RE: Die Neuorientierung der Türkei and falscher Stelle gepostet, sorry

#76 von huhngesicht , 06.02.2013 15:27

Die Offensichtlichkeit einer Gesinnung. Ich glaube, ich habe schon mal gesagt, daß ich auf Motiv- und Gesinnungs-Verdächtigung nicht sonderlich gut zu sprechen bin. Hier geht es danach, was in Beiträgen steht.

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Dem stimme ich doch 100%ig zu. Ich gehe sogar weiter, dass mir die vermeintliche Gesinnung einer Person voellig egal ist und mich nichts angeht. Ich habe mich bei einer versuchten Einordnung zum Verstaendnis auf konkrete Textpassagen bezogen und beklagt, dass relevante Schluesselfragen nicht beantwortet werden (was auch jedem freisteht, ich dann aber gezwungen bin, Verstaendnisluecken mit begruendeten Vermutungen zu fuellen (das mache ich nicht gern)). So ein Diskussionsstil erzwingt den Verdacht beim Gegenueber, die Person wolle taeuschen und in der Sache nicht korrekt argumentieren.
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Ob damit jemand seine Meinung ausdrückt oder sich damit tarnt, gehört ins Reich der Annahmen, Unterstellungen und Verdächtigungen. Das ist die Scheinwelt von Extremisten und sowas läuft hier nicht.

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Ich habe keine Ahnung, worauf sie sich beziehen. Jedenfalls sicher nicht auf meine Beitraege. Ich vermeide jede Form von Spekulation wenn moeglich, weil es die sachliche Diskussion vor allem fuer mich verkompliziert.
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Und ob diese braun- oder rotlackiert daherkommen, interessiert mich soviel wie ein umgekippter Sack Reis in Peking. Aus demselben Grund habe ich auch Ihre Zwiesprache mit realiberaler in meine Dunkelkammer verschoben, weil Nazi-Obsessionen hier nichts zu suchen haben.

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Auch hier verstehe ich nicht, was sie meinen. Mir sind Nazis egal.
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Das betrifft auch seinen Werbe-Link auf eine Rede Hitlers. Sowas läuft hier nicht. Diese Zwiesprache halten Sie bitte mit ihm in Ihrem Forum - da steht so viel Müll drin, daß es darauf auch nicht mehr ankommt.

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Ich habe mir den link nicht angesehen, aber was auch immer ihnen in Beitraegen missfaellt, verurteilen sie bitte den Beitragsverfasser und nicht andere Diskutanten. Nur weil mir diese Person aus anderen Diskussionen bekannt ist, heisst das nicht, dass ich fuer ihr Verhalten verantwortlich bin.
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ZitatDer ist hier im Forum hoechste Guete unter den Intellektuellen.


Da will ich angesichts der Qualität der anderen Beiträge in Ihrem Forum nicht widersprechen. Es ist halt alles eine Frage des Maßstabs, den man anlegt.

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Ich meinte dieses Forum und nicht meines. Grundsaetzlich halte ich es nicht fuer klug, wenn man voreilig Qualitaeten eines Gegenuebers unterschaetzt. Aber auch das geht mich nichts an. Es war nur ein Hinweis.
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Zitatbei jeder Gelegenheit Fehlverhalten im Ausland an den Haaren herbeizuziehen, um ... ja um was eigentlich genau?


Das würde mich auch interessieren. Ist es nicht vielleicht so, daß die Ursache in Ihren Phantasien zu suchen ist, die Sie ihm unterstellen?

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Welche Phantasien? Welche Unterstellungen? Mir bleiben nur Vermutungen, wenn Fragen nicht beantwortet werden, deren Antwort ja auch sie interessieren wuerde. Und mit Vermutungen habe ich mich nun wirklich extremst zurueckgehalten. Ich habe nie einer Person zB unterstellt, sie sei Nazi. Das geht ja gar nicht, da es offiziell solche Menschen in Deutschland nicht gibt. Ansonsten schliesse ich nur inhaltlich aus Gelesenem.
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ZitatPersoenlich masste ich mir nicht an, so einen komplexen Sachverhalt zu beurteilen.


