"Töten per Joystick"

#1 von JoG , 15.02.2013 18:18

Es ist schon interessant, wie man sich mit dem Thema Drohnen auseinandersetzt. Das Zitat aus dem Artikel http://faz-community.faz.net/blogs/deus/...e-drohnung.aspx
in dieser Überschrift oder die Bezeichnung "Tötungsmaschinen" aus der Diskussion, sind bezeichnende Verwendungen der Sprache, die Vorurteile erzeugen sollen. Wieso denken die Hiesigen so?

Immerhin wären sie dafür da deutsche Jungens und Mädchen zu schützen bzw an deren Statt militärische Aktionen durchzuführen. Sie würden also nur tun, was doch für Deutsche Vorteile bringt und würden nichts tun, das nicht getan werden müsste ohne sie, nur eben von menschlichen Soldaten.

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RE: "Töten per Joystick"

#2 von kjschroeder , 15.02.2013 22:43

Zitat
Wieso denken die Hiesigen so?


Da sehe ich 2-3 Aspekte oder Gründe (ohne jetzt ALLE Kommentare gelesen zu haben)

- bei unserem Land ist - einer der Kommentatoren schrieb es - keine klare außenpolitische Linie erkennbar. Das ist alles Wischiwaschi und man hat schon längere Zeit den Eindruck, daß Deutschland nur reagiert statt zu agieren. Und WENN es agiert, setzt es sich bei diesem Politikfeld dem Vorwurf der Feigheit aus. Womit ich bei Punkt 2 wäre:

- es gibt bei aller Obrigkeit- und Staatshörigkeit ein tiefes Mißtrauen gegenüber dem Staat (ein Beleg für die verquirlte Denke hier). Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen, daß diese Dinger nicht auch im INLAND eingesetzt werden, um z.B. nicht der Bebauungsplanung entsprechenden Wochenendhäuschen und sonstige Bauten auszuspähen, und um damit noch tiefer in die Privatsphäre einzugreifen als ohnehin praktiziert? Ich verweise hier auf die Änderung des Luftfahrtgesetzes, das auch den inländischen Einsatz dieser Drohnen regelt - und zwar großzügig.

- der unstillbare Drang der Deutschen die Welt zu retten durch den totalen Frieden. Die deutsche träumerische Romantik halt, die uns schon so viele Probleme bereitet hat

Gruß
Klaus


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RE: "Töten per Joystick"

#3 von horstR , 16.02.2013 00:29

Aus militärischer Sicht sind diese ferngelenkten Waffen natürlich ideal, weil sie wirklich das Leben der eigenen Soldaten schonen.

Die andere Seite ist natürlich die, daß die Lenker mit Aktentasche und Butterbrot in ihre Leitstelle gehen und ihre Waffen bedienen und vielleicht nebenbei halt in ihr Butterbrot beißen und pünktlich um 16°° Feierabend machen und einfach an die Spätschicht übergeben...


Saludos

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#4 von JoG , 16.02.2013 13:49

..... daß diese Dinger nicht auch im INLAND eingesetzt werden,...."

Das ist eine zu vielen Dingen gestellte Frage, wo man eine Maßnahme blockieren will. Aber sie ist die falsche Frage und führt mE nur in die Irre, was in Ihrem Fall vermutlich nicht aber doch oft intendiert ist. Es ist doch gut, wenn die Gesetze effizienter überwacht werden. Es ist doch auch nicht schlimm, wenn man beobachtet und Beweise sichert. Schlimm ist, wenn der Wähler die Behörden nicht unter Kontrolle hat, die das tun. Und daran hapert es hier im Lande schon. Und genau da ist die Baustelle bzw sollte sie sein.

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#5 von horstR , 16.02.2013 14:55

Warum sollen die zu Verteidigungszwecken nicht im Inland eingesetzt werden?

Was haben Sie für Vorstellungen von Krieg?


Saludos

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#6 von JoG , 16.02.2013 15:06

Ich bin mir nicht sicher, ob mir die Frage galt.

