57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#1 von Rocco-Müller , 03.02.2013 14:47

Zitat Focus:
"Laut einer Emnid-Umfrage bewerten 57 Prozent der Ostdeutschen die DDR positiv, sie habe mehr gute als schlechte Seiten gehabt und man konnte dort gut leben."
http://www.focus.de/panorama/vermischtes...aid_411742.html

Diese Umfrage ist zwar schon einige Jahre alt, dürfte aber auch heute noch, das Stimmungsbild der Ostdeutschen wiederspiegeln.

Trotz 20 Jahren, andauernder medialer Manipulation, lassen sich eben die positiven Erinnerungen, an den realsozialistischen Deutschen Staat, nicht so einfach auslöschen.


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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#2 von JoG , 03.02.2013 14:54

Es finden auch in der Russischen Föderation sehr viele Menschen Stalin wäre gut gewesen. Nur weil etwas von einer großen Zahl geglaubt wird, muss es nicht stimmen. Es kann sogar eine sehr große Dummheit sein, wie wir wissen.

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#3 von Rocco-Müller , 03.02.2013 15:04

Zitat von JoG im Beitrag #2
Es finden auch in der Russischen Föderation sehr viele Menschen Stalin wäre gut gewesen. Nur weil etwas von einer großen Zahl geglaubt wird, muss es nicht stimmen. Es kann sogar eine sehr große Dummheit sein, wie wir wissen.


Man kann die DDR aber wohl kaum mit der UDSSR unter Stalin vergleichen.

Wenn man die DDR realitätsnah beurteilen möchte, sollte man schon die ehemaligen Bürger dieses Staates befragen.

Sicherlich war die DDR kein Paradies der Glückseligen sondern eher, ein, in allen Belangen, noch sehr unvollkommener Versuch, eine neue Gesellschaftsordnung zu etablieren aber einiges wurde dort, in der geschichtlich betrachtet, kurzen Zeit, von 40 Jahren, schon erreicht.

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#4 von JoG , 03.02.2013 15:08

"Man kann die DDR aber wohl kaum mit der UDSSR unter Stalin vergleichen."

Doch. Sie sind beide zurecht im Müll der Geschichte gelandet. Der Rest ist nur noch Historiendrama.

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#5 von Jochen Singer , 03.02.2013 17:27

Zitat
Sicherlich war die DDR kein Paradies der Glückseligen sondern eher, ein, in allen Belangen, noch sehr unvollkommener Versuch, eine neue Gesellschaftsordnung zu etablieren aber einiges wurde dort, in der geschichtlich betrachtet, kurzen Zeit, von 40 Jahren, schon erreicht.



Z.B. das wurde erreicht :
Werner Teske - Mord aus politischen Gründen

Liste von in der DDR hingerichteten Personen



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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#6 von heinzwernerhübner , 03.02.2013 17:53

Aus diesem Artikel aber auch:
"Immerhin sagten in der Umfrage 51 Prozent der Ostdeutschen, die Hoffnung der Jahre 1989 und 1990 auf materiellen Wohlstand hätten sich erfüllt. Die Hoffnung auf Einfluss auf die Politik hat sich hingegen nur für 37 Prozent der Ostdeutschen erfüllt. 90 Prozent der Ostdeutschen sagten, die Hoffnung auf Freiheit, Meinungs-, Presse- und Reisefreiheit habe sich erfüllt."

Man sollte schon auf alle Angaben eingehen und nicht nur zweckgerichtet aussuchen!

mfg
hwh

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#7 von horstR , 03.02.2013 17:59

Na komm schon Heinz,

wo bleiben Deine Anpreisungen der FDJ Mädels? Bin ja schon froh, daß Du nix von den BDM Mädels geschrieben hast.

Oder läßt Du einfach stehen, daß unsere Autos, Mopeds unddie Mädels mehr auf dem Kasten hatten?


Saludos

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#8 von Rocco-Müller , 03.02.2013 18:14

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #5

Zitat
Sicherlich war die DDR kein Paradies der Glückseligen sondern eher, ein, in allen Belangen, noch sehr unvollkommener Versuch, eine neue Gesellschaftsordnung zu etablieren aber einiges wurde dort, in der geschichtlich betrachtet, kurzen Zeit, von 40 Jahren, schon erreicht.


Z.B. das wurde erreicht :
Werner Teske - Mord aus politischen Gründen

Liste von in der DDR hingerichteten Personen



Werner Teske wurde nicht aus politischen Gründen sondern wegen Spionage hingerichtet. Ähnliche Urteile gab es zum Beispiel auch in den USA.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethel_und_Julius_Rosenberg
http://www.focus.de/politik/ausland/usa-...aid_449354.html

In der DDR wurden von 1949 bis 1981, 166 Todesurteile vollstreckt.

In den USA gab es allein von 1976 bis 2012 1320 Hinrichtungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe...inigten_Staaten

Wenn Sie die DDR schlechtreden möchten, sollten Sie schon mit belastbaren Fakten aufwarten.

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#9 von Rocco-Müller , 03.02.2013 18:19

Zitat von JoG im Beitrag #4
"Man kann die DDR aber wohl kaum mit der UDSSR unter Stalin vergleichen."

Doch. Sie sind beide zurecht im Müll der Geschichte gelandet. Der Rest ist nur noch Historiendrama.