Der ist nicht komplex. In dem Moment, wo Sie Politik als Charakterfrage begreifen und nicht als Programmfrage, wird es recht einfach. Im vorliegenden Fall braucht es die Kenntnis von präzise einer Bestimmung, um zu begreifen, daß dieses Konstrukt für die Füße ist, nämlich den in den Lissabon-Vertrag übernommenen Artikel 104c des Maastricht-Vetrages, den Sie hier nachlesen können.

Da steht sinngemäß drin, daß der Europäische Rat und damit die Staats- und Regierungschefs der Eurozonen-Länder übermäßige Defizite eines Mitgliedslandes per Abstimmung feststellen (aufgrund eines Berichtes der Kommission), um auf dieser Basis dann wiederum per Abstimmung Hilfs- und sonstige Maßnahmen festzulegen.

Was heißt das denn? Es heißt, daß potentielle Sünder - es kann ja jeden treffen - über aktuelle Sünder quasi zu Gericht sitzen und das Mitgliedsland zu Strafzahlungen oder anderen Maßnahmen verdonnern. Und wenn Sie sich das mal unter charakterlichen Aspekten anschauen: Was geht wohl in einem Regierungschef vor, der mit ansieht, wie sein "angeklagter" Amtskollege mit einer solchen Situation konfrontiert wird? Er wird sich - vor allem, wenn seine eigenen Staatsfinanzen an der 3%- bzw. 60%-Grenze entlangschrammen - sagen: 'In der Rolle wie mein Amtskollege möchte ich nicht landen. Und wenn doch, dann mit Nachsicht behandelt werden.

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Sie werfen mir vor, dass ich Rassismus als Teilaspekt begruendet erwaege, wenn jemand zB Sinti und Roma Zigeuner nennt, spekulieren bei diesem komplexen nun wirklich komplizierten Thema aber selbst?
Ich stimme zu, dass ihre Kritik durchaus einen berechtigten Hintergrund hat (wie immer in der Politik, wenn man sich zB die Diaetenfrage ansieht), nannte es aber zu kurz betrachtet, das komplexe Wechselspiel der (notwendigen) Entscheidungen auf den individuellen Charakter der Beteiligten zu reduzieren. Zudem sagte ich schon. Man kann vom Euro halten, was man will, den kriegt man nicht mehr weg.
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' Das ist ganz schlichte Menschenkenntnis.

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Bei 1000en von unterschiedlichen Menschen in einem komplexen Kontext gibt allein Menschenkenntnis eine simple Antwort auf komplizierte Fragen. Wenn aber jemand deppenoffensichtlich eine Vorliebe fuer rechtes Gedankengut und Rassismus aeussert, dann darf man seine Menschenkenntnis (die meine neunjaehrige Tochter schon haette) nicht mal dezent ansprechen, wenn es themenrelevant ist?
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ZitatWenn jeder auf den Euro geil war ausser NPD-Mitgliedern


Sie vergessen Die Linke. ;-) Die war auch dagegen. Bis heute.

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Ich hatte den Eindruck, dass die Linke hier keine eindeutige Stellung bezieht (unterschiedliche Ansichten vertritt). So oder so aendert das doch nichts an der Fragwuerdigkeit, dass es sich in beiden Faellen um Extremisten handelt. Wann wurden Extremisten jemals von Vernunft geleitet? Wenn nun aber alle anderen nicht dagegen sind, ist das doch eine Auffaelligkeit, die man nicht einfach ignorieren kann. Das ist ja auch individuell ganz einfach, wenn man sich selbstkritisch prueft. "Ich bin gegen den Euro". " Gegen den Euro sind sonst nur NPD-Mitglieder, extremistische Linke, wenige andere konservative Rechte (vor allem alte Maenner, bei denen eben das Alter (die Unaufgeschlossenheit) eine Rolle spielen koennte) und Menschen, die von Politik ohnehin keine Ahnung haben." Da muss man sich doch wundern. Das ist gar keine Frage des persoenlichen politischen Wissens sondern Statistik.
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Zitates lehnen nur Rassisten in der Regel den Euro ab. Was an der Geringgewichtung von Nationalismus liegt.