Zunächst würde ich aber schon meinen, dass man das Militär im Inland einsetzen sollte dürfen, wenn die Kontrollen genügend robust und verlässlich sind. In Deutschland stelle ich ein ziemliches Manko in dieser Beziehung fest. Das heißt, dass ich in diesem Zusammenhang sehr wohl Drohnen im Inland benutzen würde wollen. Der Einsatz muss aber wesentlich besser geregelt werden, die Behörden und auch und vor allem die Regierungen müssen aber vorher wesentlich besser kontrolliert und ggf verlässlicher sowie härter bestraft werden bei Übergriffen. Bei der aktuellen Situation empfände ich es als ungeheuer leichtsinnig, wenn der Bürger den Regierungen überhaupt und für das Gewaltmonopol umso mehr weitergehende Mittel zur Verfügung stellte.

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#7 von horstR , 16.02.2013 16:06

Erst den Feind bekämpfen und vernichten, dann das Personal hinschicken.

Wie gesagt möglichst kein Risiko für die eigenen Leute, ist doch nicht so schwer, oder?


Saludos

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#8 von JoG , 16.02.2013 17:04

Zitat von horstR im Beitrag #7
Erst den Feind bekämpfen und vernichten, dann das Personal hinschicken.

Wie gesagt möglichst kein Risiko für die eigenen Leute, ist doch nicht so schwer, oder?


Jedenfalls würde ich niemanden wählen, der es umgekehrt sagte es machen zu wollen. In einem demokratischen Rechtsstaat würde man erwarten, dass ein Regierungschef, der anders handelt in leichten Fällen vor ein ordentliches- und in schwerem Fall vor ein Militärgericht gestellt würde und wegen Totschlag, Landesverrat oder so ähnlich streng abgeurteilt würde. Man kann ja nicht die eigenen Bürger opfern Andere zu retten. Da müsste man das ganze Sozialsystem umbauen! ;)

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#9 von horstR , 16.02.2013 19:26

Also da läuft bei Ihnen so einiges durcheinander. Aber stellen wir mal die Frage anders, wie steht es denn mit Ihrer Solidarität mit deutschen Soldaten?


Saludos

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#10 von wüllerstorff , 17.02.2013 12:12

Diese Drohnen können in einem Krieg ihre Berechtigung haben, aber der Glaube dass man mit Drohnen einen Krieg führen bzw gewinnen kann ist unbegründet. Der Moderne Krieg schient wohl ein ganz altmodischer Partisanenkrieg zu sein. Die sind praktisch nicht zu gewinnen.

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#11 von JoG , 17.02.2013 12:15

Zitat von horstR im Beitrag #9
Also da läuft bei Ihnen so einiges durcheinander. Aber stellen wir mal die Frage anders, wie steht es denn mit Ihrer Solidarität mit deutschen Soldaten?


Vermutlich haben Sie mich falsch verstanden.

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#12 von horstR , 17.02.2013 12:44

Und Sie haben, wie eigentlich sehr häufig, wieder mal keine Stellung bezogen.

So was macht eine Auseinandersetzung mit Ihnen eigentlich unfruchtbar und uninteressant.


Saludos

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#13 von JoG , 17.02.2013 14:30

Zitat
Diese Drohnen können in einem Krieg ihre Berechtigung haben, aber der Glaube dass man mit Drohnen einen Krieg führen bzw gewinnen kann ist unbegründet. Der Moderne Krieg schient wohl ein ganz altmodischer Partisanenkrieg zu sein. Die sind praktisch nicht zu gewinnen.



In der Tat sind Partisanenkriege sehr schwierig zumal sie auch in die Hauptstadt des starken Landes getragen werden können. Man kann sich aber leider oft nicht einfach abwenden, weil die Forderungen unerfüllbar scheinen. So war das im Kleinen bei der RAF und im Großen ist es wohl so in Palästina. Auch die Mafia hat sich seit Tausend Jahren gehalten. Das ist aber kein richtig guter Grund Drohnen nicht einzusetzen, wo sie effizienter sind als das Leben unserer Kinder.

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#14 von JoG , 17.02.2013 14:36

Zitat von horstR im Beitrag #12
Und Sie haben, wie eigentlich sehr häufig, wieder mal keine Stellung bezogen.

So was macht eine Auseinandersetzung mit Ihnen eigentlich unfruchtbar und uninteressant.


