RE: die Guete unseres Wohlfahrtstaates

#26 von horstR , 01.02.2013 23:09

Sag mal Klaus, weißt Du zufällig wieviele Arbeitsplätze die SED mit ihren gebunkerten DM - West Milliarden geschaffen hat?


Saludos

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: die Guete unseres Wohlfahrtstaates

#27 von huhngesicht , 01.02.2013 23:28

Genau. Sowas erweitert das Meinungsspektrum und bringt noch a bisserl mehr Leben in die Bude. ;-)

###
Dem kann ich nur zustimmen. In meinen besten Zeiten hatte ich neben Intellektuellen, Zeugen Jehovas, den Chef-Scientologen von NRW (plus seinem Intimfeind), eine Hardcore-Nazibraut (dagegen ist "unser Freund hier" regelrecht links ;-), einen Islamisten, dass ich eine Mail vom BKA bekam (nicht schoen) und Politiker der LINKEN in gehobener Position im Forum. Das waren noch Zeiten. Ich wuensche ihnen sehr, dass sie das auf Dauer besser hinkriegen als ich.

Huhngesicht

huhngesicht  
huhngesicht
Beiträge: 510
Registriert am: 04.01.2013


RE: die Guete unseres Wohlfahrtstaates

#28 von Jochen Singer , 02.02.2013 08:32

Zitat
Genau. Sowas erweitert das Meinungsspektrum und bringt noch a bisserl mehr Leben in die Bude. ;-)



Sowas erheitert. Dem Genossen Parteisekretär sollte man eine ordentliche Ausbildung verpassen, mit der gehört man ob man will oder nicht nach einigen Jahren Berufspraxis zum oberem Dezil der Einkommensbezieher, dazu kommt dann noch das Einkommen des Ehepartners.

Wenn man natürlich als Linker alles so schön auswendig allerdings nicht eigeninitiatives Lernen gelernt hat der scheitert im Beruf bei Problemstellungen, deren Lösungen nicht im (in dem mir bekannten Fall Ingenieur-) Studium trainiert wurden.

Der mir bekannte, beruflich Gescheiterte lief dann 2 Jahrzehnte bei einer kommunalen Beschäftigungsgesellschaft herum, Autos zulassen, Möbelpacker und so. Recht geschah ihm.

Wer sich vor Leistung drückt der bekommt was andere übriglassen, z.B. im Alter Sicherungsrente. Die Partei (DKP) stockt die Mickerrente des verdienten Genossen auch nicht auf weil deren ursprünglicher Finanzier (SED, auch dieLinke genannt) selber nix mehr auf der Pfanne hat.



Mystery train - James Burton, "Twang" Fender Telecaster

 
Jochen Singer
Beiträge: 203
Registriert am: 30.12.2012


RE: die Guete unseres Wohlfahrtstaates

#29 von kjschroeder , 02.02.2013 12:33

Zitat
In meinen besten Zeiten hatte ich neben Intellektuellen, Zeugen Jehovas, den Chef-Scientologen von NRW (plus seinem Intimfeind), eine Hardcore-Nazibraut (dagegen ist "unser Freund hier" regelrecht links ;-), einen Islamisten, dass ich eine Mail vom BKA bekam (nicht schoen) und Politiker der LINKEN in gehobener Position im Forum. Das waren noch Zeiten.



Na, da haben Sie ja die versammelte Welt der Abgedrehten bei sich gehabt. Sowas ist nun allerdings nicht, was mir vorschwebt. ;-) (ohne ihnen jetzt persönlich zu nahe treten zu wollen). Ich sehe ein Forum nach wie vor wie eine Cyber-Kneipe, was auch bedeutet, daß sich der Wirt letzlich die Gäste aussucht. Und da habe ich es nunmal lieber mit Leuten, die in einem engen Bezug zur gelebten Realität leben. Was extreme Standpunkte per se nicht ausschließt. Solange sie inhaltlich begründet werden und die Diskussion voranbringen. Aber spätestens da geht es in der Regel los. Mit dem Unvermögen zur inhaltlichen Begründung, meine ich. ;-)

Zitat
Ich wuensche ihnen sehr, dass sie das auf Dauer besser hinkriegen als ich.


Danke! :-) Ich habe Ihren Beitrag nochmal zum Anlaß genommen, mich bei Ihnen umzusehen. Also ich denke mal, ich würde in so einer Umgebung auch nicht schreiben wollen. Der Aspekt hat nichts mit IHNEN zu tun, sondern mit dem Anbieter: Die Foren sind schon rein äußerlich lieblos gestaltet. Ich habe mir mal die angebotenen Varianten angesehen - das ist Kinderkram und optisch weniger als anspruchslos. Ich vermute, in einigen Jahren wird es den Anbieter nicht mehr geben. Und wenn doch, dann geht da keiner hin, weil das Angebot schon optisch nichts hermacht.