Sie haben schon wieder Die Linke vergessen. Oder sind das für Sie Rassisten? Ich frag ja nur. ;-)

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Haette ich angenommen, dass wir spitzfindig auch andere Extremisten bei dem Thema nicht vergessen duerfen, haette ich sie erwaehnt. Tatsaechlich gibt es bei den Linken auch Tendenzen, die man rassismusaehnlich nennen kann. Das spielt aber wohl keine wichtige Rolle fuer diese Diskussion.
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ZitatWenn jemand sagt, dass alle Neger stinken, dann kann man das Vorurteil nennen. Ich daechte trotzdem an Rassismus.


Nicht nur Sie - ich auch. Und das hat jetzt "weihrauch" - ihm machen Sie ja den Rassismus-Vorwurf - genau wo hier geschrieben? Vielleicht fragen Sie ihn einfach mal?

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Das hat selbstverstaendlich niemand geschrieben. Es handelt sich um ein Bild. Wenn man zB schreibt, dass DIE Tuerkei und DIE Tuerken gefaehrlich fuer Deutsche sind (wegen des Vorfalles), ist Rassismus subtiler aber doch nicht ausblendbar. Ich schreibe das auch gar nicht, weil es mich kuemmert, ob jemand nun rechts oder Rassist ist. Ich wuensche mir nur klare Worte, damit man vernuenftig Sachthemen eroertern kann. Wenn jemand zB eigentlich (in welcher Auspraegung auch immer) rassistisch denkt (vielleicht ist ihm das nicht mal bewusst), aber durch ausweichende Antworten und Relativierungen der eigentlichen Meinung das Gegenueber taeuscht, erschwert das jede Diskussion.

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RE: Die Neuorientierung der Türkei and falscher Stelle gepostet, sorry

#77 von JoG , 06.02.2013 16:24

Auch Realos brauchen nicht unhöfflich zu sein. Aber sie müssen das Recht haben dazu.

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RE: Die Neuorientierung der Türkei and falscher Stelle gepostet, sorry

#78 von kjschroeder , 06.02.2013 16:59

Zitat
Auch Realos brauchen nicht unhöfflich zu sein. Aber sie müssen das Recht haben dazu.


Bitte? Ich soll mich in meinem Forum als "kleines Arschloch" titulieren lassen müssen? Auf welchem Planeten leben Sie denn? ;-)

Er hat ja nun zweimal geschrieben, daß er eh damit rechnet, hier rauszufliegen und nun habe ich seiner Erwartungshaltung entsprochen und ihn aus dem Forum begleitet. Ganz einfach.

Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 06.02.2013 | Top

RE: Die Neuorientierung der Türkei and falscher Stelle gepostet, sorry

#79 von kjschroeder , 06.02.2013 17:57

Zitat
Ich habe mich bei einer versuchten Einordnung zum Verstaendnis auf konkrete Textpassagen bezogen und beklagt, dass relevante Schluesselfragen nicht beantwortet werden


Was auch völlig legitim ist.

Zitat
ich dann aber gezwungen bin, Verstaendnisluecken mit begruendeten Vermutungen zu fuellen


Also dazu sind Sie nicht gezwungen. Niemand zwingt Sie. Genau an dem Punkt scheiden sich unsere Geister. Wenn jemand nicht will, will er nicht. Punkt Aus Ende. ;-) Das kann zig Gründe haben. Einer kann sein: Weil er befürchtet, daß seine Tarnung auffliegt (wenn eine vorhanden ist). Ein anderer Grund kann sein, daß er keine Lust mehr hat sich mit Ihnen darüber zu unterhalten. Ein dritter Grund kann Zeitmangel sein, ein vierter Grund, daß er es vielleicht selber nicht genau weiß und sich damit nicht blamieren will, weil er vielleicht glaubt sich damit zu blamieren - oderoderoder. Es gibt zig Gründe, warum jemand was nicht schreiben will. Warum sehen Sie nur einen?

Zitat
Ich vermeide jede Form von Spekulation wenn moeglich, weil es die sachliche Diskussion vor allem fuer mich verkompliziert.


Sprechen abwer einen Abschnitt weiter oben von "begründeten Vermutungen". Sehen Sie da keinen Widerspruch in Ihrer Haltung?

Zitat
spekulieren bei diesem komplexen nun wirklich komplizierten Thema aber selbst?


Das ist keine Spekulation, sondern die per Artikel definierte Entscheidungsstruktur.

Zitat
nicht mal dezent ansprechen, wenn es themenrelevant ist?


Das kommt auf die Art und Weise an, wie man das tut. Das Nächstliegende nämlich wäre eine schlichte Frage an an einen solchen Menschen: Haben Sie etwas gegen xxx? Sie haben diese Frage nicht gestellt, sondern nur unterstellt, angenommen, gemutmaßt - nennen Sie es, wie Sie wollen.

Zitat
das komplexe Wechselspiel der (notwendigen) Entscheidungen auf den individuellen Charakter der Beteiligten zu reduzieren


Das ist es ja gerade: In einer solchen Situation gibt es kein Wechselspiel mehr. Und der individuelle Charalter spielt da auch keine Rolle mehr. Denn es geht dabei auch und vor allem um Macht. Das Streben danach und das Festhalten daran egalisiert individuelle Charaktere - wie z.B. die Charaktere von Guttenberg, Koch-Mehrin, Schavan und einigen anderen Politikern, um zu einem anderen Thema zu schlenkern.

Zitat
Ich hatte den Eindruck, dass die Linke hier keine eindeutige Stellung bezieht (unterschiedliche Ansichten vertritt).


Die Linke hat den Lissabon-Vertrag abgelehnt. Der aber beinhaltet als wesentliches Essential eine Veränderung der Mehrheitsentscheide im Rat, was in der Eurofrage bekanntlich nicht unwesentlich ist - und bedeutet, daß wir ab 2014 noch weniger zu sagen haben werden (doppelte Mehrheit zur Reduzierung eines einzelstaatlichen Vetos).

Zitat
So oder so aendert das doch nichts an der Fragwuerdigkeit, dass es sich in beiden Faellen um Extremisten handelt.


Sie vergessen dabei, daß der Euro in sämtlichen Umfragen bis auf den heutigen Tag in Deutschland keine Mehrheit hat. Die lehnt ihn nach wie vor ab. Die Ablehnung nicht nur des Euro, sondern auch der EU ist mittlerweile so groß, daß sogar die Eurokraten selbst von einer Bedrohung sprechen, wie der Parlamentspräsident .

Zitat
Haette ich angenommen, dass wir spitzfindig auch andere Extremisten bei dem Thema nicht vergessen duerfen, haette ich sie erwaehnt.


Mir fiel halt eine gewisse Einseitigkeit in der Nennung auf, die ich mit meinem Hinweis auf die Sachlage korrigieren wollte.

Zitat
Wenn man zB schreibt, dass DIE Tuerkei und DIE Tuerken gefaehrlich fuer Deutsche sind (wegen des Vorfalles), ist Rassismus subtiler aber doch nicht ausblendbar.


