fall ist das keine Lappalie, ist ein Wesenszug totalitärer Staaten. Somit, Sie werden lachen, sind Sie derjenige der den Rechtspopulisten näher steht als ich. Die Regierung benutzt täglich Rechtspopulistische Ressentiments wenn sie etwas von 'scheitert der Euro dann scheitert Europa' schwafelt. Das ist doch nichts anderes als schäbige heraufbeschwörung von Untergangszenarien die denen der erkennbar Rechten in nichts nachsteht.

Wenn sie wissen wollen wer der Geisterfahrer ist dürfen sie gerne ein Referendum organisieren. in GB haben schon 2/3 erkannt wer der Geisterfahrer ist.

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RE: Gauck Rede zu Europa

#48 von huhngesicht , 24.02.2013 19:14

Ich denke, Sie wissen sehr genau, was ich meine. Und veralbern kann ich mich selber.

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Ich habe weder gehetzt, wogegen denn? Und auch niemanden diffamiert.
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Außerdem praktizieren Sie Ihre Hetzsprache ja gleich darauf wieder mit Ihrer Äußerung vom "kraenkestest Zeug" im Zusammenhang mit weihrauch.

###
Ja, das tat ich (nicht hetzend selbstverstaendlich), weil jeder Mensch, der nicht auf dem Mond lebt, sich natuerlich bewusst ist, dass weihrauch bei aller Sympathie ausgesprochen eigenwillige Beitraege hinsichtlich Inhalt und Form schreibt. Sie machen es sich da aber wirklich leicht. Voellig grundlos beschimpfen sie ausgerechnet mich zu diffamieren, waehrend das Forum davon geradezu ueberquillt. Was fuer eine Reaktion erwarten sie? Ich war veraergert. Ziemlich sogar. Entsprechend waehlte ich meine Worte, da "kraenkestes Zeug" natuerlich voellig passend ist, wenn man es in Relation zu dem von mir hier Geschriebenen stellt. Anstatt, dass sie erklaeren, wen ich angeblich diffamierte, haengen sie sich gemuetlich an meiner veraergerten Reaktion auf.
###

Schreiben aber in Ihrem eigenen Forum: "Die NPD ist eine waehlbare Partei, die man moegen oder ablehnen kann. Ich lehne sie ab, aber wenn webbi meint, provokant positiv darueber schreiben zu muessen, damit das zum Diskutieren anregt, gibt es keinen Grund, das zu loeschen."

###
Und nicht anders sehe ich das.
###

Was mir wiederum sagt, daß Sie bei sich da drüben praktizieren, was Sie hier als "kraenkestest Zeug" kritisieren. Schlußfolgerung: Ihnen geht es hier nicht ums Diskutieren, sondern ums Stänkern.

###
Das ist Unsinn. Ich passe mich nur den Begebenheiten an. Wenn kranke Scheisse 5% des Geschriebenen ausmacht, dann gebe ich sowas raum, weil ich ein netter Kerl bin und Exoten schuetze. Wenn 90% kranke Scheisse ist, dann befinde ich mich in der gegenteiligen Situation wie ein Schwarzer in einer National Befreiten Zone. Dann stelle ich mich nicht auf die Seite der Skin Heads.
###


Und was reden Sie da von Verunglimpfung? Da hätte ich doch mal gern einen Beleg.

###
Sie scheinen im Forum nicht viel mitzulesen. Das ist teilweise so krass, dass ich das selbst bei mir geloescht haette, um nicht am Ende Aeger zu bekommen. Ich zitiere gern:
" Geschwalle eines Wanderpredigers."
"dem Vaterlandlosen Vogel"
"unwürdiges Pastorengewäsch..."
"So eine Rede erwartet man von einem Referentdar, der einen Schüleraustausch eröffnen darf!"
Und Ich greife hier nur die duemmlichste Polemik auf.
###

ZitatUnd da pissen sie mich an? Der ich ich immer sachlich Probleme eroerterte?


Was Sie soeben gerade wieder unter Beweis gestellt haben.

###
Nun ich wurde hier diffamiert von einem Lehrer (man stelle sich das vor), nur weil mein Wortschatz den Rambos uebersteigt und ich wagte das Wort Dysphemismus zu verwenden. Jetzt spreche ich deutlich deutsch, weil sie mich anpissten (allegorisch gesehen zutreffend) und sie beschimpfen mich, ich wuerde andere diffamieren. Finden sie das korrekt?

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RE: "Liebe Engländer, Schotten,.....

#49 von huhngesicht , 24.02.2013 20:34

###
Und allein wenige Rechtspopulisten und Nazis verstehen es? Nicht unmoeglich, aber eigenartig oder nicht? Wie kommt das? Erinnert das nicht an den Witz mit dem Falschfahrer auf der Autobahn? Einer? Nein, Hunderte ;-)

Huhngesicht[/quote]

Der kontinuierliche Rechtsbruch, und in diesem Fall ist das keine Lappalie, ist ein Wesenszug totalitärer Staaten.

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Erstens, definieren sie bitte konkret, von welchem kontinuierlichen Rechtsbruch (ein Bruch ist ein einmaliger Vorgang und nicht kontinuierlich, das ist schon semantisch unsinnig) sie sprechen und zweitens ist die Behauptung, dass dies ein Wesenszug totalitaerer Staaten sei formal Bloedsinn. Ein totalitaerer Staat legt willkuerlich fest, was Recht und was Unrecht ist und bricht nicht seine eigenen Gesetze. Es waere wirklich angenehm, wenn sie ihre Polemik wenigstens etwas anspruchsvoller gestalten. Wenn sie naemlich tatsaechlich etwas lesenswertes zu schreiben haben, die aber vor dem Hintergrund fehlender Glaubwuerdigkeit passiert, nimmt es niemand ernst.
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Somit, Sie werden lachen, sind Sie derjenige der den Rechtspopulisten näher steht als ich.