Finden Sie ich hätte "wieder mal keine Stellung bezogen"? Das ist eher ein Vorwurf, der mir selten gemacht wird. Aber die Frage nach der "Solidarität" mit den Soldaten scheint mir relativ komisch. Das Wort scheint mir hier etwas falsch verwendet. Meinen Sie nicht auch? Hätten Sie gefragt, ob ich den Einsatz von Militär und Gewalt dort zustimme, wo dies für die internationale Sicherheit notwendig scheint, ja. Dann hätte ich sinnvoll antworten können. Aber "Solidarität" mit der Truppe? Meinen Sie damit bezahlen und versorgen? Das wäre auch etwas anderes und könnte beantwortet werden. Aber so? Ich weiß eigentlich nicht, was Sie damit meinen.

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#15 von horstR , 17.02.2013 15:16

Solidarität ist komisch? Aber wenn die ihren Arsch für Ihr Leben hinhalten dann wäre es schon recht, oder wie?

Und Krieg ist nicht zwangsläufig ein Partisanenkrieg, ich fürchte nur Sie können Sich Krieg auf deutschem Boden überhaupt nicht vorstellen!


Saludos

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#16 von Jochen Singer , 17.02.2013 16:03

Zitat
Und Krieg ist nicht zwangsläufig ein Partisanenkrieg, ich fürchte nur Sie können Sich Krieg auf deutschem Boden überhaupt nicht vorstellen!



Ja, natürlich ist Krieg auf deutschem Boden möglich, sogar aus in der deutschen Gesellschaft liegenden Gründen.

Die Problemstellung sehe ich so :

Wenn sich die Gesellschaft sehr weit nach links entwickelt und versucht würde einen linkstotalitären Staat zu etablieren, dann würde sich die Frage stellen ob der tolerierbar wäre. Klare Ansage - nein.

Was im 2-ten Weltkrieg auf halber Strecke stehen blieb, lediglich rechtstotalitäre Terrorherrschaft beendet, müsste dann um den 2.-ten damals von den Westalliierten versäumten Teil ergänzt werden - Zerschlagung des linken Totalitarismus.

Das wäre nach meinem Verständnis auch grundgesetzkonform weil die Linke dieses jetzige Grundgesetz durch ihre Regelwerke zu ersetzen versuchen würde. Es lohnt sich eine durch das Grundgesetz (nach den heutigen Ideen) geformte Gesellschaft zu erhalten und diesen Zustand offensiv zu verteidigen.



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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#17 von horstR , 17.02.2013 17:36

Völlig richtig, der Spitzenkandidat der SPD will die Kavallerie in die Schweiz schicken und wie schnell bei den Herrschaften die ultima ratio erreicht ist haben wir ja im Kosovo gesehen.

Und - ein Sozialist führt Frankreich, was wenn der als ultima ratio mal die Fremdenlegion bei Mme Merkel vorbei schickt?

Alles ist denkbar irgendwie...


Saludos

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#18 von JoG , 18.02.2013 13:13

Was genau meinen Sie mit "links totalitär"? Ich bin mir nicht im Klaren, was der Unterschied zu rechts totalitär sein soll. Es kann ja der unterschied zwischen Privatbesitz und Staatsbesitz kaum sein, weil da wäre China rechts totalitär. Auch scheint national vs international kaum zu ziehen, wenn ich die Sowjets und das Dritte Reich ansehe. Worin also ist der Unterschied?

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#19 von JoG , 18.02.2013 13:19

Was genau meinen Sie mit "links totalitär"? Ich bin mir nicht im Klaren, was der Unterschied zu rechts totalitär sein soll. Es kann ja der unterschied zwischen Privatbesitz und Staatsbesitz kaum sein, weil da wäre China rechts totalitär. Auch scheint national vs international kaum zu ziehen, wenn ich die Sowjets und das Dritte Reich ansehe. Worin also wäre der Unterschied zu sehen?

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#20 von horstR , 18.02.2013 13:28

Ich bin mir nicht im Klaren
Zitatende

Ja das wird mir immer klarer!


Saludos

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#21 von JoG , 18.02.2013 13:39

Eine Technik ist natürlich das Halbe Zitat, wenn man sich überfordert sieht, eine Antwort zu geben. Aber Sie könnten den harten Weg ja gehen und sich überlegen, was nun der Unterschied ist. ;)

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#22 von JoG , 18.02.2013 13:47

Ich hatte gedacht, dass Sie eine Antwort geben wollten, als Sie schrieben es wäre unergiebig, wenn man keine Antwort gibt. Was ist also nun für Sie diese Solidarität, die Sie da beschwören?

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#23 von horstR , 18.02.2013 14:03

Ihre Solidarität, aber ehrlich ich bin müde und ich werde mich nicht weiter mit Ihnen unterhalten, Sie haben gewonnen und mich absolut überzeugt, gratuliere.


Saludos

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RE: "Denn: Wer sagt uns, wer sagt Ihnen,....

#24 von wüllerstorff , 18.02.2013 14:29

Jog redte immer von Trittbrettfahren und jetzt kommt er mit der 'Sicherheit unserer Kinder'. in der Tat weicht er immer aus.

@ singer,


Wen sie glauben dass ein Krieg in D möglich ist weil die Politik immer mehr nach links rückt ist meine Frage wer sich dagegen stellen soll? Die USA? die werden doch auch immer linker. Die Russen, selbst wenn sie immer 'rechter' werden haben kein Interesse ihren wichtigsten Absatzmarkt zu zerschießen. Die Franzosen und Briten sind pleite. Die Gefahr die ich sehe ist eher ein Bürgerkrieg, bedingungslose Retterfraktion vom Großkapital gegen die Mehrheit der Bevölkerung. Das ist allerdings kein spezifisch deutsches Problem.

Und was soll nun an der Aussage 'Töten per Joystick' anstössig sein? So ist es doch nun mal.

Zur Solidarität mit der Bundeswehr kann ich nur sagen das mir die armen schweine Leid tun, sie werden medial fertig gemacht und müssen als Sündenböcke für die Fehler der Politik herhalten. Das Versagen in Afghanistan ist ein politisches Versagen.

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#25 von Jochen Singer , 18.02.2013 17:31

Zitat
Wen sie glauben dass ein Krieg in D möglich ist weil die Politik immer mehr nach links rückt ist meine Frage wer sich dagegen stellen soll? Die USA? die werden doch auch immer linker. Die Russen, selbst wenn sie immer 'rechter' werden haben kein Interesse ihren wichtigsten Absatzmarkt zu zerschießen. Die Franzosen und Briten sind pleite. Die Gefahr die ich sehe ist eher ein Bürgerkrieg, bedingungslose Retterfraktion vom Großkapital gegen die Mehrheit der Bevölkerung. Das ist allerdings kein spezifisch deutsches Problem.



Ich sehe auch mit Missvergnügen dass sich die USA unter Obama nach links bewegt, dennoch vertritt Obama auch Komponenten die von Linken bekämpft oder als nicht realisierbar angenommen werden. Als da wären seine Hinweise auf das erfolgreiche Nutzen von individuellen Chancen unabhängig von der Herkunft und private Initiativen, die die US-Gesellschaft weit vorangebracht hätten. Darauf könne die amerikanische Gesellschaft stolz sein - es war eine sehr patriotische Rede zu seinem 2-tem Amtsantritt.

Bei den Russen habe ich eher die Befürchtung dass die doch wieder in den Bolschewismus zurückfallen. Das kommunistische Personal ist nicht verschwunden, die Indoktrinationen der KPDSU sind nicht einfach abschüttelbar, die Absicht der K-Fraktion bei größer werdende Stärke zu putschen ist in deren Theorie angelegt - das geben die nie auf.

In D hat die Mittelschicht viel zu verlieren wenn die Linke ans Eigentum gehen sollte - insbesondere Wohneigentum, ohne stramme Gegenwehr - Bürgerkrieg - der Mittelschicht wird Enteignung nicht abgehen, die Linke hat zur Zeit auch den Hauptunterstützer (Sowjetunion) verloren.

Wäre also die Frage ob sich das Bürgertum im Konfliktfall auf die NATO verlassen könnte ? Zur Zeit - ja.



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