Wenn er das so geschrieben, könnte man das so sehen. Aber er schrieb:
"Sie soll die Türkei vor syrischen Angriffen schützen - aktuell aber muß die Bundeswehr vor türkischen Pöbel geschützt werden."
und
"Die Türkei und die Türken sind eine reelle Gefahr für die Bundeswehrsoldaten und nicht die syrische Armee, aufgrund dessen sie eigentlich in der Türkei sind."
Das ist für mich was anderes als "gefährlich für Deutsche". Und was DIE Türkiei und DIE Türken angeht, so hat er einen Link gepostet, nämlich diesen: -> http://www.deutsch-tuerkische-nachrichte...uslime-dagegen/

Aus diesem Link geht hervor, daß vor allem die Saadet Partisi (SP) was gegen Bundeswehrsoldaten hat - und auch warum. Das hat was mit Nationalismus dort zu tun und mit antideutschen Ressentiments wegen WK1. Zu der Partei gibt es ein Wiki, aus dem Querverbindungen zur Milli-Görüs-Verbindung hervorgehen, die ihrerseits hier den Moscheebau vorantreibt, als islamistisch gilt und von Verfassungsschutz beobachtet wird.

Es geht eben bei dem Vorfall nicht nur um ein paar "Dumpfbacken", wie das hier so herrlich verharmlosend dargestellt wurde. Wäre das so, hätte es womöglich eine Entschuldigung gegeben. Aber die Querverbindungen reichen sogar bis zu Erdogan selbst, dessen poliitsche Biografie eng mit den beiden genannten Gruppen verquickt ist, da sie alle auf die "Wohlfahrtspartei" zurückgehen.

Natürlich kann man diese Zusammenhänge auch alle ausblenden.

Gruß
Klaus

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RE: Die Neuorientierung der Türkei and falscher Stelle gepostet, sorry

#80 von huhngesicht , 06.02.2013 20:17

Also dazu sind Sie nicht gezwungen. Niemand zwingt Sie. Genau an dem Punkt scheiden sich unsere Geister. Wenn jemand nicht will, will er nicht. Punkt Aus Ende. ;-)

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Das sehe ich doch gar nicht anders und frage nach dem dritten Mal nicht weiter. Nur benoetigt ein Sachverhalt fortgesetzt diskutiert eine Betrachtungsgrundlage. Sonst wird aus einseitigen Beitraegen Populismus (oder was ist das sonst, wenn es einmal die Tuerken und die deutsche Bundeswehr, ein anderes Mal Zigeuner, dann Stadtbenenungen in Russland usw usw sind?) Nehmen wir mal an, ich wuerde zB in jedem zweiten Beitrag Straftaten von Schwarzen in den USA verlinken und diese (ja sogar zurecht) beklagen, waehrend ich in jedem anderen zweiten Beitrag Mitleid fuer weisse Opfer einfordere. Das ist weder verboten und niemand koennte mich zwingen zu sagen, warum ich so einseitig interessiert diskutiere. Ich wuerde es aber niemandem uebel nehmen(sondern ihn sogar fuer bloed halten), wenn er nicht daechte, dass ich ein Problem mit der Hautfarbe habe.
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Das kann zig Gründe haben. Einer kann sein: Weil er befürchtet, daß seine Tarnung auffliegt (wenn eine vorhanden ist). Ein anderer Grund kann sein, daß er keine Lust mehr hat sich mit Ihnen darüber zu unterhalten. Ein dritter Grund kann Zeitmangel sein, ein vierter Grund, daß er es vielleicht selber nicht genau weiß und sich damit nicht blamieren will, weil er vielleicht glaubt sich damit zu blamieren - oderoderoder. Es gibt zig Gründe, warum jemand was nicht schreiben will. Warum sehen Sie nur einen?

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Das tue ich nicht. Ihre Gruende 1,2 und 4 sind mehr oder weniger identisch und die ziehe ich alle in Betracht. 3. ist unwahrscheinlich, weil man dann nicht so suggestiv selektiert.
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ZitatIch vermeide jede Form von Spekulation wenn moeglich, weil es die sachliche Diskussion vor allem fuer mich verkompliziert.


Sprechen abwer einen Abschnitt weiter oben von "begründeten Vermutungen". Sehen Sie da keinen Widerspruch in Ihrer Haltung?