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Auch das ist formal falsch, da nicht meine Aussagen mit denen von Rechtpopulisten vergleichbar waeren, sondern ich wenn glaeubiges Opfer solcher vergleichbaren Aussagen waere. Und selbst das goelte nur, wenn irgendetwas von ihren Deutungen zutraefe.
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Die Regierung benutzt täglich Rechtspopulistische Ressentiments wenn sie etwas von 'scheitert der Euro dann scheitert Europa' schwafelt.

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So eine Aussage ist, selbst wenn man davon ausgeht, sie sei unwahr, was ich fuer Wunschdenken halte, nicht rechtspopulistisch. Ob sie vielleicht populaer und polpulistisch ist, kann ich nicht beurteilen.
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Das ist doch nichts anderes als schäbige heraufbeschwörung von Untergangszenarien die denen der erkennbar Rechten in nichts nachsteht.

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Ich wuerde es eher begruendete Sorge nennen. Das Ende des Euro waere vermutlich eine Katastrophe, aber ruht ohnehin nur auf dem Wunschdenken weniger Verwirrter.
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Wenn sie wissen wollen wer der Geisterfahrer ist dürfen sie gerne ein Referendum organisieren. in GB haben schon 2/3 erkannt wer der Geisterfahrer ist.

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Ich schrieb schon, dass wir nicht ohne Grund eine parlamentarische Demokratie haben, die "den Stammtisch" abpuffert. Ich wollte das heutige Deutschland nicht sehen, wenn wir diesen Puffer zB Ende der 80er Anfang der 90er bezueglich Auslaenderpolitik nicht gehabt haetten. Oder nennen sie provozierte Dummheit Argument?

Huhngesicht

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RE: "Liebe Engländer, Schotten,.....

#50 von wüllerstorff , 24.02.2013 20:56

Zitat von huhngesicht im Beitrag #49




Huhngesicht


Der kontinuierliche Rechtsbruch, und in diesem Fall ist das keine Lappalie, ist ein Wesenszug totalitärer Staaten.

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Erstens, definieren sie bitte konkret, von welchem kontinuierlichen Rechtsbruch (ein Bruch ist ein einmaliger Vorgang und nicht kontinuierlich, das ist schon semantisch unsinnig) sie sprechen und zweitens ist die Behauptung, dass dies ein Wesenszug totalitaerer Staaten sei formal Bloedsinn. Ein totalitaerer Staat legt willkuerlich fest, was Recht und was Unrecht ist und bricht nicht seine eigenen Gesetze. Es waere wirklich angenehm, wenn sie ihre Polemik wenigstens etwas anspruchsvoller gestalten. Wenn sie naemlich tatsaechlich etwas lesenswertes zu schreiben haben, die aber vor dem Hintergrund fehlender Glaubwuerdigkeit passiert, nimmt es niemand ernst.
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Semantisch argumentieren Sie. es wäre ein Rechtsbruch wenn ich morgen die Bank ausraube, kontinuierlich wäre wenn ich jeden Tag eine Bank ausraube. Konkret zur Europolitik bedeutet dass das praktisch jeden Tag gegen die no bail out Klausel verstoßen wird und fast täglich die EZB gegen das verbot von Staatsfinanzierung durch Notenpresse verstießt.

Der Vergleich mit totalitären Staaten ist kein Blödsinn denn Blödsinn ist das totalitäre Staaten die Rechtsgrundlage auf der sie hantieren jemals ihren Bedürfnissen anpassen.Beispiel, das sogenannte Dritte Reich hat es formal nie gegeben denn es war die Weiterführung des zweiten Reichs, der Weimarer Republik. Alle Gesetze die vom 'Dritten Reich' erlassen wurden entstanden auf der Basis der Verfassung des zweiten Reichs, und falls dem Dritten Reich die Verfassung nicht gepasst hat wurde sie ignoriert. Die Verfassung wurde aber nie geändert. So ist das auch heute, die Rechtsgrundlage 'no bail out' wurde nicht geändert sondern ignoriert und das Verbot der Staatsfinanzierung durch die EZB wurde auch nicht aufgehoben sondern, sie erraten es, ignoriert.
Diese Praxis ist im internationale Recht übrigens Gang und Gäbe. anders Beispiel gefällig? das alte Rom. Es gab keine rechtliche Grundlage für die Aufgabe des republikanischen Systems zum Übergang in die Diktatur.


Ich schrieb schon, dass wir nicht ohne Grund eine parlamentarische Demokratie haben, die "den Stammtisch" abpuffert. Ich wollte das heutige Deutschland nicht sehen, wenn wir diesen Puffer zB Ende der 80er Anfang der 90er bezueglich Auslaenderpolitik nicht gehabt haetten. Oder nennen sie provozierte Dummheit Argument?

Sie argumentieren hier ziemlich dumm denn die Ausländerfeindlichen Ausschreitungen waren illegal. Verboten, nicht erlaubt und dementsprechend wurden sie geahndet. Hat zu der Zeit jemals einer vorgeschlagen Asylheime anzuzünden straf frei zu machen?

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