Ein System, in der nur die oberen 10%, in Wohlstand schwelgen und die Mehrheit des Volkes von der Hand in den Mund leben muss und ein System welches seine billigen Konsumartikel auf den Rücken, der Menschen in Drittweltländern anbietet, wird früher oder später mit Sicherheit, auf dem Müllhaufen der Geschichte landen.

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#10 von kjschroeder , 03.02.2013 21:01

Zitat
Wenn Sie die DDR schlechtreden möchten,


Da gibt es nichts mehr schlechtzureden. Dieses Land ist aufgrund des Wunsches seiner Bürger Geschichte und das seit über 20 Jahren.

Gruß
Klaus

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#11 von heinzwernerhübner , 03.02.2013 22:09

Zitat
Na komm schon Heinz,

wo bleiben Deine Anpreisungen der FDJ Mädels? Bin ja schon froh, daß Du nix von den BDM Mädels geschrieben hast.

Oder läßt Du einfach stehen, daß unsere Autos, Mopeds unddie Mädels mehr auf dem Kasten hatten?



Aber Horst, du wirst doch nichts dagegen haben, wenn schöne Mädchen angepriesen werden, ganz gleich ob sie ein Blauhemd trugen oder nicht.
Was sind BDM-Mädels? Bubi Drück Mich hat mein Vater immer bemerkt. Und unter denen gab's sicher auch ganz "steile Eckhäuser". Hast du welche gekannt? ;)
Also, das mit den Autos und den Motorrädern kann ich stehen lassen, aber was die Mädchen betrifft sicher nicht unbedingt.
Da wird's wohl kaum Unterschiede gegeben haben.
Mir sind mehr hübsche FDJlerinnen bekannt als 68er Mädels. Konnte ja keine kennenlernen. War ja eingesperrt in dem Paradies, das heute noch von Ewiggestrigen gepriesen wird - von mir sicher nicht.

gruß
heinz

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#12 von heinzwernerhübner , 03.02.2013 22:11

Zitat
Da gibt es nichts mehr schlechtzureden. Dieses Land ist aufgrund des Wunsches seiner Bürger Geschichte und das seit über 20 Jahren.



So ist es! Und daran ist auch nicht zu rütteln.

heinz

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#13 von Jochen Singer , 04.02.2013 07:21

<Zitat>
Man sollte schon auf alle Angaben eingehen und nicht nur zweckgerichtet aussuchen!
</Zitat>

Für Überzeugungstäter wie den Herrn Müller gilt Machiavellis Prinzip : "Der Zweck heiligt die Mittel"
Lügen und täuschen sind für linksorthodoxe Klassenkämpfer übliche Mittel wenn es für sie Vorteile zu bringen scheint, die Glaubwürdigkeit dieser Menschen ist null-nix.

Das kann man hier im Thread nachlesen zum Thema Werner Teske. Die Feststellung des Fehlurteils der SBZ-Klassenjustiz wird nicht zur Kenntnis genommen, die Wahrheit wird gebeugt. Unbelehrbar, wegen seines Beharrens auf offensichtlichen Märchen unglaubwürdig der Herr Müller.



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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#14 von kjschroeder , 04.02.2013 08:00

Zitat
In der DDR wurden von 1949 bis 1981, 166 Todesurteile vollstreckt.
In den USA gab es allein von 1976 bis 2012 1320 Hinrichtungen.



Ein interessanter Vergleich. Es gab also in den USA 8mal mehr Hinrichtungen als in der DDR. Allerdings leben in den USA nicht 8mal mehr Menschen als in der DDR, sondern 17mal mehr. Was bedeutet, daß - gemessen an der Bevölkerungszahl - mehr als doppelt soviel Todesstrafen in der DDR vollstreckt wurden wie in den USA.

"Rübe ab" war im menschenfreundlichen DDR-Sozialismus offensichtlich hipp und trendy. Das machte ihn ja u.a. auch so menschenfreundlich. Ich werde die Linken in meinem Bekanntenkreis bei Gelegenheit darauf hinweisen, wenn diese mal wieder über amerikanische Zustände mosern - vielen Danl für den Tipp!

Gruß
Klaus

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#15 von Jochen Singer , 04.02.2013 10:23

Zitat
Ein interessanter Vergleich.



Den Vergleich habe ich mir geschenkt, insbesondere weil in der DDR auch aus politischen Gründen hingerichtet wurde. Die Wikipedia-Hinrichtungsliste ist bei weitem nicht vollständig weil die Zeit vor Gründung der DDR, dennoch unter Ulbricht/SED-Herrschaft, wohlweislich nicht berücksichtigt wurde.

Bei der "Wiedervereinigung" wurden viele Fehler gemacht. U.a. hätte man aus meiner Sicht die in der DDR erworbenen akademische Grade aberkennen müssen, weil in diese Grade auch die Bewertung der politischen Zuverlässigkeit einging - das lässt sich u.a. am Teilstudium fachfremder Studienfächer wie Marxismus/Leninismus festmachen. Mindestens wären Nachprüfungen notwendig gewesen um "Marximus-Diplomierte" ohne ausreichende Fachkenntnisse für ihre Treue zu diesem Klassenstaat zu (ent-)ehren.