Der 2. Aspekt hat natürlich schon mit der Person des Admin zu tun und seinem Menschenbild. Meines sieht so aus: In der realen Welt gibt es eine Menge Leute, die für mich unter dem Begriff "Kaputtnick" laufen - Extremisten, Abgedrehte, Haßerfüllte und Gefrustete, Looser, etc., die nur auf eine Möglichkeit warten, ihren Müll reinzukübeln, um sich wichtig zu machen und die inhaltlich nichts beizutragen haben und auch keine sozialen Regeln leben im Sinne von Rücksichtnahme auf andere. Solche Leute erkennt man an ihren Beiträgen, und solche Beiträge will ich hier nicht haben. Man mag mir das als Intoleranz auslegen - dann werde ich halt damit leben müssen und kann das auch. ;-) Schließlich soll das hier für mich ein Hobby sein und keine Strafversetzung. ;-) Ich denke, daß Ihr Mißerfolg (mit dem Sie auch nicht allein stehen; es gibt zahllose Politik-Foren, die so schnell eingegangen sind wie sie aufgemacht wurden) damit zusammenhängt.

Soll sagen: Würden Sie ein Forum in anderer Umgebung aufmachen mit "normalen" Themen und mit Regeln versehen, die Sie auch durchziehen, würde das auch bei Ihnen anders aussehen. Denke ich mal. ;-)

Gruß
Klaus


kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 02.02.2013 | Top

RE: die Guete unseres Wohlfahrtstaates

#30 von Rocco-Müller , 02.02.2013 13:09

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #28

Zitat
Genau. Sowas erweitert das Meinungsspektrum und bringt noch a bisserl mehr Leben in die Bude. ;-)


Sowas erheitert. Dem Genossen Parteisekretär sollte man eine ordentliche Ausbildung verpassen, mit der gehört man ob man will oder nicht nach einigen Jahren Berufspraxis zum oberem Dezil der Einkommensbezieher, dazu kommt dann noch das Einkommen des Ehepartners.

Wenn man natürlich als Linker alles so schön auswendig allerdings nicht eigeninitiatives Lernen gelernt hat der scheitert im Beruf bei Problemstellungen, deren Lösungen nicht im (in dem mir bekannten Fall Ingenieur-) Studium trainiert wurden.

Der mir bekannte, beruflich Gescheiterte lief dann 2 Jahrzehnte bei einer kommunalen Beschäftigungsgesellschaft herum, Autos zulassen, Möbelpacker und so. Recht geschah ihm.

Wer sich vor Leistung drückt der bekommt was andere übriglassen, z.B. im Alter Sicherungsrente. Die Partei (DKP) stockt die Mickerrente des verdienten Genossen auch nicht auf weil deren ursprünglicher Finanzier (SED, auch dieLinke genannt) selber nix mehr auf der Pfanne hat.



Sehr geehrter Herr Singer,

über meinen beruflichen Werdegang oder meine Einkommenssituation müssen Sie sich nun wirklich keine Sorgen machen.

Derzeit bin ich (Jahrgang 1944) immer noch als Dipl.-Ing. tätig und stehe, im Gegensatz zu manchem Ingenieur, der als Frührenter schon seit Jahren das Haus hütet, noch voll im Berufsleben.

Gemessen an unserem Einkommen und unseren Ersparnissen (Meine Frau ist Internistin), gehören wir sicher zu den oberen 10%, haben hierdurch aber nicht den Blick für die vermögenslose Mehrheit der Bevölkerung verloren.

Es macht auch einen Unterschied, ob man sein Einkommen oder Vermögen zu Lasten Anderer bezieht oder dieses durch eigene Leistung erwirtschaftet.

Ihre Klischee vom wenig gebildeten Genossen Parteisekretär greift in meinen Fall also nicht und geht auch an der Lebenswirklichkeit der meisten anderen ehemaligen Mitgliedern, der SED völlig vorbei. Genosse bin ich übrigens seit 1962 und nach wie vor ein überzeugter Kommunist.

Mit freundlichen Grüßen
Rocco Müller

Rocco-Müller  
Rocco-Müller
Beiträge: 57
Registriert am: 01.02.2013


RE: die Guete unseres Wohlfahrtstaates

#31 von Jochen Singer , 02.02.2013 14:30

Zitat
Ihre Klischee vom wenig gebildeten Genossen Parteisekretär greift in meinen Fall also nicht und geht auch an der Lebenswirklichkeit der meisten anderen ehemaligen Mitgliedern, der SED völlig vorbei. Genosse bin ich übrigens seit 1962 und nach wie vor ein überzeugter Kommunist.



In Ihrem Fall greift das nicht, jedoch im Fall des mir bekannten DKP-Mitgliedes seit Gründung dieser Partei, ein unbelehrbarer.

Zunächst Maoist, das war envogue zu der Zeit, individuell wie man war. Studierte zunächst 4 Semester Sinologie, brach dann das Studium ab um als Hilfsarbeiter in einem Blechwalzwerk die Arbeiterklasse vom Kommunismus zu überzeugen. Das scheiterte, natürlich.
1968 war seiner Überzeugung nach der Tschechoslowake Dubček im Prager Frühling ein Agent des US-Imperialismus, pfui auch. 1970 folgte wegen Erfolglosigkeit ein Selbstmordversuch des Bekannten, auch der scheiterte.

