Lehrergewerkschaft Baden-Württemberg will Gymnasien abschaffen

#1 von Jochen Singer , 07.02.2013 07:18

Die rot/grünen Bildungs-Schlaffis wittern Morgenluft : http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=16...965628/1glj0e3/

<SWR>
Die Lehrer-Gewerkschaft drängt auf die Stärkung der gymnasialen Ausbildung an den Gemeinschaftsschulen. Um die Gemeinschaftsschule zu stärken, müssten Kinder mit Gymnasialempfehlung dort vergleichbare Angebote wie am Gymnasium vorfinden. Damit würde die Gemeinschaftsschule wirklich eine "Schule für alle" werden, sagte Moritz am Mittwoch. Das von der grün-roten Landesregierung favorisierte Zwei-Säulen-Modell mit der Gemeinschaftsschule und dem Gymnasium sei nur ein Zwischenschritt.

Den neuen Kultusminister Andreas Stoch (SPD) fordert die GEW-Chefin auf, die Gemeinschaftsschulen mit allem nötigen Personal und Sachmitteln auszustatten. Die bisherige Ausstattung sei unbefriedigend, so Moritz.

Außerdem sollten die Gemeinschaftsschulen zur Auflösung der Sonderschulen mit wenigen Ausnahmen führen, sagte Moritz. Für die so genannte Inklusion - also das gemeinsame Unterrichten von behinderten und nicht-behinderten Kindern - fordert die GEW-Vorsitzende ein besonderes pädagogisches Konzept und eine entsprechende Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer.
</SWR>

Absenkung der Schülerzahlen der Gymnasien und Versuch der Anhebung des Niveaus der Masse der Schüler ?

Der Kampf gegen die Bildungseliten wird da wohl eingeläutet, die Anzahl besser gebildeter Bildungsbürger soll abgesenkt werden. Na denn - der Fehdehandschuh der rot/grünen Soft-Bildungs-Gewerkschafter wird aufgenommen - durch Verschärfung des Hochbildungswettbewerbs.



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RE: Lehrergewerkschaft Baden-Württemberg will Gymnasien abschaffen

#2 von JoG , 07.02.2013 12:24

Das mit dem Gymnasium, scheint mir aus allem, das ich gelesen habe, war eine gute Sache in einer Welt, in der es galt, eine relativ kleine Zahl wohlhabender Kinder auf ihre Position in der Gesellschaft vorzubereiten. Man konnte mit den begrenzten Ressourcen, die der damals doch ärmeren Gesellschaft verfügbar waren, die etwa richtige Zahl Spezialisten und Gentlemen heranziehen. Schließlich waren die Kinder aus homogenen Verhältnissen und waren weitgehend gut erzogen.

Mit den ersten Versuchen zur Massenausbildung auf Abitur- und Hochschulniveau dehnte man zwar die Zahlen erheblich aus, aber offenbar fiel erwartungsgemäß die Qualität. Anders als in anderen Ländern blieb man beim alten System, das aber für eine Ständegesellschaft optimiert war und kaum ohne neue Struktur für die Wissensgesellschaft anpassbar ist. Es gab also weiterhin an der Schnittstelle in die höhere Bildung hinein unnötig viele Kinder, die wegfielen und eine laufende Überforderung der Lehrkräfte, die sich in ihrer Krankheitsanfälligkeit wohl auch zeigte.

Aber wie so oft ist Deutschland stolz auf sein Deutsches Modell und nicht bereit seinen Fehler einzugestehen. So doktert man noch immer an dem dysfunktionalen System herum. Das ist mit vielen Reglungswerken hier so. Man denke nur an den Generationenvertrag, die Parteiendemokratie oder das Krankenwesen. Das sind alle gute Beispiele solchen Fehlverhaltens der Gesellschaft.

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RE: Lehrergewerkschaft Baden-Württemberg will Gymnasien abschaffen

#3 von Willik , 07.02.2013 18:44

Zitat aus einer Zuschrift an den Sender bzgl. dieses Beitrags:
"Da hat doch mal jemand über den Tellerand hinaus gedacht und schon schreit alles "Zeder und Mordio"!
Zeder? Gemeint war wohl "Zeter", oder? (:
Das Zuschauerlein war wohl eine echte Konifere auf diesem Gebiet... (o:)
Immerhin ist aber die Tatsache sehr erfreulich, daß bei den Gewerkschaften diese Entwicklung sehr weit fortgeschritten ist! (o:)

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