Noch ein Döntjes aus meinem Leben:

Ich hatte ~ 1974 neben meinem Sommer-Bike (Honda CB 500 four) noch eine 125 Kawasaki Enduro für Schlechtwetter- und Winterbetrieb zugelegt, hatte also zu der Zeit 2 Motorräder. Kam mein DKP-Bekannter zu Besuch, sah 2 Motorräder - er hatte keins - und schwuppdiwupp, nachdem er um eine Probefahrt gebeten hatte - ich gab ihm dazu den KFZ-Schein falls er in eine Kontrolle geraten würde, verschwand er mit einer dieser Maschinen auf Nimmerwiedersehen. Ich habe dann noch etliche Jahre die Versicherung bezahlt, dann die Zahlungen eingestellt und der Verwandtschaft des DKP'lers das mitgeteilt. Daraufhin hat er das Motorrad abgemeldet und an einen seiner Kumpels verschenkt, der dieses Motorrad als Ersatzteillager ausschlachtete. Die Abmeldung hatte der DKP-Freak verlegt und Jahre später wiedergefunden - in einer Karl-Marx-Schwarte als Lesezeichen. Die Versicherung machte natürlich zunächst Schwierigkeiten weil die 'ne Abmeldung sehen wollten.

Konsequentes Handeln der linken Fraktion. Besitzt man 2 Motorräder, selber keins, hat man das Recht eins zu enteignen - deren Sprachstil, üblicherweise klauen genannt.

PS. Es gibt noch mehr Döntjes aus'm linken Lager.

James Burton. Working Man Blues - Jam Live Performance



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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv - hier passt das besser hin

#16 von huhngesicht , 04.02.2013 12:56

Ich bin leider nicht in der DDR aufgewachsen, aber ich schliesse mich dem guten Rocco an, dass da alles wirklich wunderbar gewesen sein muss (ich war nur einmal auf einer Klassenfahrt dort, kurz bevor der imperialistische Moloch das Paradies DDR in sich aufgesogen und zerstoert hat).
Ich weiss gar nicht, wo ich mit dem Lob anfangen soll. Generell vielleicht zuerst beim politischen System selbst. Dieses waehlen eines Blockes von Parteien immer mit einem Ergebnis von 100 % ist schon sehr praktisch und angenehm. Als Buerger muss man sich nicht den Kopf zerbrechen, wen man waehlt und unter Politikern gibt es nicht wie bei uns haessliche Streits. Wie in einer grossen Familie sind aller einer Meinung. Wo wir schon bei der Qual der Wahl sind. Das war in der DDR so einfach. Man musste sich keinen Gedanken ueber das Urlaubsziel machen, welches Auto man fahren will, welchen Beruf man ergreift, selbst im Restaurant wie die Speisekarte uebersichtlich. Wie schrecklich ist das bloss bei uns. Fliege ich auf die Malediven, in die USA, lieber nach Daenemark? Zum Verzweilfeln. Wenn man weiss, dass man sowieso nur FKK an der Ostsee machen kann, ist das ein grosses Glueck. Mit dem Job, den man am Ende noch verliert ist das auch so eine Sache. Erst muss man gruebeln und dann wird man neidisch, weil der Nachbar mehr Geld verdient. Gluecklich der, der eine sinnlose Taetigkeit zugewiesen bekommt, und Geld verdient, von dem er sich nichts kaufen kann. Das ist dann wie bei uns das unterdrueckerische Hartz4 nur ohne Unterdrueckung. Honecker4ever fuer alle. Mit der Dreckschleuder Auto ist es ja nicht besser. Ein Mercedes, ein Golf, ein Opel Manta? Da wird man ganz verrueckt. Da lobe ich mir den Trabbi. Da wusste man erstens, wofuer man dann doch sein Geld ausgeben kann und zweitens schaetzte man ihn wirklich, nachdem man zehn Jahre darauf gewartet hat. Bei den Restraunts nicht anders. Thailaender, Grieche, gut-buergerlich? Und dann die riesige Auswahl. Man ist verhungert, bevor man fertig gelesen hat. Da preise ich die Broiler-Bude und Wuerzfleisch. Ohne Qual der Wahl satt und gluecklich. Aber die wirklichen Wunderbarhaftigkeiten der DDR habe ich noch gar nicht erwaehnt. In unserer kalten kapitalistischen sexistischen konsumgeilen Gesellschaft denkt jeder nur an sich. Keiner kuemmert sich um den Nachbarn. Gefuehllos und hart ein Leben in nie endender Depression. In der DDR war das Mitgefuehl staatlich organisiert und nannte sich Stasi. Sicherheit und Glueck fuer alle garantiert. Ich bin neidisch, weil niemand meine Telephonate abhoert. Kein Nachbar durchwuehlt meinen Muell nach verbotener Lektuere, meine Freunde und Familie spionieren mich auch gar nicht aus. Am Ende lieben sie mich nicht richtig? In der DDR konnte man sicher sein, dass einem nichts passieren kann. Kaeme man praktisch ungewollt auf ungehoerige Gedanken, muesste man nicht besorgt sein, denn der beste Freund oder der Ehepartner gehen dann schon zur Stasibehoerde, damit die mich wieder auf den richtigen Weg bringen kann (das darf auch schon mal ein Urlaub im Gefaengnis sein). Das muss so wundervoll gewesen sein. Kommen wir aber zum besten der DDR - trara ---- die Mauer und der Schiessbefehl. Wem faellt ein anderes Land ein, welches so fuersroglich war, dass es sogar eine Mauer um sich herum zum freundlichen Schutze seiner geliebten Buerger gebaut hat? Mir faellt aus dem Stehgreif keines ein. Und mit welcher Konsequenz und Opferbereitschaft das umgesetzt wurde. Wer ueber diese Mauer wollte, der wurde einfach erschossen. So viel Ueberzeugung vermisst man in unserer Gesellschaft schmerzlich.
Als Fazit muss man sagen, dass man neidisch auf Rocco sein muss. Sowohl auf sein Leben, welches er gluecklich als Intimfreund von Mielke in der DDR fuehren durfte, als auch seine Ueberzeugung Kommunismus, der sich leider noch nicht 100%ig so zeigen konnte, wie er dauerhaft funktioniert. Als liebenswertes Vorbild bleibt uns im Moment leider nur noch Nordkorea. Der reizende Menschenfreund Kim il-sung fuehrt ja ein wahres Paradies an. Niemand wird da unnoetig dick, weil man sportlich auf ein Nahrungsueberangebot gerne verzichtet. Man investiert zuruecht lieber in Waffen, um wenigstens die letzte idyllische Bastion des glueckverstroemenden Kommunismus zu bewaren. Ach Rocco, Genosse, lass uns gemeinsam rote Fahnen hissen und ein Lied anstimmen: Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt ....

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv - hier passt das besser hin

#17 von weihrauch , 04.02.2013 13:52

Werner Teske wurde nicht aus politischen Gründen sondern wegen Spionage hingerichtet. Ähnliche Urteile gab es zum Beispiel auch in den USA.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethel_und_Julius_Rosenberg
http://www.focus.de/politik/ausland/usa-...aid_449354.html

In der DDR wurden von 1949 bis 1981, 166 Todesurteile vollstreckt.

In den USA gab es allein von 1976 bis 2012 1320 Hinrichtungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe...inigten_Staaten

Wenn Sie die DDR schlechtreden möchten, sollten Sie schon mit belastbaren Fakten aufwarten.[/quote]
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Was ist mit den Mauertoten?
Auch sie können als Hinrichtung im Auftrage des Staates angesehen werden.


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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv - hier passt das besser hin

#18 von kjschroeder , 04.02.2013 15:17

Ich finde das sehr schön, wie Sie das machen - alles redet die DDR schlecht, wo bleibt das Lob?

Mir fällt zu ihren Lobpreisungen auch noch einiges ein - aus meiner Erfahrung im kleinen Grenzverkehr, einem Moskau-Besuch, und von meinen DDR-Besuchen im Spätherbst / Winter 89 und in 1990-91, als die DDR noch DDR war und sich dann zu wandeln begann.

Das erste beglückende Ergebnis gab es im Winter bei Eisenach / Autobahn. Man fährt eine Anhöhe hoch, läßt Eisenach rechts im Tal liegen und sieht auf die würzig braune Luft, die sich wie wunderbar wärmende braune Watte übers Tal legt. Auf die Frage, die der Sozialismus dieses Wunder zustande bringt, gab es von Einheimischen die Antwort: Heizen mit Braunkohlen-Schlacke. Derart hochwertigen Brennstoff gibt es im bösen Kapitalismus bis heute nicht. Als ich von Berlin wieder zurückfuhr, gab es ein ähnlich atem(be)raubendes Phänomen: schwarze Schneeflocken. Ja, richtig schwarz. Da reicht der Kapitalismus sogar im Ruhrgebiet nicht ran (da reichte es nur zu dunkelbraun in den 60ern), da kann er sich noch so anstrengen.

Arbeitsplatzsicherung? Darin war der Sozialismus Meister! Stellen Sie sich unsere schnöden Autos vor: Man öffnet die Motorhaube, kommt an Zündkerzen und Vergaser und andere Teile ran, die sich auf diese Weise viel zu schnell und arbeitsplatzvernichtend austauschen lassen. Wie anders doch Wartburg und Trabbi! Da mußte man immer gleich auf die Hebebühne - das nenne ich arbeitsplatzerhaltend! Und wir dummen Kapitalismus-Indoktrinierte haben damals noch gelacht und glaubten, die würden alles verkehrt rum einbauen. In Wahrheit hatten wir die tiefere Weisheit des DiaMat nicht verstanden.

Apropos technische Errungenschaften: Kennen Sie Ost-Lokomotiven? Zum Beispiel aus dem Mutterland des sozialistischen Fortschritts - der Sowjetunion? Mir ist besonders ein Typ in Erinnerung - die M62, in DDR-Bauart hieß sie Baureihe 120: liebevoll wurde diese Lok aber tatsächlich "Taiga-Trommel" genannt - sie war noch in drei Kilometer Luftlinie zu hören. Während die kapitalistischen Lokomotiven wegen ihrer geringen Lautstärke eine Todesgefahr für jeden Bahngleis-Überquerer darstellen, war diese sozialistische Lok menschenfreundlich, da sie schon von weitem durch ihren kraftvollen Klang auf ihr Nahen hinwies. Was auch dafür sorgte, daß der Volkskörper, der an Bahngleisen wohnte, nicht zu lange schlief - schließlich sollte der Aufbau des Sozialismus nicht verschlafen werden.

Auch die sozialistische Städte- und Flächennutzungsplanung zeugte vom Geist der neuen Zeit: Wer braucht schon Kurparks oder überhaupt Parkanlagen? Das ist nur was für dekadente Bürgerliche. Ich weiß noch, wie ästhetisch gescwungenen Abluftrohre den Kurpark in Heiligenstadt in einer Höhe von anderthalb Metern künstlerisch durchzogen. DAS hat Flair!

Oder man nehme die Altstädte: Weg mit diesen ollen Verzierungen! Klare, am besten kastenförmige Linienführungen bei den Unterkünften der sozialistischen Werktätigen. Viel Wohnungen auf einem Haufen - das fördert Solidarität und Wärme. Leider muß man sagen, daß durch die Konterrevoilution von 1989 wieder der alte Ungeist eingezogen ist: Städte wie Erfurt, Potsdam, Leipzig und Dresden sehen wieder genauso dekadent-bunt aus wie vor der schönen revolutionären Zeit.

Ja überhaupt, dieser Wechsel, diese Konterrevolution! Da wollte ich einmal den Zwangsumtausch nicht mitmachen - es war NACH dem 09. November - und der Beamte an der Grenze gab sich mit zwei Westmark zufrieden. So verdarb der Kapitalismus den Osten! Tja.

Besonders schätzengelernt hatte ich zu dem Zeitpunkt schon die sozialistische Brüderschaft: In Moskau hatte ich im Hotel-Fahrstuhl morgens das falsche Stpockwerk gedrückt - und landete in einer Kantine mit Neonröhren und Resopal-Tischen und -Stühlen. Die Leute standen nach Frühstück an - eben wie in einer Kantine. Ganz brüderlich erklärte mir das Moskauer Personal, das mit fachmännischen Blick auf meine Klamotten gleich meine dekadent-westliche Herkunft erkannte, daß ich hier falsch sei - als Klassenfeind gebühre mir eine andere Behandlung. Und umgehend wurde ich wieder in den Fahrstuhl begleitet, und das Personal war so freundlich das richtige Stockwerk zu wählen. Wo ich dann auch bei meinen Reisegefährten im Restaurant zum Frühstück landete - auf Marmorboden mit Kristalleuchtern, gedeckten Tischen.

Dieses große Hotel hatte auch zwei Diskotheken - eine für den Klassenfeind und eine für die sozialistischen Brüder. Nun war in der Klassenfeind-Disco nichts los - war ja auch nicht anders zu erwarten. Und wir beschlossen, die sozialistische Brüderschaft zu genießen. Also eine Etage tiefer in der Russen-Disko. Da verursachten wir einen Auflauf und um ein Haar eine Schlägerei, weil die anwesenden rd. 60 männlichen Russen Angst hatten, daß wir Vier als böse Menschenhändler ihnen die ebenfalls rd. 60 Mädels wegnehmen würden. Wir korrigierten diesen Irrtum umgehend durch unseren hinweis, daß wir keine sozialistischen Brüder aus Deutschland wären, sondern der deutsche Klassenfeind aus dem Westen.

Da wurde es dann anders, weil: Da bekamen wir von einigen die Mädels angeboten. Für Westgeld. Und wir wußten, was sozialistische Brüderschaft ist.

Und noch doller ging es dann im Hotelzimmer zu: Das weibliche Personal winkte uns am 2. Morgen nämlich aus unserem 4-Mann-Zimmer heraus - in ein anderes Zimmer. (Nun muß ich eine Vorgeschichte erzählen: wir Studenten hatten einen in unseren Reihen, der damit schon Erfahrung hatte und wußte, daß sowas passieren würde. Er gab uns also auf, uns in den Beriozka-Läden - dem russischen Pendant zum Intershop - einzudecken. Was wir taten. Die Preise in D-Mark waren z.T. derart lächerlich, daß wir auch an Eigenbedarf dachten (Wodka, etc.). Aber wir kauften vor allem Seidenstrümpfe, modische Schuhe, Haushaltsbesteck u.ä.) Und warum? Weil der Klassenfeind natürlich "umverteilt" gehört. Das heißt: Für einen Rubel wurden damals irgendwas zwischen 3 und 3,50 Westmark verlangt. Das hatte mit wirtschaftlichen Realitäten natürlich nichts zu tun. Sollte es auch nicht. Es war wohl einfach eine Art Brudergroschen. Modern: Soli. Oder: Demokratieabgabe. Wie auch immer.

Und diese Art Handel - denn darauf lief es hinauf - ermöglichte uns, uns mit Rubel einzudecken zu einem Kurs, der in erheblich näherem Bezug zur Realität stand. Was also passierte, war folgendes: Wir kauften in Moskau für D-Mark billig ein und verkauften die Sachen gegen Rubel. Natürlich war das nur aus unserer Sicht sozialistische Brüderschaft, offiziell war das verboten. Und so unterminierten wir Bösen die sozialistische Moral, indem wir den Frauen Seidenstrümpfe ermöglichten, modisches Schuhwerk, Parfüms, gediegenes Haushaltsbesteck, etc.etc. Und die Frauen freuten sich wie kleine Kinder, weil sie etwas kaufen konnten, was es für die sozialistischen Werktätigen aus guten Gründen nicht gab, um die Moral aufrecht zu erhalten.

So ungefähr ab dem 4. Morgen begannen wir in Rubel zu schwimmen und im Laufe unseres zweiwöchigen Aufenthaltes korrumpierten wir wahrscheinlich die Moral des gesamten weiblichen Personals dort. Was angesichts der Größe des Hotels (es war das Hotel Cosmos mit über 20 Stockwerken) nicht gerade wenig war. Tja, der böse Klassenfeind, der den sozialistischen Frauen gescheite modische Strümpfe und ähnliches brachte. Die "gesunde" Erotik, von der hier andernorts die Rede war, bekamen wir übrigens auch zu spüren. Nein, nicht als Bezahlung. Das lief vielmehr unter "Abenteuer mit dem Klassenfeind". Man sieht hier: bürgerliche Dekadenz sogar im Herzland, sogar in der Herzkammer des Sozialismus'.

Was mir auch nicht gefiel, waren die DDR-Grenzbeamten. Sowas unflexibles aber auch! Da gibt man ihnen freundlich einen Tipp, indem sie man darauf hinweist, daß an der Innenseite des Wagens noch eine Querverstrebung entlangläuft, die vom Spiegelwagen nicht erfaßt werden kann - und es im Rahmen einer ordnungsgemäßen Überprüfung geboten scheint sich zu bücken und mit dem Kopf unter dem Wagen selber nachzuschauen. Und was passierte? Es gab einen bösen Blick und die Frage, wie lange wir stehenbleiben wollten. Woraufhin die prompte Gegenfrage kam, ob es hier keine Hebebühne an der Grenzstation gebe, denn selbstverständlich würden wir im Rahmen einer ordnungsgemäßen Überprüfung den Wagen auch auf eine Hebebühne fahren, wenn das Drunterkriechen bei dem fülligen Leibesumfang ......

Okay, die Alkoholausdünstung bei meinem Vater und mir war wohl nicht zu überriechen und die Beschwichtigungs-Gesten meiner Mutter als Fahrerin wohl nicht zu übersehen. Aber dennoch: Waren wir nicht kooperativ? Und dann diese Reaktionen. Sogar mein zärtlicher Hinweis, daß Diamanten in Plastikverpackung im Vergaser geschmuggelt würden als neueste Masche, und ob er nicht den Vergaser öffnen .... aber nein. Auch dieser kooperative Hinweis blieb ohne sichtbare Reaktion. Es wurde lediglich der Spiegelwagen zwanzigmal langsam hin und hergefahren sodaß ich fragte, ob das Spiegelglas stumpf sei und ich es putzen soll. Aber auch dieses brüderliche Kooperationsangebot blie ohne Reaktion, außer daß wir dann noch eine Stunde lang irgendwie einfach so herumstanden. Naja, wir öffneten halt die nächste Flasche "Braunen".

Aber es kommt noch schlimmer: Ich dachte nämlich, daß es an der Zeit sei, sich für meine Possen zu entschuldigen und ging ins Häuschen. Auf meine diesbezügliche Diplomatie antwortete mir der Beamte in höflich-korrektem Tonfall, daß ihm der Possen-Charakter durchaus bewußt gewesen - und unser kleiner Daueraufenthalt eben seine Art sei, eine Posse freundlich mit einer anderen zu beantworten. Und wie lange wir noch zu stehen gedächten. Und jetzt passierte es: Es entspann sich eine Unterhaltung. Schlimmer noch: eine, die immer freundlicher wurde. Anfang der 80er! Es wurde sogar eine Flsche "Brauner" geöffnet (ja, wir bösen Kapitalisten hatten die DDR damit gefühlt leergekauft). Im Dienst!

Und schließlich hieß es nach 1-2 Gläschen: Abfahrt! Ja liebe Leute, lieber Herr Müller: Mit DER Moral konnte das nix geben! ;-)

Woran ich mich noch heute dankbar erinnere, war das übervolle Lebensmittelangebot und die Art der Zusammensetzung. Einheimische klärten uns über so manche Gourmet-Geheimnisse auf: Schweinegalle im Bier (Geschmack!) und Ochsenblut in der Schokolade (Aussehen!) - ja, dagegen kackte der Kapitalismus voll ab!

Gruß
Klaus

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#19 von JoG , 04.02.2013 16:12

"Für Überzeugungstäter wie den Herrn Müller gilt Machiavellis Prinzip : "Der Zweck heiligt die Mittel""

Für mich scheint es oft in der deutschen Politik so, als heiligten die Mittel oft den Zweck.

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv

#20 von JoG , 04.02.2013 16:43

Zitat von weihrauch im Beitrag #17


Werner Teske wurde nicht aus politischen Gründen sondern wegen Spionage hingerichtet. Ähnliche Urteile gab es zum Beispiel auch in den USA.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethel_und_Julius_Rosenberg
http://www.focus.de/politik/ausland/usa-...aid_449354.html

In der DDR wurden von 1949 bis 1981, 166 Todesurteile vollstreckt.