1973 besuchte der Bekannte die Weltjugendfestspiele in Ostberlin, normale Westbürger bekamen keine Einreisegenehmigungen, nur zuverlässige Genossen aus der Bundesrepublik. Diese Zuverlässigkeit zahlte sich später durch Geldzuweisungen aus als der Bekannte ein Maschinenbaustudium absolvierte und ein sensationelles Stipendium erhielt - 1800 West-DM/Monat sponsored bei SED, ganz uneigennützig natürlich und nicht mit der Absicht ihn als West-Perspektivagenten für's MfS zu rekrutieren. Ihm ging es nie mehr so gut wie in dieser Zeit, versicherte er mir vor 2-3 Jahren.

Allerdings scheiterte er in seinem Beruf, 3 Jahre Beschäftigung in einer der größten Druckmaschinenunternehmen - dann war seine Karriere beendet. Nicht weil ihm der Verfassungsschutz auf die Schliche kam sondern wegen Unfähigkeit, wieder mal gescheitert..



Mystery train - James Burton, "Twang" Fender Telecaster

 
Jochen Singer
Beiträge: 203
Registriert am: 30.12.2012


RE: die Guete unseres Wohlfahrtstaates

#32 von Rocco-Müller , 02.02.2013 14:54

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #31

Zitat
Ihre Klischee vom wenig gebildeten Genossen Parteisekretär greift in meinen Fall also nicht und geht auch an der Lebenswirklichkeit der meisten anderen ehemaligen Mitgliedern, der SED völlig vorbei. Genosse bin ich übrigens seit 1962 und nach wie vor ein überzeugter Kommunist.



In Ihrem Fall greift das nicht, jedoch im Fall des mir bekannten DKP-Mitgliedes seit Gründung dieser Partei, ein unbelehrbarer.

Zunächst Maoist, das war envogue zu der Zeit, individuell wie man war. Studierte zunächst 4 Semester Sinologie, brach dann das Studium ab um als Hilfsarbeiter in einem Blechwalzwerk die Arbeiterklasse vom Kommunismus zu überzeugen. Das scheiterte, natürlich.
1968 war seiner Überzeugung nach der Tschechoslowake Dubček im Prager Frühling ein Agent des US-Imperialismus, pfui auch. 1970 folgte wegen Erfolglosigkeit ein Selbstmordversuch des Bekannten, auch der scheiterte.

1973 besuchte der Bekannte die Weltjugendfestspiele in Ostberlin, normale Westbürger bekamen keine Einreisegenehmigungen, nur zuverlässige Genossen aus der Bundesrepublik. Diese Zuverlässigkeit zahlte sich später durch Geldzuweisungen aus als der Bekannte ein Maschinenbaustudium absolvierte und ein sensationelles Stipendium erhielt - 1800 West-DM/Monat sponsored bei SED, ganz uneigennützig natürlich und nicht mit der Absicht ihn als West-Perspektivagenten für's MfS zu rekrutieren. Ihm ging es nie mehr so gut wie in dieser Zeit, versicherte er mir vor 2-3 Jahren.

Allerdings scheiterte er in seinem Beruf, 3 Jahre Beschäftigung in einer der größten Druckmaschinenunternehmen - dann war seine Karriere beendet. Nicht weil ihm der Verfassungsschutz auf die Schliche kam sondern wegen Unfähigkeit, wieder mal gescheitert..






Besten Dank für Ihre Ausführungen.

Wie schon erwähnt, sollten Sie nicht von einigen wenigen Kommunisten, die Sie persönlich kennen, auf alle Anderen schließen.

Unter den zwei Millionen ehemaligen SED-Mitgliedern, gab es viele fähige Ingenieure und Akademiker. Meine Frau (Jahrgang 1955), war auch bereits in jungen Jahren Parteimitglied und betreibt heute ihre eigene Praxis.

Eigentlich hatte ich vor, mit 65 in den Ruhestand zu treten aber das Unternehmen, in dem ich tätig bin, bat mich inständig, dies nicht zu tun. Es fehlt der fähige Nachwuchs.

So schlecht kann es also wohl doch nicht, um unsere Ausbildung, in der realsozialistischen DDR, bestellt gewesen sein.

Rocco-Müller  
Rocco-Müller
Beiträge: 57
Registriert am: 01.02.2013


RE: Von fremden und eigenen Semmeln

#33 von JoG , 03.02.2013 15:06

"Freiheit genießen im kapitalistisch/imperialistischen System allein die Eigner der Produktionsmittel und die Besitzer des Kapitals. "

Ich dachte Diskussionen auf der Ebene wären abgehakt. So eine Aussage kann man nun wirklich nur noch mit Tingterassträährähh zu Karneval bringen. Natürlich ist ja auch Karneval....

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


   

AFD: Europa endet am Bosporus
Das Unwort Leihstimme

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen