Peinlich für die "politisch korrekten" Dreckschleudern

#26 von horstR , 08.02.2013 13:18

Jetzt erklärt sich Rösler, pro Hahn http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...z-a-882167.html

Was wird aus dem Hinterbänkler, der Hahn als Quartalsirren im Fernsehen tituliert hat?


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RE: Peinlich für die "politisch korrekten" Dreckschleudern

#27 von JoG , 08.02.2013 13:48

So darf man offenbar doch darüber diskutieren, wie es zu sehen ist, dass eine Partei einen Vorsitzenden asiatischen Hintergrunds hat? Das nenne ich nun tatsächlich liberal oder zumindest einen Schritt in die richtige Richtung.

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RE: Peinlich für die "politisch korrekten" Dreckschleudern

#28 von JoG , 08.02.2013 13:49

So darf man offenbar doch darüber diskutieren, wie es zu sehen ist, dass eine Partei einen Vorsitzenden asiatischen Hintergrunds hat? Das nenne ich nun tatsächlich liberal oder zumindest einen Schritt in die richtige Richtung.

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RE: Rassismus Vorwürfe gegen Jörg Uwe Hahn

#29 von huhngesicht , 08.02.2013 14:19

Sehen Sie? Ich sehe das anders. Als bspw Dr Rice zur Außenministerin nominiert wurde, wurde intensiv diskutiert auch, ob man eine Frau als Außenministerin haben sollte, wo Frauen in relativ vielen Ländern schlecht angesehen oder nicht ernst genommen werden. Man entschied bewusst und ausgesprochen, dass man Rice wollte und später Clinton. Ebenfalls wurde Obamas Farbe in der Vorwahl und in der Wahl analysiert wie es sich auf welche Wählergruppen auswirken würde und durchgegehnd besprochen. Über so etwas nicht reden zu können ist unsagbar schlechte Kultur und einer funktionierenden Demokratie sehr abträglich.

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Vielleicht drueckte ich mich missverstaendlich aus. Es kommt auf das Wie und den Kontext an. Das faengt damit an, dass es ja voellig irrsinnig waere, Parteien wuerden intern nicht die Beliebtheit ihrer Kandidaten und die Ursachen dafuer analysieren. Wenn sie dann feststellen, dass Fred total unbeliebt ist (und sei es wegen seiner Sexualitaet), dann wird er nicht aufgestellt. Alles andere waere ja daemlich. Bei den Amis ist das nicht anders. Haetten die intern festgestellt, dass eine Frau wegen ihres Geschlechtes nicht gewaehlt wuerde, dann haette man ohne darueber zu sprechen, einfach einen Mann kandidieren lassen. Auch in den USA wuerde sich kein Politiker oeffentlich hinstellen und sagen, dass Mrs Rice leider nicht aufgestellt werden konnte, weil sie eine Frau ist. Die oeffentliche Botschaft lautet immer, ganz egal wieviele Sexisten es in unserem Land vielleicht geben moege, wir sind PC und eine wundervolle Partei und stellen Mrs Rice auf.
Der Tenor von Jahn aber war, wenn vielleicht auch ungewollt, der, dass unsere Gesellschaft Roesler wegen seiner Abstammung vielleicht bald nicht mehr ertragen kann. Im Kontext Personaldebatte suggeriert das, dass eine Partei sich vielleicht diesen Rassisten beugen werden muss. Aber genau deswegen werden diese Diskussionen so nicht gefuehrt, weil Rassisten und Sexisten sonst denken, dass ihre verfassungsfeindlichen Ansichten Beruecksichtigung erfahren. Man kann natuerlich soweit gehen und radikaldemokratisch zB die Gleichheit vor dem Gesetz von Mann und Frau aufheben. So eine Demokratie haben wir aber nicht, und die wuerde ich mir auch nicht wuenschen.
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Ich weiß, dass man hier gerne so tut als ob. Ich finde das auch furchtbar verlogen.

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Furchtbar verlogen waere es, wenn man behaupten wuerde, es gaebe keinen Rassismus in Deutschland oder Sexismus. Das macht aber niemand (oder wirklich nur Rechtsaussen). Das ist aber nicht das gleiche, als wenn sich zB vor der letzten Wahl jemand hingestellt haette und gesagt, eigentlich wollen wir WW ja gerne haben, aber weil er schwul ist, moegen ihn UNSERE Waehler vielleicht nicht. Wenn Roesler jetzt tatsaechlich nicht aufgestellt wird, dann ist das eine klare Botschaft an die potentielle Waehlerschaft, die an den FDP-Parteistaenden steht und sagt:"Wir wuerden euch ja gerne waehlen, aber erst muss der Chinese weg" (ich las, dass das so angeblich vorkommt). Und Jahn haette das im Vorfeld angekuendigt. Tatsaechlich muss die FDP Roesler jetzt aufstellen, weil sonst die politische Konkurrenz das zum Hauptwahlkampfthema machen wuerde.
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Das wäre aber egal, da sich jeder zeigen soll, wie er will. Aber es ist anti-demokratisch auf der grundlegendsten Ebene. Eine Kultur der Verlogenheit, die man hier in Deutschland (natürlich auch aO aber das ist für uns nicht das Thema) blockiert die demokratischen Prozesse und Kontrollen. Und das ist nicht egal. Das betrifft nämlich auch mich, weil es die Demokratie gefährdet.

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Zudem passt der Verlgeich mit den USA nicht. Dort geht es erheblich verlogener und heuchlerischer in fast allen Bereichen zu. Waere aber ein anderes Thema.

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RE: Peinlich für die "politisch korrekten" Dreckschleudern

#30 von horstR , 08.02.2013 14:25

Das brauchen Sie nicht liberal nennen normal reicht da völlig aus, die Ausraster finden Sie rund um Claudia Roth u die anderen Dreckschleudern...


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RE: Peinlich für die "politisch korrekten" Dreckschleudern

#31 von Jochen Singer , 08.02.2013 16:17

Zitat
Jetzt erklärt sich Rösler, pro Hahn http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...z-a-882167.html



So macht das - schon stehen die Verdreher der gesprochenen Worte im Jauche-Regen.

Dennoch kartet der Spiegel nach:
<Zitat>
Hahn, der auch Vize-Ministerpräsident in Hessen ist, hatte am Donnerstag die gesellschaftliche Akzeptanz eines "asiatisch aussehenden Vizekanzlers" in Frage gestellt
</Zitat>

Hat Hahn nicht.



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RE: Rassismus Vorwürfe gegen Jörg Uwe Hahn

#32 von horstR , 08.02.2013 17:17

Völlig verblödet. jetzt schreibt so ein SPIEGEL Schreiberling von einem rechten Landesverband :http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...orwurf-a-882220.

Hessen ist der LV von Bubis, Karry (beide prominente Juden) Ruth Wagner und jetzt halt Hahn, liberal u demokratisch bis in die Knochen in seinen Grundsätzen!


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Tendenzjournalismus...

#33 von heinzwernerhübner , 08.02.2013 17:45

... oder Schweinejournalismus oder Gonzojournalistik oder wie man das auch nennen mag schaden einer Gesellschaft, einer Gemeinschaft freier und mündiger Bürger wesentlich mehr als die blödeste Regierung!
Warum?
Weil sich damit die Anzahl mündiger, wissender und denkender Glieder der Gesellschaft mit Lichtgeschwindigkeit verringert.
Und genau das wollen die Kräfte, die einer "vorschriftenmachenden" Staatsgewalt das Wort reden und schreiben.

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RE: Rassismus Vorwürfe gegen Jörg Uwe Hahn

#34 von JoG , 08.02.2013 19:04

"Haetten die intern festgestellt, dass eine Frau wegen ihres Geschlechtes nicht gewaehlt wuerde, dann haette man ohne darueber zu sprechen,"

Sie meinen ganz heimlich und ohne Hundert Kommentare in der Washington oder Huffington Post im hinterzimmer der Vorwahlen, wie das Frau Clinton ergangen ist? Das finde ich sehr wahrscheinlich.

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RE: Tendenzjournalismus...

#35 von kjschroeder , 09.02.2013 11:08

Zitat
schaden einer Gesellschaft, einer Gemeinschaft freier und mündiger Bürger wesentlich mehr als die blödeste Regierung!
Warum?
Weil sich damit die Anzahl mündiger, wissender und denkender Glieder der Gesellschaft mit Lichtgeschwindigkeit verringert.



Oh ja. Die etablierten Medien haben in weiten Bereichen das Wechselspiel "Politik/kritischer Beobachter aus Bevölkerungssicht" in einer Demokratie von sich aus außer Kraft gesetzt. Sie erfüllen mit ihrer Bräsigkeit und Papiergläubigkeit und Obrigkeitshörigkeit ihre Aufgabe nicht mehr oder nur noch in Ausnahmefällen.

Deswegen u.a. kriselt es ja auch in der Branche - und deswegen haben Weblogs längst eine Gegenöffentlichkeit gebildet.

Ich frage mich, wie lange das noch gut geht.

Gruß
Klaus


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