In den USA gab es allein von 1976 bis 2012 1320 Hinrichtungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe...inigten_Staaten

Wenn Sie die DDR schlechtreden möchten, sollten Sie schon mit belastbaren Fakten aufwarten.

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Was ist mit den Mauertoten?
Auch sie können als Hinrichtung im Auftrage des Staates angesehen werden.


[/quote]


Ich denke nicht, dass Hinrichtungen per se einen Staat diskreditieren. Hinrichtungen befürworte ich nicht, würde aber nicht sagen, dass sie unter allen Umständen ein falsches Instrument oder illegitim sind.

Dass sie aber in Autokratien oftmals missbraucht werden um die Macht des starken Mannes oder seiner Freunde zu stärken, ist kaum eine Frage. Ein sehr kurzes Studium der politischen Systeme des letzten Jahrhunderts und der Mittel, die die Machthaber einsetzten um sich durchzusetzen, dürfte jedoch außer Frage stellen, dass die Todesstrafe in den USA und im Einflussgebiet des Sowjet eine andere Qualität hatten, auch wenn wahr sein wird, dass in den USA vermutlich mehr Neger hingerichtet wurden als Weiße und die Autokraten der DDR weniger schlimm hausten als ihre Rumänischen Brüder oder die Obristen in Süd Amerika. Über die Gründe könnte man diskutieren.

Ich finde es jetzt, nach getaner Arbeit, und es ist schwere Arbeit eine Demokratie bzw eine Gruppe Demokratien ohne besonders krasse Beschränkungen der Bevölkerungen durch eine 50 jährige Anstrengung wie den des Kalten Krieges zu führen, komisch die Kampfparolen des Kalten Kriegs weiter zu verwenden. Damals war es wichtig zur Einigung der Kräfte, aber heute? Ich denke man kann heute ohne großen Kompromiss gegenüber der Sicherheit moralische und emotionale Begründungen für demokratische Rechtsstaatlichkeiten aufgeben. Da ist es sogar wahrscheinlich besser, wenn man ihre wichtigste Qualitäten herausstreicht: Sie sind bei hoher Komplexität und Kompliziertheit der Gesellschaft und deren Wirtschaft effizienter, mittelfristig für die Menschen sicherer sowie kostengünstiger und es ist angenehmer in ihnen zu leben als in Diktaturen.

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv.Nachtrag

#21 von Jochen Singer , 04.02.2013 16:55

Zitat
Die Abmeldung hatte der DKP-Freak verlegt und Jahre später wiedergefunden - in einer Karl-Marx-Schwarte als Lesezeichen. Die Versicherung machte natürlich zunächst Schwierigkeiten weil die 'ne Abmeldung sehen wollten.



Die Abmeldung des enteigneten Motorrades passierte im Straßenverkehrsamt in Viersen am Niederrhein, das zur Zeit der Abmeldung gerade umzog. Und wie das bei Umzügen schon mal passiert war die amtsinterne Abmeldung die normalerweise an die Versicherung des KFZ's geschickt wird verloren gegangen.

Nachdem ich aufgrund der tatsächlichen Abmeldung die Zahlung der Versicherungsbeiträge einstellte stand eines Tages eine Polizeistreife auf unserem Hof und behauptete ich würde nach Mitteilung der Versicherung mit einem zugelassenem, jedoch nicht versichertem Motorrad fahren.

Da stand also die Aussage der Versicherung gegen meine. Jedenfalls muss es dann nochmals eine Abmeldung vom Amts wegen gegeben haben, ich habe nichts mehr von dem Vorfall gehört. Einer der Streifenpolizisten, der besonders unhöfliche mit Kommandoverhalten, wurde später im Ort SPD-Bürgermeister - logische Folge: seine unhöfliche Behandlung wurde durch Blockade etlicher politischer Absichten der SPD während seiner Amtszeit von mir beantwortet. Motto: wer hat der kann , man muss ja nicht jede Pöbelei,von in dem Fall Softlinken, widerstandslos hinnehmen.



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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv.Nachtrag

#22 von Systemkritiker , 08.02.2013 18:49

Zitat von kjschroeder im Beitrag #18
Ich finde das sehr schön, wie Sie das machen - alles redet die DDR schlecht, wo bleibt das Lob?

Mir fällt zu ihren Lobpreisungen auch noch einiges ein - aus meiner Erfahrung im kleinen Grenzverkehr, einem Moskau-Besuch, und von meinen DDR-Besuchen im Spätherbst / Winter 89 und in 1990-91, als die DDR noch DDR war und sich dann zu wandeln begann.

Das erste beglückende Ergebnis gab es im Winter bei Eisenach / Autobahn. Man fährt eine Anhöhe hoch, läßt Eisenach rechts im Tal liegen und sieht auf die würzig braune Luft, die sich wie wunderbar wärmende braune Watte übers Tal legt. Auf die Frage, die der Sozialismus dieses Wunder zustande bringt, gab es von Einheimischen die Antwort: Heizen mit Braunkohlen-Schlacke. Derart hochwertigen Brennstoff gibt es im bösen Kapitalismus bis heute nicht. Als ich von Berlin wieder zurückfuhr, gab es ein ähnlich atem(be)raubendes Phänomen: schwarze Schneeflocken. Ja, richtig schwarz. Da reicht der Kapitalismus sogar im Ruhrgebiet nicht ran (da reichte es nur zu dunkelbraun in den 60ern), da kann er sich noch so anstrengen.