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Nein. Erstens schrieb ich "wenn moeglich" und zweitens ist eine begruendete Vermutung substantieller als eine Spekulation.
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Zitatspekulieren bei diesem komplexen nun wirklich komplizierten Thema aber selbst?


Das ist keine Spekulation, sondern die per Artikel definierte Entscheidungsstruktur.

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Sie unterscheiden nicht klar zwischen Fakten (sie wissen erstaunlich und fuer mich angenehm viel) und der Interpretation von Fakten. Und ganz besonders nicht, welche Konsequenzen man warum aus der Interpretation von Fakten ziehen sollte.
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Das kommt auf die Art und Weise an, wie man das tut. Das Nächstliegende nämlich wäre eine schlichte Frage an an einen solchen Menschen: Haben Sie etwas gegen xxx?

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Das nannte ich nun unverschaemt und beleidigend. So eine Frage ist plump und niemand koennte auf sowas undifferenziert antworten. Sie schlagen ernsthaft vor, wen auch immer zB zu fragen:" Haben sie was gegen Tuerken?"
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Sie haben diese Frage nicht gestellt, sondern nur unterstellt, angenommen, gemutmaßt - nennen Sie es, wie Sie wollen.

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Ja, sehr dezent im Rahmen des Notwendigen und der Moeglichkeiten. Und Fragen, die weniger beleidigend waren, deren Antworten aber erhellender gewesen waeren, stellte ich viele.
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Das ist es ja gerade: In einer solchen Situation gibt es kein Wechselspiel mehr. Und der individuelle Charalter spielt da auch keine Rolle mehr. Denn es geht dabei auch und vor allem um Macht. Das Streben danach und das Festhalten daran egalisiert individuelle Charaktere - wie z.B. die Charaktere von Guttenberg, Koch-Mehrin, Schavan und einigen anderen Politikern, um zu einem anderen Thema zu schlenkern.

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Das sind jetzt zB wieder keine Fakten sondern spekulative Rueckschluesse aus Fakten. Tueckisch daran finde ich vor allem, dass das ja nicht einfach falsch ist, nur in seiner Form der Pauschalisierung unausgewogen betrachtend.
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Die Linke hat den Lissabon-Vertrag abgelehnt.

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Sie wirbt aber nicht plakativ damit, den Euro abschaffen zu wollen (zumindest nicht so, dass es mir aufgefallen waere).
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Der aber beinhaltet als wesentliches Essential eine Veränderung der Mehrheitsentscheide im Rat, was in der Eurofrage bekanntlich nicht unwesentlich ist - und bedeutet, daß wir ab 2014 noch weniger zu sagen haben werden (doppelte Mehrheit zur Reduzierung eines einzelstaatlichen Vetos).

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Wer ist denn "Wir"? Also ich kenne ein "ich" und ein "Wir" wie zB Freunde und Familie. Das "Wir" Bundesrat oder "Wir" Bundestag ist genauso abstrakt wie das Wir sind Papst. Und Volksverteter, die nicht im Bundestag hocken, sind zB in Bruessel zusammen mit Politikern anderer Nationen. Und ausser dem Machterhalt, der auch auf kommunaler Ebene gilt, soll auch hier auf allen Ebenen gestaltet werden. Dass am Ende nur auf Notwendigkeiten reagiert wird, fuehrt vom Thema weg.
Ich bin aber nicht diese eigenartige Vorstellung eines nationalistischen Wirs. Das liegt auch daran, dass ich mich als Liberaler freiheitlich nur mit Menschen identifiziere, die ich mir selbst aussuchen kann. Ein ekliger Deutscher scheidet da aus, waehrend es ein angenehmer Auslaender sein kann.
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Sie vergessen dabei, daß der Euro in sämtlichen Umfragen bis auf den heutigen Tag in Deutschland keine Mehrheit hat. Die lehnt ihn nach wie vor ab.