Arbeitsplatzsicherung? Darin war der Sozialismus Meister! Stellen Sie sich unsere schnöden Autos vor: Man öffnet die Motorhaube, kommt an Zündkerzen und Vergaser und andere Teile ran, die sich auf diese Weise viel zu schnell und arbeitsplatzvernichtend austauschen lassen. Wie anders doch Wartburg und Trabbi! Da mußte man immer gleich auf die Hebebühne - das nenne ich arbeitsplatzerhaltend! Und wir dummen Kapitalismus-Indoktrinierte haben damals noch gelacht und glaubten, die würden alles verkehrt rum einbauen. In Wahrheit hatten wir die tiefere Weisheit des DiaMat nicht verstanden.




Mit Verlaub aber was Sie da über die Heizung mit "Braunkohle Schlacke" und über die erforderliche Hebebühne, bei Reparaturarbeiten am Trabant oder Wartburg schreiben, ist absoluter Käse!

In der DDR konnten ganz normale Braunkohlenbriketts von Union oder Rekord bestellt werden. Mit "Schlacke" musste damals keiner heizen und im Gegegensatz zu westlichen Autos damaliger Bauart, konnte jeder einigermaßen technisch versierte Besitzer eines Trabbis oder Wartburgs, 95% aller Reparaturarbeiten selbst ausführen. Unser Trabant hat zum Beispiel in den 10 Jahren seiner Nutzung nie eine Hebebüne gesehen. Dennoch fuhren wir mit ihm pannenfrei jedes Jahr zweimal nach Rügen (jeweils 1200 km) und in 10 Jahren insgesamt 80000 KM.
Das einzige größere Problem war die Ersatzteilversorgung.

Von Alltag in der DDR scheinen Sie recht wenig Ahnung zu haben.

Dieses herablassende Geschreibsel , ist das, was die Leute hier im Osten an manchen Wessis so "besonders mögen"!

Wenn Sie übrigens den Gestank der Braunkohleverfeuerung ansprechen, sollten Sie eventuell auch mal recherchieren, warum die rohstoffarme DDR auch zur Energieerzeugung, ab Anfang der 80iger Jahre, verstärkt auf die einheimische Braunkohle zurückgreifen musste!

Ach ja, dank der "Energiewende" und der allgemeinen Öko-Abzocke, die auch mit dem Segen der FDP betrieben wird, zahle ich mittlerweile für den Heizstrom meiner Elektro-Zentralheizung zum Teil den dreifachen Preis, wie bei deren Fertigstellung im Jahr 2005!

Nur gut, dass ich in meinem Haus noch den allten Kessel dringelassen habe und auch noch mit Holzbriketts und der bösen Braunkohle heizen kann.

Wenn ich jetzt ständig in Baumärkten herrumfahre und nach preiswerten Holzbriketts und Kaminbriketts Ausschau halte, wünsche ich mir manchmal die DDR zurück. Da kostete die KWH noch 8 Pfennige und selbst die Kohle nur einen Bruchteil des heutigen Preises und für die Krankenversicherung zahlte ich 60 Mark statt heute in der DKV 423 Euro!

Wenn ich vor 24 Jahren geahnt hätte welche Öko-Fanatiker und Nichtskönner heute dieses Land gegegen die Wand fahren und zum Beispiel Energie + Heizung für den Normalbürger fast unbezahlbar machen, wäre ich damals im Oktober und November 1989, nicht in Saalfeld auf die Straße gegangen!

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv.Nachtrag

#23 von Systemkritiker , 08.02.2013 18:56

Zitat von JoG im Beitrag #4
"Man kann die DDR aber wohl kaum mit der UDSSR unter Stalin vergleichen."

Doch. Sie sind beide zurecht im Müll der Geschichte gelandet. Der Rest ist nur noch Historiendrama.


Mal sehen wann diese Ökofanatiker mit der unverschämten Abzocke der Bürger, endlich auf die Nase fallen und auf dem Müllhaufen der Geschichte landen!

Schon jetzt sitzen eine halbe Million Menschen im Dunkeln, weil sie diese Abzockerrei nicht mehr verkraften.
http://www.welt.de/wirtschaft/energie/ar...m-gesperrt.html

Manche lassen sogar deswegen ihr Leben:
http://www.welt.de/newsticker/news2/arti...l-vermutet.html

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv.Nachtrag

#24 von horstR , 08.02.2013 19:07

Endlich wieder an Bord! Was macht die Gesundheit?


Saludos

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

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RE: 57 Prozent der Ostdeutschen werten DDR positiv.Nachtrag

#25 von Systemkritiker , 08.02.2013 20:28

Zitat von horstR im Beitrag #24
Endlich wieder an Bord! Was macht die Gesundheit?


Hallo Horst,

ich wünsche Dir noch verspätet ein gesundes neues Jahr!

Mit meiner Gesundheit sieht es leider derzeit sehr düster aus und hierdurch bedingt auch finanziell.

Mein Haus werde ich wohl dann im Frühjahr verkaufen müssen. Vor allem die stark gestiegenen Nebenkosten erschlagen mich regelrecht.

Viele Grüße
Hellfried

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