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Das stimmt so nicht:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne...o-a-804281.html
Es kommt darauf an, wie man die Frage stellt. Die Mehrheit will den Euro und die Mehrheit traut ihm nicht (ich auch nicht, aber einer wieder eingefuehrten DM wuerde ich nur nicht trauen, ich haette existentielle Angst.)
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Die Ablehnung nicht nur des Euro, sondern auch der EU ist mittlerweile so groß, daß sogar die Eurokraten selbst von einer Bedrohung sprechen, wie der Parlamentspräsident .

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Natuerlich. Man mahnt die Gefahren an. Das ist wie im Kalten Krieg. Da waren wir auch von Atombomben bedroht. Ich haette mir dennoch keinen Atomkrieg gewuenscht.
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Mir fiel halt eine gewisse Einseitigkeit in der Nennung auf, die ich mit meinem Hinweis auf die Sachlage korrigieren wollte.

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DIe LINKE thematisiert das nicht plakativ. Bei der NPD zB gehoert das zum Wahlprogramm.
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ZitatWenn man zB schreibt, dass DIE Tuerkei und DIE Tuerken gefaehrlich fuer Deutsche sind (wegen des Vorfalles), ist Rassismus subtiler aber doch nicht ausblendbar.

Wenn er das so geschrieben, könnte man das so sehen. Aber er schrieb:
"Sie soll die Türkei vor syrischen Angriffen schützen - aktuell aber muß die Bundeswehr vor türkischen Pöbel geschützt werden."
und
"Die Türkei und die Türken sind eine reelle Gefahr für die Bundeswehrsoldaten und nicht die syrische Armee, aufgrund dessen sie eigentlich in der Türkei sind."
Das ist für mich was anderes als "gefährlich für Deutsche". Und was DIE Türkiei und DIE Türken angeht, so hat er einen Link gepostet, nämlich diesen: -> http://www.deutsch-tuerkische-nachrichte...uslime-dagegen/

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Ich habe nach einem frueheren Zitat ungefaehr zusammengefasst. Ja, es ist ist gerinfuegig differenzierter formuliert. Deswegen habe ich ja auch wiederholt nachgefragt, wie die unterschiedlichen Beitraege motiviert sind, was genau ausgesagt werden soll. Es ist mindestens populistisch aufhetzend. Eine noch unsensiblere Auslegung, um Rassismusverdaechtigungen vorzubeugen, geht nun wirklich nicht.
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Es geht eben bei dem Vorfall nicht nur um ein paar "Dumpfbacken", wie das hier so herrlich verharmlosend dargestellt wurde. Wäre das so, hätte es womöglich eine Entschuldigung gegeben. Aber die Querverbindungen reichen sogar bis zu Erdogan selbst, dessen poliitsche Biografie eng mit den beiden genannten Gruppen verquickt ist, da sie alle auf die "Wohlfahrtspartei" zurückgehen.

Natürlich kann man diese Zusammenhänge auch alle ausblenden.

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Man sollte diese Aspekte nicht ausblenden. Es stellt sich aber die Frage, was man aus diesen Aspekten fuer Konsequenzen zieht und sie bezueglich des eigenen Denkens, Fuehlens und Handelns interpretiert.

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RE: Die Neuorientierung der Türkei and falscher Stelle gepostet, sorry

#81 von JoG , 06.02.2013 21:07

Das finde ich wirklich sehr, sehr schade. Lassen Sie ihn doch einfach sagen, was er will. Es schadet doch nichts und weh tun tut's auch nicht. "Sticks and stones will breake my bones but words will never hurt me" lernen die Amis in der Kinderstube und es ist etwas dran. Aber die sind ziemlich liberal dort drüben.

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#82 von JoG , 01.03.2013 08:57

Eine sehr nette Betrachtung der deutschen Art mit seinen unerwünschten ausländischen Bürgern aus The Economist zeigt, wieso Deutschland zunehmend so beliebt ist und warum Erdogan Schaum vor dem Mund hat.

http://www.economist.com/news/europe/215...isited?fsrc=nlw|wwp|2-28-2013|5140029|35506385|

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